Händer unter fließendem Wasser im Sonnenstrahl
Händer unter fließendem Wasser im Sonnenstrahl
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Wasserinvestments: Rendite mit gutem Gewissen

Wasser wird zunehmend zur knappen Ressource. Investitionen in neue Leitungen, Techniken und Recycling sind lukrativ.

In Deutschland kommt sauberes Wasser jederzeit aus dem Hahn – für uns ist das eine absolute Selbstverständlichkeit. In anderen Ländern ist das mitnichten so. Der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Dienstleistungen ist zwar ein Menschenrecht und gehört zu den 17 UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung. Aber im Weltwasserbericht 2022 der UNESCO zeigt sich, wie weit das Ziel verfehlt wird: Danach haben aktuell 2,2 Milliarden Menschen kein sauberes Trinkwasser. 3,6 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sicheren Sanitäranlagen. Und etwa vier Milliarden leben in Regionen, die in mindestens einem Monat pro Jahr von großer Wasserknappheit betroffen sind. Zudem wird das Grundwasser in vielen Regionen „dramatisch übernutzt“. „Im Nahen Osten etwa übersteigt die Entnahme von Grundwasser den natürlichen Zufluss durch Regenfälle deutlich“, erklärt Nedim Kaplan, Fondsmanager bei Ökoworld.

Investitionen in die Wasserwirtschaft sind nötig

Der nächste Krieg in dieser Region und auch anderswo könnte nicht um Energie, sondern um Wasser geführt werden. Denn der Wasserverbrauch in der Welt steigt stetig, aber Nachschub ist nur begrenzt verfügbar. Gründe für zunehmende Wasserknappheit sind neben der Klimaerwärmung auch die zunehmend veraltete Wasser-Infrastruktur, die zunehmende Urbanisierung und anhaltendes Bevölkerungswachstum. Die OECD schätzt, dass der weltweite Wasserverbrauch bis ins Jahr 2050 um rund 55 % ansteigt. „Investitionen in die Wasserwirtschaft sind deshalb dringend nötig“, erklärt Walter Liebe, Themenfonds-Spezialist bei der Schweizer Fondsgesellschaft Pictet.

Die Preise für Trinkwasser sind in der Regel staatlich reguliert. Wie bei anderen Infrastrukturunternehmen ist die Nachfrage gesichert – deshalb schwanken die Aktien dieser Unternehmen im Vergleich zum Gesamtmarkt in der Regel weniger stark. Ein wichtiger Bereich der Wasserwirtschaft ist daher die Versorgung durch große Netzwerkbetreiber und Dienstleister. Zu den größten Playern gehören zum Beispiel American Water Works (WKN A0NJ38) oder auch die französische Veolia-Environnement-Unternehmensgruppe (WKN 501451). Deren Tochter Veolia Water ist das weltweit größte Unternehmen für Trinkwasser und kümmert sich auch um Meerwasserentsalzungsanlagen.

Der zweite wesentliche Sektor ist die Wasseraufbereitung und entsprechendes technisches Gerät. Das amerikanische Unternehmen Xylem (WKN A1JMBU) spaltete sich 2011 von ITT ab. Es hat sich auf den Wasserkreislauf spezialisiert und stellt Geräte für Gewinnung, Lagerung und den Transport von Trinkwasser her. Auch Evoqua Water (WKN A2H5CX) war ehemals Teil eines Großkonzerns – Siemens. 2013 wurde Siemens Water Technologies von Investoren aufgekauft und in Evoqua Water umbenannt. Evoqua entwickelt an weltweit über 170 Produktionsstandorten Technologien für die Wasseraufbereitung und Desinfektion.

Breit investieren mit Fonds und ETFs

Branchenfonds sind im Regelfall überdurchschnittlich volatil. Bei Investitionen in „Wasser“ ist das aufgrund ihres defensiven Charakters anders. So gehörten sie zu den ersten und bis heute stabilen Themeninvestments. Der Pictet-Water – P EUR ACC Fonds (WKN 933349) etwa wurde schon zur Jahrtausendwende aufgelegt. Seitdem hat er den MSCI World Index übertroffen – eine Performance, die nur wenigen globalen Aktienfonds gelang. Insbesondere in schwächeren Marktphasen schnitten die inzwischen zahlreichen Wasserfonds wie der Robeco SAM Sustainable Water Fun (WKN A2QBUQ), der BNP Paribas Aqua Classic Cap (WKN A14XZ1) oder der Swisscanto (LU) Equity Fund Global Water Invest (WKN A0MSPX) gut ab. Auch den Water for Life-Fonds (WKN A0NBKM) von Ökoworld gibt es inzwischen seit mehr als 15 Jahren. Anders als die meisten anderen Wasserfonds legt er schon seit der Auflage im Jahr 2008 strenge Kriterien in Sachen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) an.

Auch per ETF können Anleger in die weltweite Wasserbranche investieren. Die Indexfonds setzen dabei auf Unternehmen, die entweder die Wasserversorgung selbst übernehmen, Anlagen zur Wasseraufbereitung wie etwa Klärwerke oder Kanalisation und Pumpen für die Infrastruktur herstellen. Zu den größten ETFs zählen der L&G Clean Water (WKN A2PM52) und der iShares Global Water UCITS ETF – USD (WKN A0MM0S). Der Lyxor MSCI Water ESG Filtered (DR) UCITS ETF – EUR DIS ETF (WKN LYX0CA) ist bei comdirect als Top-Preis ETF im Sparplan zu besonders günstigen Konditionen erhältlich.

Aktien, Fonds und ETF unterliegen Kursschwankungen. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – einer Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 12.10.2022; Quelle: comdirect.de

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