- DAX legt fulminante Aufholjagd hin.
- Iran-Krieg sorgt weiter für Unsicherheit an den Märkten.
- Hoher Ölpreis belastet die Weltwirtschaft.


Dank der fulminanten Aufholjagd – seit Ende März legte der DAX in weniger als 3 Wochen in der Spitze um mehr als 2.500 Punkte zu – ist der vorherige kräftige Kursrutsch ausgebügelt. Der Anstieg endete charttechnisch mustergültig bei der Widerstandszone im Bereich um 24.500 Punkte, die sich von den Hochpunkten im Sommer und Herbst vergangenen Jahres herleitet. Dieses Kurslevel ist damit als Widerstand bestätigt. Zugleich ist der Deutsche Aktienindex zurück in der Schiebezone, in der er sich von Anfang Mai 2025 bis Anfang Januar 2026 aufhielt. Damit deuten sich jedoch kurzfristig eher fallende Notierungen bei den deutschen Bluechips an. Denn zuletzt prallte der DAX im oberen Bereich dieser Handelsspanne nach unten ab, dies könnte nun zu einem Test der unteren Begrenzung bei rund 23.500 Punkten führen.
Geschlossene Meeresenge belastet weiterhin
Überraschend wäre ein solcher Rückgang nicht. Der Ölpreis ist zwar in den zurückliegenden Wochen deutlich zurückgegangen, befindet sich aber noch immer auf einem relativ hohen Niveau. Damit bleibt die Belastung für die Welt-wirtschaft bestehen. Und die Straße von Hormus ist, nach so manchem Hin und Her und kleinen Ausnahmen, für die Schifffahrt noch immer nicht passierbar. Dies dürfte auch Auswirkungen auf die weltweite Lebensmittelproduktion haben. Denn ein erheblicher Teil der Düngemittelproduktion – Schätzungen gehen von rund einem Drittel aus – werden durch diese Meeresenge transportiert. Spätestens in 6 bis 12 Monaten könnte sich dies zu einem ernsthaften Problem auswachsen, wenn sich die Lage im Nahen Osten nicht merklich ändert.
Hoffnung ruht auf Kreuzunterstützung
Charttechnisch betrachtet geriet der Aufwärtstrend, der sich ab dem Tief im Oktober bildete, zwischenzeitlich deutlich ins Wanken. Letztlich konnte der DAX diesen aber behaupten und in Folge des Fehlausbruchs sogar spürbar zulegen. Jetzt scheinen die Bullen aber erschöpft zu sein und erst einmal eine Pause zu benötigen. Dabei bildet der mittelfristige Aufwärtstrend zusammen mit der horizontalen Unterstützungszone bei rund 23.500 Punkten aktuell eine sogenannte Kreuzunterstützung. Diese sind als tragfähiger anzusehen als einfache Unterstützungen. Bei einem Durchbruch bergen sie aber auch das Risiko einer massiven und nachhaltigen Abwärtsbewegung, da zahlreiche Investorinnen und Investoren auf dem falschen Fuß erwischt werden. Dann könnte der DAX erneut Richtung 22.000 Zähler abtauchen, und der seit zweieinhalb Jahren bestehende Aufwärtstrend wäre in ernsthafter Gefahr.
Die hohe Volatilität sorgt für Risiken
In Anbetracht der anhaltenden geopolitischen Spannungen dürfte auch die Volatilität hoch bleiben. Dies mag ein Eldorado für hartgesottene Trader sein, zahlreiche Anlegerinnen und Anleger hingegen bringen diese Achterbahnfahrten eher um den Schlaf. Daher ist zunächst noch Vorsicht angesagt. Reißt der DAX die Kreuzunterstützung bei 23.500 Punkten nach unten, rückt unmittelbar der nächsttiefere Support bei rund 22.300 Zählern auf die Agenda. Fällt der DAX sogar unter dieses Niveau, dürfte ein Absturz auf weniger als 20.000 Punkte kaum noch zu vermeiden sein. Dies ist zwar mehr das Worst-Case-Szenario, angesichts der Dynamik von Abwärtsbewegungen aber auch nicht völlig abwegig. Ein neues mittelfristiges Kaufsignal hingegen entsteht erst mit einem nachhaltigen Sprung über das Allzeithoch.

Aktien unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Auswirkung von Inflation: Grundsätzlich beeinflusst die Entwicklung der Inflationsrate Ihren Anlageerfolg. Ein daraus resultierender Kaufkraftverlust betrifft sowohl die erzielten Erträge als auch Ihr investiertes Kapital. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Es handelt sich um die Angabe der Bruttowertentwicklung (siehe „Hinweise zu Chart- und Performanceangaben“). Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – einer Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage- oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 21.04.2026, Quelle: comdirect.de
