- Fed-Zinssenkung weitgehend verpufft.
- Aufwärtstrend, der seit Herbst 2023 besteht, weiter intakt.
- Warten auf neue charttechnische Impulse.


Die Zinssenkung in den USA – die amerikanische US-Zentralbank Fed senkte den Leitzins nochmals um 0,25 % – beflügelte die Märkte nur kurz. Der viel beachtete Dow Jones Industrial Average erreichte nach dem Zinsschritt einen neuen historischen Höchststand, fiel dann aber wieder unter die alte Höchstmarke aus dem November zurück. Und wie so oft konnte sich der DAX dem Sog der amerikanischen Leitbörsen nicht entziehen. Mit dem jüngsten Verlauf ist der breite Widerstandsbereich, der sich um die Marke von 24.500 Punkten erstreckt, weiter gefestigt worden.
Weniger Luft für Zinssenkungen
Zudem lieferte die US-Notenbank Hinweise darauf, dass sich das Tempo der Zinssenkungen nun merklich verlangsamen dürfte. Gleichzeitig hat sie ihre Wachstumsprognosen angehoben: Für das laufende Jahr rechnet die Fed mit einem Plus von 1,7 % beim Bruttoinlandsprodukt, zuvor waren es nur 1,6 %. Und für das kommende Jahr avisieren die Ökonomen sogar ein Wirtschaftswachstum von 2,3 %, nachdem zuvor nur 1,8 % erwartet waren. Das höhere Wachstum spricht eher für zunehmende Inflation und damit weniger Spielraum für Zinssenkungen. Entsprechend erwarten Wirtschaftsexpertinnen und -experten für die Jahre 2026 und 2027 jeweils nur einen Zinsschritt statt zuletzt dreien in Folge.
Die wichtigen Marken der Trading Range
Der DAX befindet sich weiterhin inmitten der Seitwärtsbewegung, die seit rund 7 Monaten andauert. Nach unten hin begrenzt die Unterstützung bei rund 23.500 Punkten die Handelsspanne. Diesen Support hat der Index im vergangenen halben Jahr mehrmals kurzzeitig unterschritten, konnte sich aber jeweils recht zügig wieder über diese Zone retten. In der Nordrichtung deckelt die bereits erwähnte Widerstandszone im Bereich um 24.500 Zähler die Entwicklung. Ein Ausbruch nach oben wäre auch mit etwas Vorsicht zu genießen, denn nur knapp darüber liegt die bisher unerreichte Marke von 25.000 Punkten. Solche halbrunden Hausnummern liegen im Fokus zahlreicher Investorinnen und Investoren, nur selten gelingt dann im ersten Anlauf der Durchbruch.
Aus charttechnischer Sicht hat der DAX den Aufwärtstrend, der sich ab Mitte 2024 bildete, klar nach unten verlassen. Dies mündete jedoch nicht in eine andauernde Abwärtsbewegung, was positiv zu werten ist. Trendbrüche ohne ernsthafte Folgen sind nicht selten ein Indiz für eine weitere Seitwärtsbewegung. Der weniger steile Aufwärtstrend, der seit Herbst 2023 besteht, ist weiterhin intakt. Aktuell verläuft diese Trendlinie bei fast genau 22.000 Punkten und bildet damit eine Kreuzunterstützung mit der dort liegenden horizontalen Unterstützungszone.
DAX weiterhin robust
Zunächst einmal bewegt sich der DAX aber weiterhin inmitten seiner Trading Range. Nicht selten kommt es nach dem Ausbruch aus einer längeren Seitwärtsphase zu einer kräftigen Bewegung. Daher dürfte es sich lohnen, das Geschehen aufmerksam zu verfolgen. Wirtschafts- und geopolitisch bleibt es bei einer gefährlichen Gemengelage aus einer andauernden Rezession und anhaltenden Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Bis dato hat der DAX diese ungünstigen Vorzeichen gut verkraftet, was für eine gewisse Stärke spricht. Trotzdem bleibt abzuwarten, wohin die weitere Reise geht. Ein neues charttechnisches Signal entsteht erst wieder mit einem nachhaltigen Ausbruch aus der Handelsspanne zwischen knapp 23.500 und gut 24.500 Punkten.

Aktien unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Auswirkung von Inflation: Grundsätzlich beeinflusst die Entwicklung der Inflationsrate deinen Anlageerfolg. Ein daraus resultierender Kaufkraftverlust betrifft sowohl die erzielten Erträge als auch dein investiertes Kapital. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Es handelt sich um die Angabe der Bruttowertentwicklung (siehe „Hinweise zu Chart- und Performanceangaben“). Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich deine selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – einer Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage- oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 16.12.2025, Quelle: comdirect.de
