DAX-Chartanalyse: Weiterhin im Aufwind

Key Takeaways
  • DAX hat die nächste Rekordmarke im Blick.
  • Aufwärtstrend weiterhin vollkommen intakt.
  • Anleger blenden schlechte Nachrichten aus.
Portrait von DAX Analyst Oliver Schultze
Portrait von DAX Analyst Oliver Schultze
Oliver Schultze
Chartbüro Dr. Hans-Dieter Schulz
Oliver Schultze analysiert einmal im Monat die aktuelle Entwicklung des DAX für das comdirect Magazin.

Mit dem Verlauf der vergangenen Monate bildete sich ein neuer Aufwärtstrend. Dieser besitzt mit den Zwischentiefs von Ende Oktober und Mitte Februar lediglich zwei Auflagepunkte und kann daher als noch nicht sehr stabil bezeichnet werden. Trotzdem ist die Tatsache, dass sich ein neuer kurzfristiger Aufwärtstrend etablieren konnte, aus Sicht der Anleger erfreulich. Denn nachdem der DAX bereits im Dezember bei knapp 17.000 Punkten scheiterte, hatte er auch im Januar und Februar etliche Wochen lang mit dieser Marke zu kämpfen. Der kräftige Anstieg ab der 2. Februarhälfte untermauerte dann aber die noch immer andauernde Führungsrolle der Bullen.

Dank der jüngsten Kursgewinne hat sich der DAX charttechnisch betrachtet auch recht gut nach unten abgesichert. Die aufwärtsgerichtete Trendlinie, die an den Tiefpunkten seit Ende Oktober anliegt, verläuft aktuell bei knapp 17.700 Zählern und gerät zumindest bei kleineren Rücksetzern nicht in Gefahr. Sollten die Kurse die Trendlinie doch nach unten reißen, rückt der Bereich um 17.000 Punkte ins Visier. Dieses Niveau bremste von Dezember bis Februar den Anstieg und sollte nun als recht tragfähige Unterstützung wirken.

Anleger blenden schlechte Nachrichten aus

Ohnehin scheint die Investoren bei ihrem Run auf Aktien derzeit nichts zu erschüttern. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine dauert nun schon mehr als 2 Jahre an, und aktuell sieht es eher noch nach einer Zuspitzung als nach einer baldigen Lösung aus. Die Inflation bleibt weiterhin relativ hoch, auch die jüngsten Daten konnten keine Hoffnung auf baldige Zinssenkungen wecken. Die Bank of Japan hat sogar gerade die Zinsen erhöht und dies mit einem deutlichen Lohnwachstum begründet. Und die Wachstumsprognosen der OECD für Deutschland sehen nicht gerade vielversprechend aus. Die Aussichten für 2024 hatte die Organisation kürzlich auf 0,3 % halbiert. Für 2025 wird ein Wachstum von 1,1 % erwartet, und damit läge Deutschland deutlich unter der Prognose von 3 % für alle G20-Staaten.

Deutsche Aktien zeigen relative Stärke

Den DAX stört dies alles offenbar wenig, in den vergangenen Wochen zeigte er sogar eine beachtliche relative Stärke gegenüber den US-Leitindizes. Eine obere Umkehrformation zeichnet sich bei Deutschlands bedeutsamstem Index nicht ab. In den vergangenen Monaten wurden Rücksetzer schnell und zuverlässig zurückgekauft. Jedoch sind auch Dow Jones und NASDAQ auf mittelfristige Sicht betrachtet stark überkauft. Naturgemäß ist das Korrekturpotenzial nach kräftigen Aufwärtsbewegungen besonders groß. Daher könnte es, wenn die Kurse erst einmal stärker ins Rutschen kommen, zu einer kräftigen Gegenbewegung kommen. Anleger sollten deshalb bestehende Positionen nicht zu eng, aber konsequent absichern.

Momentan ist die Ausgangslage jedoch noch bullish. Das zähe Ringen um 18.000 Punkte stellt keinen Grund zur Sorge dar. Derartige (leicht) runde Marken sind auch unter psychologischen Aspekten bedeutsam und lösen nicht selten ein Tauziehen zwischen Bullen und Bären aus. Praktisch gilt für diese Hausnummer das Gleiche wie zuvor bei der Marke von 17.000 Punkten: Gelingt dem DAX der Sprung über 18.000 Zähler, per Schlusskurs und mehr als nur einen Tag, winkt ein weiterer Aufwärtsschub.

Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Transaktionskosten, Provisionen und Steuern sind in der Performance des Charts nicht enthalten. Referenzzeitraum: 19.03.2019 bis 19.03.2024, Quelle: comdirect

Aktien unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Auswirkung von Inflation: Grundsätzlich beeinflusst die Entwicklung der Inflationsrate Ihren Anlageerfolg. Ein daraus resultierender Kaufkraftverlust betrifft sowohl die erzielten Erträge als auch Ihr investiertes Kapital. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Es handelt sich um die Angabe der Bruttowertentwicklung (siehe „Hinweise zu Chart- und Performanceangaben“). Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – einer Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage- oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 19.03.2024, Quelle: comdirect.de

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