Skandinavien: Vier Länder mit vielen Stärken

Malerisches Idyllisches Dorf in wunderschöner Lage in Grönland mit bunten Häusern
© Elizabeth via Adobe Stock

Die skandinavischen Aktienmärkte halten sich gut. Die Unternehmen punkten in Traditionsbranchen und mit Nachhaltigkeit.

An den Börsen ging es in diesem Jahr bisher fast überall kräftig bergab. Nur wenige europäische Aktienmärkte konnten für die vergangenen zwölf Monate schwarze Performancezahlen vorweisen – neben Portugal war das allen voran Norwegen. Auch der dänische KFX-Index schnitt deutlich besser ab als etwa der DAX. Die skandinavischen Märkte haben sich wie schon in der Covid-19-Pandemie stabiler gezeigt als die der meisten Nachbarländer. „Das kommt nicht von ungefähr“, sagt der Kölner Vermögensverwalter Winfried Walter. „Die politische, ökonomische und soziale Stabilität in der gesamten Region wirkt sich auf die Märkte positiv aus.“ Zur Stabilität gehören auch ein starkes Bildungssystem und eine hohe Zufriedenheit der Bevölkerung. Im globalen Wohlstandsranking des britischen Legatum Institute rangierten im Jahr 2021 Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland unter insgesamt 167 Staaten auf den Plätzen eins bis vier.

Individuelle Landesstärken

Die vier skandinavischen Nationen stützen sich auf spezifische langjährige Stärken: Schweden hat einen Fokus auf Maschinenbau mit Unternehmen wie Atlas Copco (WKN A3DLE9) und Sandvik (WKN 865956). Norwegen profitiert seit Jahrzehnten von den Einnahmen aus der Ölförderung und gehörte 2020 mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 67.000 US-Dollar zu den fünf einkommensstärksten Ländern der Welt. Die Aktie des von Statoil in Equinor (WKN 675213) umbenannten teilstaatlichen Ölkonzerns befindet sich mit dem Anstieg der Ölpreise im Höhenflug. Dänemark ist allen voran mit Novo Nordisk (WKN A1XA8R) als führendem Hersteller von Diabetes-Medikamenten ein starker Pharmazie-Standort. Finnland dominiert mit dem weltweit zweitgrößten Forstunternehmen Stora Enso (WKN 871004) in der europäischen Waldwirtschaft und Zelluloseherstellung. Auch die Öl und Gas verarbeitende Neste (WKN A0D9U6) hat zuletzt von den steigenden Energiepreisen profitiert.

Gleichzeitig ruht sich die Region nicht auf den Lorbeeren aus. Weltoffenheit, hervorragende Sprachkenntnisse und ein frühes Gespür für nachhaltiges Wirtschaften schlagen sich in immer neuen Geschäftsideen nieder. So hat sich in den vergangenen Jahren eine lebendige Tech-Szene entwickelt, vor allem rund um Spotify (WKN A2JEGN). Schon früh haben die skandinavischen Länder auf Nachhaltigkeit gesetzt. Im Ölland Norwegen etwa werden seit Jahren mehr Elektroautos zugelassen als konventionelle Verbrenner. Der Leergut-Spezialist Tomra Systems (WKN A3DHA0), bekannt aus deutschen Supermärkten, ist schon seit Jahrzehnten in nachhaltigen Aktienfonds vertreten.

Neue Energien sind Trumpf

Stark ist Skandinavien auch bei erneuerbaren Energien, die im Kampf um Klimaneutralität eine entscheidende Rolle spielen. Der dänische Windturbinenhersteller Vestas Wind Systems (WKN A3CMNS) ist seit Jahren Weltmarktführer. Seine Turbinen werden unter anderem von Oersted (WKN A0NBLH) genutzt, einem der größten Konstrukteure von Windkraftanlagen und Offshore-Windparks. Auch in der Wasserstoff-Wirtschaft sind die Länder im hohen Norden führend. Die norwegische Nel ASA (WKN A0B733) etwa ist auf Herstellung, Speicherung und den Vertrieb von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien spezialisiert. Das Volvo-Spin-off PowerCell (WKN A14TK6) produziert Brennstoffzellsysteme für die Energie-, Telekommunikations- und Automobilbranche. Hexagon Purus (WKN A2QKGG) schließlich ist Weltmarktführer für Wasserstoffbehälter.

Investieren per Fonds und ETF

Wer die Risiken von Einzelwerten scheut, kann über Investmentfonds oder ETFs auch breit gestreut auf den skandinavischen Markt setzen. Schon seit mehr als einem Jahrzehnt auf dem Markt sind der Nordea 1 Nordic Equity Fund – AP (WKN A0J3W5) und der Fidelity Funds – Nordic Fund – A (WKN A1T92J). Der DNB Fund – Nordic Equities (WKN 987767) ist bei comdirect im Sparplan erhältlich. Zu den hoch gewichteten Aktien im Portfolio von Fondsmanager Florian Romacker gehören Novo Nordisk und die Nordea Bank (WKN A2N6F4). Überdurchschnittlich schnitten in Skandinavien in den vergangenen Jahren Small und Mid Caps ab. Spezialisierte Fonds sind unter anderem der Nordea 1 Nordic Equity Small Cap Fund (WKN A1W6YT) und der FRAM Capital Skandinavien – R (WKN A2DTLZ). Auch Investitionen via ETF sind möglich. So ist der Amundi Index Solutions MSCI Nordic UCITS ETF (WKN A2H569) bei comdirect als Top-Preis ETF erhältlich. Er investiert in die knapp 90 größten Unternehmen der Region und ist damit noch breiter anlegt als der Nordic 30.

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