Ein Mann, der am frühen Morgen am Fluss entlang läuft und hochspringt
Ein Mann, der am frühen Morgen am Fluss entlang läuft und hochspringt
© aywan88 via Getty Images/iStockphoto

Saisonalität: Sell in May? Eher nicht!

Aktuell gibt es zahlreiche Risikofaktoren für die Märkte. Dennoch favorisieren viele Vermögensverwalter die Anlageklasse Aktien.

Gewöhnlich beginnen Börsianer traditionell ab Mai, an die Absicherung von Gewinnen zu denken. Denn dann enden die im langjährigen Durchschnitt besonders lukrativen Anlagemonate und es droht das Sommerloch mit schwachen Börsen. Aber schon in den vergangenen Jahren ging die Rechnung wegen der Corona-Virus-Pandemie nicht auf. Und auch aktuell wird die jährliche Saisonalität vom Krieg in der Ukraine und der aufflammenden Inflation überdeckt. „In den ersten vier Monaten 2022 hat sich kein Kursgewinnpuffer aufgebaut“, erklärt Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank. „Die geopolitische Großwetterlage hat die ‚Sell in May‘-Regel außer Kraft gesetzt.“

Die Börsen haben die wirtschaftliche Entwicklung bereits frühzeitig eingepreist. Von Januar bis April gaben die US-Börsen sogar so stark nach wie zuletzt in den ersten vier Monaten 1939, Europa und Deutschland haben kaum besser abgeschnitten. Auch um die Konjunktur sieht es zurzeit nicht gut aus. Die ursprünglich erwartete massive Konjunkturerholung wird 2022 ausbleiben. Auch die Volkswirte in Deutschland senkten zuletzt reihenweise die Konjunkturprognosen für das laufende Jahr. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für 2022 nun noch 2,7 % Wachstum, im Herbst hatten sie noch 3,8 % prognostiziert. Die Bundesregierung senkte ihr Wachstumsziel von 3,6 % auf 2,2 %. Noch pessimistischer zeigte sich zuletzt der Sachverständigenrat. Die „Wirtschaftsweisen“ erwarten für 2022 nur noch ein Plus von 1,8 %. Falls die Gaslieferungen aus Russland gestoppt werden, sehen die Berater der Bundesregierung sogar die Gefahr einer Rezession.

Die Inflation ist gekommen, um zu bleiben

Ob es zum vollständigen Stopp der Gaslieferungen kommt, weiß niemand. Sicher dagegen ist, dass sich die Inflation zurückgemeldet hat. In Deutschland lag die Geldentwertung im Juli bei 7,5 %. Aktuell tragen insbesondere die explorierenden Energiepreise und steigende Kosten für Nahrungsmittel besonders stark zur Geldentwertung bei. Aber mit Blick voraus wird die Inflation von vielen Seiten angefacht, erklärt Frédéric Leroux, Mitglied des Strategiekomitees des französischen Investmenthauses Carmignac: „Die Beschleunigung der Energiewende, die Aufstockung der Verteidigungsetats, die Umstrukturierung der Energieversorgung und die Produktions­ver­lagerung sind Entscheidungen, die die Inflation über viele Jahre nähren werden.“ Auch Vermögensverwalter Peter Huber ist sicher: „Die Inflation ist da, um zu bleiben. Sie wird sich wellenförmig ausbreiten, vorübergehende Dämpfer durch Basiseffekte mit einbegriffen.“ Die US-Notenbank hat bereits reagiert und im Mai die Zinsen erneut um 0,5 Prozentpunkte, im Juni gar um 0,75 angehoben. Die EZB hat im Juli nachgezogen.

Inflation und steigende Zinsen, hohe Energiepreise und der Krieg in der Ukraine sowie die Pandemielage und Pandemiestrategie in China bremsen die Aktienmärkte aus. Stefan Breintner, Head of Research & Portfoliomanagement und Fondsmanager bei DJE Kapital AG, sieht einen Paradigmenwechsel: „In den vergangenen Jahren standen vor allem Kriterien wie das Umsatzwachstum im Fokus der Investoren. Jetzt werden Preissetzungsmacht von Unternehmen und eine starke Marktposition aus unserer Sicht wichtiger werden.“ Auch Kriterien wie Bewertung und Dividende dürften eine größere Bedeutung haben als in den vergangenen Jahren. Viele der hochgewetteten Aktien im NASDAQ 100 haben die Trendwende bereits zu spüren bekommen: „Etwa die Hälfte der Papiere hat auf Jahresfrist 30 bis 60 % eingebüßt“, erklärt Breintner.

Mit Sparplänen das Risiko mindern

Also doch „Sell in May and go away“? Eher nicht! Die meisten Vermögensverwalter favorisieren trotz der trüben Aussichten und vielfältigen Risiken weiterhin Aktien als Investment. Das liegt für Stefan Breintner an den mangelnden Alternativen: „Cash bringt bei 7 % Inflation massive Verluste, die Kurse von Anleihen sind wegen der steigenden Zinsen zu Jahresbeginn stark eingebrochen. Die Renditen von Immobilien schließlich leiden unter den hohen Bewertungen und den steigenden Zinsen.“ Allerdings favorisieren viele Vermögens­verwalter wie Breintner aktuell defensivere Werte. In den Portfolios von DJE etwa sind aktuell Energiewerte und Healthcare-Aktien übergewichtet. Sie haben die Preissetzungsmacht, um der Inflation und den vielfältigen Krisenszenarien zu begegnen. Mit Sparplänen können Anleger bei Aktien das Einstiegsrisiko mindern. Geeignet sind dafür aktiv gemanagte Investmentfonds und ETFs.

Mit den 25 Top‐Preis Fonds von comdirect können Anleger ohne Ausgabeaufschlag im Sparplan und in der Einmalanlage investieren (alle Konditionen zu den Top-Preis Fonds finden Sie hier). Alle Fonds erfüllen einen hohen Qualitätsstandard – sie sind mit mindestens vier Sternen im Morningstar-Rating ausgezeichnet. Das Potenzial deutscher Aktien können Anleger mit dem DWS Aktien Strategie Deutschland – LC EUR ACC (WKN 976986) nutzen. Europäische Aktien deckt zum Beispiel der Comgest Growth Europe – EUR DIS Fonds (WKN A0JC8V) ab. US-Werte finden sich zum Beispiel im AB SICAV I American Growth Portfolio (WKN 986838). Mit den Top-Preis Fonds können Anleger aber auch in die globalen Aktienmärkte investieren, zum Beispiel mit dem Pictet‐Global Megatrend Selection‐P (WKN A0X8JZ).

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Aktien, Fonds und ETF unterliegen Kursschwankungen. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – einer Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 03.08.2022; Quelle: comdirect.de

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