Kupfer, Eisenerz und Co Rendite mit Rohstoffen

Rohstoffe
© sykono via GettyImages / iStockphoto

Für den Rohstoffbedarf der Zukunft fehlt es an neuen Minen. Das treibt die Preise insbesondere bei Industriemetallen.

Schon vor der Corona-Virus-Pandemie waren die Rohstoffpreise abgerutscht. Im Frühjahr 2020 rauschten die Preise für Kupfer und Eisenerz dann richtig in den Keller – für ein Barrel Öl sackte die Notierung am Terminmarkt sogar kurz ins Minus. Das heißt: Wer Öl verkaufen wollte, musste sogar Geld zuschießen. Diese Zeiten sind mittlerweile vorbei. Mit anhaltenden Lockerungen und der weltweiten konjunkturellen Aufhellung haben sich auch die Preise für Energie- und Industrierohstoffe erholt. Kupfer hat allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres rund 35 % zugelegt und kletterte zwischenzeitlich mit über 10.000 US-Dollar pro Tonne auf den höchsten Stand seit 2011. Zwar gab der Kurs zuletzt wieder etwas nach. Aber es gibt gute Gründe für nachhaltig steigende Kupferpreise. „Langfristig wird die Kupfernachfrage von Zukunftsthemen profitieren wie zum Beispiel der Elektromobilität, der Dekarbonisierung und dem Ausbau der 5G-Mobilfunktechnologie“, erklärt Daniel Briesemann, Rohstoff-Analyst der Commerzbank.

Rohstoffnachfrage nimmt zu

Der Blick auf Kupfer ist so wichtig, weil das Metall breit eingesetzt wird – speziell in der Elektroinfrastruktur. Die globale Kupferindustrie steht dabei vor erheblichen Herausforderungen: Trotz Milliardeninvestitionen werden kaum noch neue Kupfervorkommen entdeckt. Zudem sind viele Kupferminen alt und weitgehend ausgebeutet. Dieses Umfeld spricht auf der einen Seite für steigende Kosten der Kupferproduzenten. Auf der anderen Seite aber dürften sie diese Kosten wegen des hohen Bedarfs an Kupfer an die Kunden überwälzen. Investoren können profitieren – mit Aktien von spezialisierten Kupferproduzenten wie Freeport-McMoRan (WKN 896476) oder breit diversifizierten Rohstoffkonzernen wie BHP Group (WKN 850524) oder Rio Tinto (WKN 852547). Bei den beiden Giganten spielt Kupfer eine wichtige Rolle im Produktmix. Hinzu kommt bei ihnen ein Fokus auf aussichtsreiche Industrierohstoffe wie beispielsweise Eisenerz, das in der Stahlindustrie benötigt wird. 2021 erreichte der Preis für Eisenerz mit über 200 US-Dollar pro Tonne den höchsten Stand seit 2011. In den großen Eisenerzminen Australiens liegen die Produktionskosten unter 30 US-Dollar. Das sichert den großen Rohstoffkonzernen hohe operative Margen.

Ölpreis im Aufwärtstrend

Auch der Ölpreis hat binnen Jahresfrist enorm zugelegt. So überwand der Preis für ein Barrel Brent (die maßgebliche europäische Sorte) die Marke von 70 US-Dollar. Die Preise sind gestiegen, weil es Hoffnungen auf eine deutliche Nachfrageerholung gibt. Die Experten der International Energy Agency (IEA) erwarten, dass der Verbrauch in den Industrieländern zwar nicht mehr auf das Vor-Corona-Niveau zurückkehren wird. Aber ab 2023 dürfte die Nachfrage in den Schwellenländern so stark steigen, dass der Gesamtverbrauch neue Rekordstände erreichen sollte. Öl bleibt bis auf Weiteres der Schmierstoff der Weltwirtschaft. Daran wird auch der Boom bei der E-Mobilität wenig ändern.

Die zunehmende Nachfrage hat sich bereits auf die Kurse der großen Ölkonzerne ausgewirkt, die sich von den Tiefständen im Frühjahr 2020 deutlich erholt haben. Die großen Namen der Branche wie Royal Dutch Shell (WKN A0D94M) oder auch BP (WKN 850517) dürften bei Ölpreisen um die 70 US-Dollar in den kommenden Jahren wieder hohe Gewinne erzielen. Nach dem Milliardenverlust 2020 erwarten die Analysten bei BP nach den Zahlen des Datendienstleisters FactSet für das laufende Geschäftsjahr wieder eine Rückkehr in die Gewinnzone mit 0,45 US-Dollar pro Aktie, bei Royal Dutch sollen sie von minus 2,78 Dollar pro Aktie (2020) auf plus 2,31 US-Dollar (2021) steigen.

Breit in Rohstoffe investieren

Neben den Einzeltiteln ist die Auswahl für Investoren mit einem breiten Ansatz im Rohstoffsektor riesig. Indizes bilden das Geschehen sehr gut ab – und mit einem ETF ist der Einstieg einfach, etwa mit dem iShares Diversified Commodity SWAP ETF (WKN A0H072). Dieser ETF bildet den Bloomberg Commodity Index ab, der einen breiten Zugang zu den Terminmärkten von Rohstoffen aus den Sektoren Energie, Industriemetalle, Edelmetalle und Agrarrohstoffe liefert. Durch das jährliche Rebalancing ist auch gewährleistet, dass kein Sektor zu groß wird.

Wer mit einem breiten Mix in Rohstoffaktien investieren will, findet bei aktiv gemanagten Fonds eine große Auswahl. Ein Klassiker ist der BGF World Mining (WKN 986932). Die größte Position ist hier mit einem Anteil von knapp 9 % das auf die Förderung von Eisenerz und Nickel spezialisierte brasilianische Unternehmen VALE SA. Rio Tinto und Freeport-McMoRan gehören mit mehr als 7 % auch noch zu den Top-Positionen des Fonds.

Aktien und ETFs unterliegen Kursschwankungen. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 01.09.2021; Quelle: comdirect.de