Reisende Menschen mit Koffern
Reisende Menschen mit Koffern
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Reisezeit: Sonnige Aussichten für den Tourismus

Der Nachholbedarf der Bundesbürger ist riesig. Von den Erhöhungen der Reisepreise profitiert die Tourismus- und Freizeitbranche.

Die Reiselust der Bundesbürger ist so groß wie lange nicht mehr. Dies geht aus einer Umfrage der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen hervor. Demnach geben rund 61 % der Befragten an, in diesem Jahr auf jeden Fall verreisen zu wollen. Das entspricht einem historischen Höchststand. Auch in vielen anderen Nationen ist die Reiselust wieder erwacht. Gemäß den Prognosen des „Mobility Market Outlook“ des Datenspezialisten Statista soll das Wachstum der Reisebranche 2022 weltweit bei 48 % liegen. Besonders optimistisch fallen die Schätzungen für die Bereiche Kreuzfahrten (plus 177 % gegenüber 2021) und Hotellerie (plus 57 %) aus. Im kommenden Jahr dürfte das Vor-Corona-Niveau wieder überschritten werden.

Hohe Auslastung, optimistische Prognosen

Für Carsten Spohr, Vorstandschef der Lufthansa Group (WKN 823212), waren es insbesondere die Osterferien, die den Umschwung gebracht haben. Die Buchungszahlen sind förmlich explodiert. „In diesem Sommer werden voraussichtlich so viele Menschen mit den Airlines der Lufthansa-Gruppe in den Urlaub fliegen wie nie zuvor“, verkündete er im Mai bei der Präsentation der Zahlen für das erste Quartal. Besonders stark nachgefragt seien Ziele in den USA, Südamerika und im Mittelmeerraum. Auch bei TUI (WKN TUAG00) schießen die Buchungszahlen in die Höhe. Für die Hauptreisezeit erwartet das Management des arg gebeutelten Touristikkonzerns Umsätze nahe den 2019er-Zahlen. Gleichzeitig ist für das laufende Geschäftsjahr (Oktober 2021 bis September 2022) die Rückkehr in die operative Gewinnzone angepeilt. Förderlich dürfte dabei sein, dass bei TUI Cruises wie bei fast allen anderen Kreuzfahrt­gesell­schaften Ende Mai die Maskenpflicht gefallen ist.

Während große Teile der Welt im Sommer also unterwegs sein werden, gilt dies wohl nicht für die oft recht zahlungskräftigen russischen Kunden. Negativ machen sich auch die gestiegenen Treibstoffpreise bemerkbar, die nicht vollständig auf die Kunden umgelegt werden können. Wie es mit dem Reiseboom nach Auslaufen der Nachholeffekte weitergehen wird, ist daher nicht sicher. Aber zumindest Airbnb (WKN A2QG35), Betreiber der weltweit führenden digitalen Plattform zur Vermittlung von privaten Zimmern und Ferienwohnungen, meldete zuletzt eine historisch hohe Nachfrage für das vierte Quartal 2022. Das deutet auf eine deutlich über die starken Sommermonate hinaus anhaltende Reiselust hin.

Tourismus-ETFs und EACH-Basket

Von der sich abzeichnenden Erholung dürfte die gesamte Reisebranche profitieren. Breit abdecken lässt sich das Reisesegment etwa mit ETFs auf den STOXX Europe 600 Travel & Leisure Index, wie sie unter anderem von Lyxor (WKN LYX02U) und iShares (WKN A0H08S) angeboten werden. Bekannte Indexmitglieder sind neben Lufthansa und TUI unter anderem die Hotelketten Accor (WKN 860206) und InterContinental Hotels Group (WKN A2PA4R). Eine Alternative zu den ETFs kann der „EACH-Basket“ von Vontobel sein. Das entsprechende Partizipations-Zertifikat (WKN VP6R3V) spiegelt die durchschnittliche kumulierte Kursentwicklung von 14 Unternehmen der Reiseindustrie aus den Bereichen Entertainment, Airlines, Cruises und Hotels wider. Enthalten sind unter anderem die Aktien verschiedener Hotelgruppen und Airlines, aber auch die der weltgrößten Kreuzfahrtunternehmen, Carnival Corp. (WKN 120100), Royal Caribbean Cruises (WKN 886286) und Norwegian Cruise Line (WKN A1KBL8). Die Laufzeit des Zertifikats endet am 28.08.2023.

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