Frau mit Sonnenbrille, Einkaufstaschen und Hut schaut auf ihr Smartphone
Frau mit Sonnenbrille, Einkaufstaschen und Hut schaut auf ihr Smartphone
© Shopping King Louie via Adobe Stock

Wie Anleger vom Black Friday profitieren können: Black Friday sorgt für satte Umsätze

Onlinehändler, Modemarken und Anbieter von Elektronikgeräten und Smartphones profitieren vom Einkaufsfieber nach Thanksgiving.

„Happiness is not in money, but in shopping” sagte Marilyn Monroe in den 1950er Jahren. Auf Sonderangebote war die Hollywood-Diva zwar nicht angewiesen. Aber möglicherweise hätte auch sie den „Black Friday“ geliebt. Der jedoch wurde er erst nach ihrem Tod in den späten 1960 Jahren in den USA populär: Inzwischen suchen fast alle Amerikaner ihr Glück beim Kauf an jenem Freitag nach Thanksgiving, das am vierten Donnerstag im November gefeiert wird. Anders als der schwarze Freitag 1929 mit seinem Börsencrash ist dieser „Black Friday“ ein Anlass für Freude – auch für den nordamerikanischen Einzelhandel, der seinen umsatzstärkste Tag im Jahr begeht.

Black Friday wurde zum weltweiten Phänomen

Seit der Jahrtausendwende hat sich der Black Friday durch den Online-Handel weiter etabliert. Vor allem online wurde auch der Montag nach dem Black Friday populär – der sogenannte „Cyber Monday“. Inzwischen gibt es sogar eine ganze „Black Week“. Wie das Halloween-Fest breitete sich auch der Black-Friday-Trend weltweit aus. Nach ersten zarten Anfängen im Jahr 2006 wurden in Deutschland 2021 schon Waren für rund fünf Milliarden Euro umgesetzt: „Ein Drittel (34%) der 18- bis 69-jährigen Konsumenten haben Ende November 2021 mindestens ein Black-Friday-Aktionsangebot genutzt“, erläutert Oliver Gaedeke, Geschäftsführer der Kölner Konsumforschungs- und Strategieberatung Sirius Campus. Für Markenmanagement und den Wert von Unternehmen habe der Tag große Bedeutung bekommen, urteilt Gaedeke: „Bei geschickter Gestaltung der Kampagne wird Markenstärke, Bekanntheit und Vertrauen aufgebaut. Der eigentliche Gewinn liegt dann im weiteren Ausbau der neuen Kundenbeziehungen.“

Mode und Elektronik besonders gefragt

Inzwischen machen Unternehmen aus fast allen Branchen spezielle Black Friday-Angebote. Dominant bleiben jedoch die Sektoren Mode (Kleidung und Schuhe) sowie Elektronik. Jeweils knapp 50 % aller Black-Friday-Käufer haben nach der Erhebung von Sirius im Vorjahr in diesen Segmenten zugeschlagen. Davon profitieren die Anbieter preiswertere Mode wie etwa Zara-Konzernmutter Inditex (WKN A11873), aber auch Luxusanbieter wie die französischen Konzerne LVMH (WKN 853292) oder Kering (WKN 851223)mit Marken wie Louis Vuitton oder Gucci. Im Segment der Elektronik sind vor allem Fernseher und Unterhaltungselektronik gefragt. Die japanische Sony (WKN 853687) kann auf Umsatzspitzen hoffen. Außerdem gibt es traditionell Sonderangebote bei Laptops, Pads und Smartphones. Davon profitiert neben Samsung (WKN 881823)vor allem Apple (WKN 865985). Das teuerste Unternehmen der Welt gehörte in Deutschland zu den Black-Friday-Pionieren und steigerte zuletzt im 3. Quartal dank der Stärke beim iPhone den Umsatz um 8 % auf 90 Milliarden Dollar.

Amazon: Händler profitieren besonders stark

Noch auffälliger als bei einzelnen Marken ist die Wirkung des „Black Friday“ bei den Onlinehändlern. 2021 erfolgten 42 % der Black-Friday-Einkäufe in Deutschland über Online-Versandhändler, allen voran über Amazon (WKN 906866). Der Online-Gigant gehört zu den teuersten Unternehmen der Welt. Obwohl nach der Pandemie der Präsenzhandel etwas aufgeholt hat, steigerte Amazon weiterhin Umsatz und Gewinn. Am Black Friday schlagen traditionell vor allem die weltweit über 200 Millionen Amazon-Prime-Mitglieder zu, die neben dem Gratis-Streaming von Filmen auch den Gratisversand nutzen können. Die Aktie hat sich trotz des jüngsten Rückschlags insgesamt besser gehalten als viele Werte aus dem Technologiesegment.

Etsy – Spezialist für Bastler

Mit Amazon kann kein Unternehmen aus dem Online-Handel konkurrieren. Das New Yorker Unternehmen Etsy (WKN A14P98) hat allerdings eine interessante Marktnische gefundne. Auf der Etsy-Plattform können Bastler und Handwerker ihre selbst erstellten Produkte verkaufen. Seit 2015 ist die im Jahr 2005 gegründete Etsy börsennotiert und hat inzwischen eine Marktkapitalisierung von rund 13 Milliarden Dollar erreicht. Das vierte Quartal ist traditionell bei weitem das stärkste. Dann sorgen die Black Week und das Weihnachtsgeschäft für Rekordwerte bei Umsatz und Gewinn.

Zalando hofft auf Trendwende

Rekordwerte konnte Zalando (WKN ZAL111)zuletzt nicht vermelden. Das Berliner Unternehmen verlor für das Jahr 2021 den dritten Platz im Ranking der Online-Händler an mediamarkt.de. Vor allem im zweiten Quartal 2022 litt das DAX-Unternehmen unter der Konsumflaute. Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 % auf 2,6 Milliarden Euro zurück, das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) rutschte sogar von 184 auf 77 Millionen Euro ab. Spätestens im Weihnachtsquartal will Zalando die Trendwende schaffen. Die Analysten sind überwiegend optimistisch. Im comdirect Analystenscore notiert das Unternehmen bei überdurchschnittlichen 56 %.

Investieren in ETFs

Der Schub des Black Friday kann ein Zeitpunkt sein, über die Investition in Konsumaktien nachzudenken. Dabei bieten sich auch Gesamtlösungen via ETF an, etwa der xtrackers MSCI USAConsumer Discretionary UCITS ETF (WKN A1W9KB). Der ETF enthält knapp 70 Mid- und Large Caps aus dem US-Konsumgüterbereich. Zu den am höchsten gewichteten Werten gehören Amazon, aber auch Unternehmen wie Tesla, Home Depot und Nike. Das Pendant für den europäischen Markt ist der SPDR MSCI EuropeDiscretionary UCITS ETF(WKN A1191M) . Die rund 50 Unternehmen aus dem Fonds stammen vor allem aus den Sektoren Elekrogeräte, Schmuck, und Autosektor. Das höchste Gewicht im ETF hat der Französische Konsumgigant LVMH (WKN 853292).

Aktiv gemanagte Luxusfonds

Eine Alternative zu ETFs sind aktiv gemanagte Aktienfonds. Insbesondere für Marken- und Luxusartikel haben sich in den vergangenen Jahren zwei Fonds besonders etabliert. Im Pictet Premium Brands P (WKN A0F5EC) sind zurzeit die französischen Marken LÓréal (WKN 853888), Essilor-Luxottica (WKN 863195) und das amerikanische Kreditkartenunternehmen Visa (WKN: A0NC7B)besonders hoch gewichtet. Beim GAM Luxury Brands A (A0NCNW) prägen aktuell neben LVMH die Schweizer Richemont (WKN A1W5CV)und die italienische Sportwagenschmiede Ferrari das Portfolio (WKN A2ACKK).

Mit jedem Einkauf Geld anlegen

Auch beim Shoppen können comdirect Kunden Geld anlegen. Das geht via comdirect Bonus-Sparen. Mit dem Bonus-Sparen ist der Einstieg in die Wertpapieranlage einfach und mit kleinen Beträgen möglich: Sie können für jeden Einkauf und jede Reisebuchung bei unseren aktuell über 1200 Online-Partnern einen Bonus von bis zu 20 % erhalten. Wir legen Ihre Gutschriften ab einem Gesamtwert von 10 Euro automatisch für Sie im Indexfonds Lyxor Portfolio Strategy (WKN ETF701) an. Das comdirect Bonus Sparen ist für Kunden kostenlos – Black-Friday-Käufe sind ein guter Anlass, sich für die Aktion anzumelden.

Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Partizipations-Zertifikaten besteht als Schuldverschreibung zudem ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis hin zum Totalverlust eintreten. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – einer Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 16.11.2022; Quelle: comdirect.de

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