Coca-Cola vs. Airbnb – Zwei Coca-Cola-Flaschen stehen auf einem Holztisch.
Coca-Cola vs. Airbnb – Zwei Coca-Cola-Flaschen stehen auf einem Holztisch.
© leksann via Adobe Stock

Nimm 2: Coca-Cola vs. Airbnb

Key Takeaways
  • Coca-Cola und Airbnb stehen in Paris im Blickpunkt.
  • Coca-Cola ist gut ins Jahr 2024 gestartet.
  • Airbnb steigert Zahl der Gastgeber deutlich.

Pro Coca-Cola

(WKN 850663)

  • Stabiles Traditionsunternehmen:
    Coca-Cola ist der bekannteste Name unter den Softdrink-Herstellern dieser Welt. Sie ist in nahezu allen Regionen auf dem Globus erhältlich. Zudem hält die 1886 gründete Company die Rechte an mehr als 500 weiteren alkoholfreien Getränkemarken: Limos wie Fanta, Sprite, Mineralwässer wie Vio und Apollinaris und Spezialitäten wie Fuze Tea oder Monster. Sie werden teilweise nur regional verkauft.
  • Guter Start ins Jahr:
    Coca-Cola hat im ersten Quartal dank höherer Preise besser als erwartet abgeschnitten und erhöhte daraufhin die Umsatzprognose für 2024. Von Januar bis März stieg der Umsatz zwar nur um 3 % auf 11,3 Milliarden US-Dollar. Währungs- und portfoliobereinigt lag das organische Wachstum jedoch bei 11 %. Für das Gesamtjahr erwartetet Coca-Cola jetzt ein Plus von 8 bis 9 %.
  • Zuversichtliche Analysten:
    Coca-Cola steht bei den Experten traditionell hoch im Kurs. Aktuell stufen vier von sechs Analysten die Aktie des Unternehmens aus Atlanta als „Kauf“ ein. Zwei votieren für „Halten“, kein einziger für „Verkauf“. Der comdirect Analystenscore liegt damit bei überdurchschnittlichen 67 %.

Pro Airbnb

(WKN A2QG35)

  • Starke Marke:
    Binnen 15 Jahren hat sich das 2008 gegründete Airbnb zum weltweit bekanntesten Vermietungsportal für Privatunterkünfte entwickelt. Mehr als vier Millionen Gastgeber bieten auf der Plattform annähernd acht Millionen Mietwohnungen für Übernachtungen an. Die Gewinnmargen des Unternehmens sind hoch.
  • Guter Jahresanfang:
    Airbnb hat seinen Umsatz im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 um rund 18 % auf einen neuen Rekordwert von 9,9 Milliarden US-Dollar gesteigert. Der Nettogewinn konnte dank einmaliger Steuereffekte sogar auf 4,8 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt werden. Auch im ersten Quartal 2024 legte der Umsatz zu – er stieg um 18 % auf 2,1 Milliarden Dollar und lag damit über den Analystenprognosen.
  • Zuwachs bei den Vermietern:
    In dem Portal wurden Ende des Jahres mehr als 7,7 Millionen Unterkünfte für Übernachtungen inseriert – ein deutlicher Anstieg von 18 % im Vergleich zum Vorjahr. Das größte Wachstum gab es in der Region Asien-Pazifik und Lateinamerika.

Contra Coca-Cola

(WKN 850663)

  • Schwierige Zeiten für Markenaktien:
    In den vergangenen Jahren ist die Performance von Markenaktien wie Coca-Cola hinter der Entwicklung bei Technologiewerten zurückgeblieben. Trotz der guten Geschäftszahlen und umfangreichen Sponsorings liegt die Aktie des globalen Getränkekonzerns unter dem Hoch aus dem Jahr 2022.
  • Hohe Bewertung:
    Die Aktie von Coca-Cola ist traditionell hoch bewertet. Aktuell liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis 2024 bei rund 22. Die Bewertung relativiert sich jedoch durch die beeindruckende Dividendenkonstanz. Seit über 50 Jahren hat das Unternehmen aus Atlanta die Ausschüttungen jährlich gesteigert. Zurzeit liegt die Dividendenrendite bei rund 3,1 %.
  • Starker Dollar:
    Die relative Stärke des amerikanischen Dollar wirkt sich traditionell dämpfend auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung des Konzerns aus. Das zeigte sich auch im ersten Quartal dieses Jahres. Mit einer Trendwende an den Devisenmärkten ist vorerst nicht zu rechnen – zumal die EZB und andere Notenbanken noch vor der Fed die Zinswende eingeleitet haben.

Contra Airbnb

(WKN A2QG35)

  • Gedämpfte Wachstumsprognosen:
    Die Umsatzprognose von Airbnb für das zweite Quartal fiel mit 2,68 bis 2,74 Milliarden Dollar enttäuschend aus. Ein Grund: Das Osterfest mit seiner traditionell starken Reisetätigkeit fiel in diesem Jahr schon in den März. Die Umsätze werden im zweiten Quartal fehlen. Auch grundsätzlich sind Airbnb und die Analysten für das Gesamtjahr 2024 skeptisch. Das Umsatzplus dürfte in diesem Jahr nur einstellig ausfallen.
  • Ambitionierte Bewertung:
    Die Aktie von Airbnb ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis 2024 von rund 33 recht hoch bewertet. Außerdem können die Anleger vorerst nicht mit Dividendenausschüttungen rechnen. Seit dem Börsengang im Jahr 2020 hat sich die Aktie im Vergleich zum damaligen Eröffnungskurs per saldo kaum bewegt. Sie ist damit hinter der Marktentwicklung zurückgeblieben.
  • Zunehmende Beschränkungen:
    Mit seinem Geschäftsmodell hat sich Airbnb in den vergangenen Jahren wenig Freunde gemacht. Insbesondere von Verantwortlichen in den Großstädten wird das Vermietungsportal für steigende Mietpreise verantwortlich gemacht. Metropolen wie etwa New York reagieren bereits mit Restriktionen, die die Geschäftsentwicklung verlangsamen könnten.

Aktien unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Auswirkung von Inflation: Grundsätzlich beeinflusst die Entwicklung der Inflationsrate Ihren Anlageerfolg. Ein daraus resultierender Kaufkraftverlust betrifft sowohl die erzielten Erträge als auch Ihr investiertes Kapital. Es handelt sich um die Angabe der Bruttowertentwicklung (siehe „Hinweise zu Chart- und Performanceangaben“). Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Der comdirect Analystenscore errechnet sich aus der Gesamtzahl der Analysten, die diese Aktie bewerten. Die negativen Einschätzungen (Verkaufen) werden von den positiven (Kaufen) subtrahiert und das Ergebnis durch die Gesamtzahl aller Einschätzungen (Kaufen, Halten, Verkaufen) dividiert. Diese Zahl wird mit 100 multipliziert, um den Prozentwert darzustellen. Bei den hier dargestellten Informationen und 2Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – einer Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage- oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 24.06.2024, Quelle: comdirect.de

Heinz-Peter Arndt, Diplomvolkswirt und Diplomjournalist, schreibt seit über 30 Jahren über Konjunktur, Finanzmärkte und private Geldanlage
Heinz-Peter Arndt, Diplomvolkswirt und Diplomjournalist, schreibt seit über 30 Jahren über Konjunktur, Finanzmärkte und private Geldanlage
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Heinz-Peter Arndt
Der Diplomvolkswirt und Diplomjournalist schreibt seit mehr als 30 Jahren über Konjunktur, Finanzmärkte und private Geldanlage.
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