Ausblick Neue Rekorde im zweiten Börsenhalbjahr?

Eine Frau sitzt am Schreibtisch und kuschelt mit ihrem Hund
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Die Aktienmärkte schnitten im 1. Halbjahr gut ab. Die Unternehmensgewinne stiegen, aber auch die Angst vor der Inflation.

Die dritte Welle der Corona-Virus-Pandemie hatte die Welt auch noch über weite Teile des ersten Halbjahres 2021 im Griff. Allerdings kümmerten sich die Finanzmärkte kaum darum. Im Gegenteil: Die vehemente Aufholjagd, die im April 2020 begonnen hatte, setzte sich nahezu uneingeschränkt fort. Im Juni erklommen DAX, NASDAQ und MSCI World Index sogar neue Allzeitrekorde. „Nie in der Geschichte ging es nach einer Krise schneller wieder aufwärts – weder in der großen Depression noch nach dem Schwarzen Montag 1987 oder nach der Dotcom-Krise nach der Jahrtausendwende“, erklärt der Kölner Vermögensverwalter Winfried Walter.

„Nach dem Ende des Lockdowns haben wir es mit einer außergewöhnlich starken Stimmungsaufhellung zu tun.“

Ulrich Kater, Chef-Volkswirt der DekaBank

Die konjunkturellen Aussichten für das zweite Halbjahr bleiben gut, denn die wirtschaftliche Aufholjagd ist im Gange. China gelang schon 2020 ein Wachstum von 2 %, in diesem Jahr könnte es fast zweistellig ausfallen. In den USA hat die Fed gerade ihre Konjunkturprognose für 2021 von 6,5 % auf 7 % angehoben. Allein in Europa blieb das Wachstum zuletzt noch unbefriedigend. Nach zwei schwachen, von Lockdowns geprägten Quartalen vor und nach der Jahreswende dürfte es aber im Frühjahr in Schwung gekommen sein. Die europäischen Einkaufsmanagerindizes jedenfalls zogen zuletzt deutlich an. Und in Deutschland sind die Unternehmer zunehmend optimistisch: „Der Juni-Anstieg des Ifo-Geschäftsklimas auf 101,8 Punkte war der siebtstärkste aller Zeiten“, sagt Ulrich Kater, Chef-Volkswirt der DekaBank. „Nach dem Ende des Lockdowns haben wir es mit einer außergewöhnlich starken Stimmungsaufhellung zu tun.“

Aktien profitieren bei niedrigen Leitzinsen

Dem Konjunkturaufschwung sollten die Unternehmensgewinne folgen. Von der Berichtssaison für das zweite Quartal erwarten Analysten weltweit positive Überraschungen. Gleichwohl lässt sich aus der Gewinnererholung nicht ableiten, dass der Börsentrend weiter gradlinig aufwärts zeigt. Dafür sind die Kurse zu rasant gestiegen. Die Bewertungen der Aktien liegen weit über dem historischen Durchschnitt und die Gewinnsteigerungen der Unternehmen hat der Markt schon weitgehend fest eingeplant. Zudem hat sich die Inflation zurückgemeldet. In Europa liegt sie derzeit bei 2 %, in Deutschland bei 2,5 % und die EZB erwartet für Deutschland im Herbst sogar eine Rate von 4 %. In den stark wachsenden USA lag die Geldentwertung schon im Mai mit 5 % darüber.

Die anziehende Inflation könnte die Notenbanken zu einer früheren Anhebung der Leitzinsen als bisher geplant veranlassen. Das befürchten zumindest einige professionelle Anleger. „Zuletzt gab es an den Märkten eine starke Verschiebung zugunsten von Aktien der Old Economy – die sogenannten Reflation Trades“, sagt Winfried Walter. Wenn die Inflation anzieht, sind Wachstumsaktien benachteiligt, weil die zukünftigen Gewinne stärker abgezinst werden müssen. Ob sich die Inflation negativ auf den gesamten Aktienmarkt auswirkt, hängt von der Reaktion von Fed, EZB und Co ab.

„Verzichten die Notenbanken auf eine deutliche Straffung der Geldpolitik, gehören vor allem Aktien und Unternehmensanleihen zu den Gewinnern – insbesondere, wenn die Konjunktur weiter gut läuft“, sagt Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei der Vermögensverwaltung Eyb & Wallwitz. Die Unternehmen würden nach seiner Einschätzung nominal mehr umsetzen und könnten ihre Gewinnmargen steigern, solange die Produktions- und Finanzierungskosten im Rahmen und Kreditausfälle begrenzt blieben. Anleger sollten sich auf Segmente konzentrieren, die von den jeweiligen Preisanstiegen am stärksten profitieren. Dazu gehören für Mayr zyklische Werte wie Banken, Baustoffe und Rohstoffe, aber auch Versorger und Telekommunikationsunternehmen.

Wir fragen unsere Leser: Steigt der DAX 2021 noch weiter?

Langfristig aufstellen

Mayr schätzt aktuell die anziehenden Inflationsraten noch als temporäre Erscheinung ein. Aber die Angst vor Leitzinsanhebungen kann jederzeit verstärkt aufflackern. Insbesondere bei Einzelwerten und hoch bewerteten Aktien aus der Technologiebranche sieht Vermögensverwalter Winfried Walter im weiteren Jahresverlauf die Gefahr zwischenzeitlicher Rückschläge: „Mit Sparplänen können Anleger zunehmender Volatilität begegnen“, empfiehlt er eine vorsichtigere Strategie. Bei comdirect gibt es dafür mehrere kostengünstige Möglichkeiten. So können Anleger mit den 140 Top-Preis ETFs von den sechs renommierten Partnern Amundi, Franklin Templeton, iShares, Lyxor, VanEck und Xtrackers weltweit in die die Märkte investieren. Im Sparplan fällt ab 25 Euro kein Orderentgelt an (alle Informationen zu den Top-Preis ETFs von comdirect finden Sie hier).

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Aktien, Fonds und ETF unterliegen Kursschwankungen. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Partizipations-Zertifikaten besteht als Schuldverschreibung zudem ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis hin zum Totalverlust eintreten. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 28.07.2021; Quelle: comdirect.de