Mann nutzt Social-Media-Apps auf seinem Smartphone.
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© stnazkul via Adobe Stock

Nimm 2: Meta vs. Alphabet

Key Takeaways
  • Technologiekonzerne steigern Umsatz und Gewinn deutlich.
  • Die Zukunftssparten sind weiterhin Zuschussgeschäfte.
  • Bei den Analysten sind Meta und Alphabet beliebt.

Pro Meta
(WKN: A1JWVX)

  • Meta dominiert die sozialen Netzwerke:
    Meta (früher Facebook) ist das führende Social-Media-Unternehmen der Welt. Mit Facebook, WhatsApp und Instagram realisiert die Plattform von Mark Zuckerberg Synergieeffekte und hat nahezu drei Milliarden täglich aktive Nutzer. Im Oktober 2021 wurde Facebook in Meta Platforms umbenannt.
  • Steigende Gewinne:
    Im dritten Quartal 2023 lief das Werbegeschäft von Meta auf vollen Touren. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 23 % auf gut 34 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte gegenüber dem schwachen Vorjahr überproportional zu. Er sprang von 4,4 Milliarden Dollar auf 11,6 Milliarden Dollar.
  • Beeindruckender Analystenscore:
    Meta hat sich in der Gunst der Experten wieder nach oben gearbeitet. Acht von neun Analysten sehen die Aktie zurzeit als Kauf. Ein einziger empfiehlt „Halten“, keiner gibt eine Verkaufsempfehlung ab. Damit liegt der comdirect Analystenscore bei sehr hohen 89 %.

Pro Alphabet
(WKN: A14Y6F)

  • Google im Mittelpunkt:
    Google ist der Kern der Alphabet-Holding. Die 1998 gegründete Suchmaschine und ihre Werbedienstleistungen prägen das Internet seit 25 Jahren. Zudem bedient Alphabet mit YouTube auch das junge Publikum. Die „Google Cloud“ und „Other Bets“ runden das Portfolio ab. Künstliche Intelligenz spielt beim Technologiekonzern eine zunehmend wichtige Rolle.
  • Umsatz und Gewinne steigen:
    Im dritten Quartal des Jahres 2023 erzielte Alphabet einen Umsatz von 76,7 Milliarden US-Dollar. Das waren 11 % mehr als im Vorjahr. Der Gewinn legte überproportional um 40 % auf 19,7 Milliarden US-Dollar zu. Der Gewinn pro Aktie lag bei 1,55 US-Dollar und damit um zehn Cent über den Analystenerwartungen.
  • Optimistische Experten:
    Die Aktie von Alphabet ist bei den Analysten schon lange beliebt. Das hat sich zuletzt nicht geändert. Sechs von sieben Experten im comdirect Analystenscore sehen die Aktie als „Kauf“. Nur ein einziger rät zum „Halten“, niemand zum „Verkaufen“. Der comdirect Analystenscore liegt bei überdurchschnittlichen 86 %.

Contra Meta
(WKN: A1JWVX)

  • Metaverse mit enttäuschenden Zahlen:
    Mark Zuckerbergs Vision Metaverse kommt nicht in Schwung. Allein im dritten Quartal lag der operative Verlust der Sparte Reality Labs bei 3,74 Milliarden Dollar. Zugleich sank der Umsatz von 285 auf noch magerere 210 Millionen Dollar. In den ersten neun Monaten des Jahres 2023 betrug der operative Verlust von Reality Labs 11,5 Milliarden Dollar.
  • Kursrückgang droht:
    Die Meta-Aktie hat in den vergangenen 15 Monaten eine beeindruckende Aufholjagd gezeigt. Der Kurs hat sich nach dem tiefen Sturz zuvor in diesem Zeitraum nahezu vervierfacht. Entsprechend deutlich könnte ein Rückschlag ausfallen.
  • Anhaltende Prozessrisiken:
    Meta und Mark Zuckerberg stehen seit Jahren in der Kritik und sehen sich mit Klagen konfrontiert. Vor Weihnachten verklagte die spanische Medienvereinigung AMI Meta wegen unlauteren Wettbewerbs und Nichteinhaltung europäischer Datenschutzvorschriften auf gut 550 Millionen Euro Schadenersatz.

Contra Alphabet
(WKN: A14Y6F)

  • Zunehmende Konkurrenz:
    Google ist als Suchmaschinen-Marke bisher unangefochten und weltweiter Marktführer. Aber der Marktanteil ist von einst über 90 % auf zuletzt 83 % zurückgegangen. Microsofts Suchmaschine Bing gewinnt durch die Kooperation von Microsoft und OpenAI laufend hinzu und kratzt bereits an der 10-%-Schwelle.
  • Keine Dividenden:
    Für einen Technologiewert ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis von Alphabet mit rund 15 relativ gering. Allerdings sind die „Other Bets“ seit vielen Jahren eine Bremse für das Unternehmen. Die vielfältigen Investitionen sind auch ein Grund dafür, dass Alphabet – anders als Apple oder Microsoft – auf Dividendenzahlungen verzichtet. Das dürfte sich in naher Zukunft kaum ändern.
  • Technologiewerte könnten unter Druck geraten:
    Trotz relativ verhaltener Gewinnentwicklung profitierte Alphabet im vergangenen Jahr vom Boom der amerikanischen Technologiewerte. Das könnte sich 2024 ändern, wenn sich Anleger im Zuge einer möglichen Sektorrotation stärker auf traditionelle und zyklische Werte konzentrieren.

Aktien unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Auswirkung von Inflation: Grundsätzlich beeinflusst die Entwicklung der Inflationsrate Ihren Anlageerfolg. Ein daraus resultierender Kaufkraftverlust betrifft sowohl die erzielten Erträge als auch Ihr investiertes Kapital. Es handelt sich um die Angabe der Bruttowertentwicklung (siehe „Hinweise zu Chart- und Performanceangaben“). Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Der comdirect Analystenscore errechnet sich aus der Gesamtzahl der Analysten, die diese Aktie bewerten. Die negativen Einschätzungen (Verkaufen) werden von den positiven (Kaufen) subtrahiert und das Ergebnis durch die Gesamtzahl aller Einschätzungen (Kaufen, Halten, Verkaufen) dividiert. Diese Zahl wird mit 100 multipliziert, um den Prozentwert darzustellen. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – einer Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage- oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 22.01.2024, Quelle: comdirect.de

Heinz-Peter Arndt, Diplomvolkswirt und Diplomjournalist, schreibt seit über 30 Jahren über Konjunktur, Finanzmärkte und private Geldanlage
Heinz-Peter Arndt, Diplomvolkswirt und Diplomjournalist, schreibt seit über 30 Jahren über Konjunktur, Finanzmärkte und private Geldanlage
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Heinz-Peter Arndt
Der Diplomvolkswirt und Diplomjournalist schreibt seit mehr als 30 Jahren über Konjunktur, Finanzmärkte und private Geldanlage.
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