Marktausblick Kommt nun die Zinserhöhung?

Skyline von Frankfurt am Main im Frühling
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Trotz anziehender Inflation präsentieren sich die Aktienmärkte recht stabil. Für DAX und Co könnten mangels Alternativen sogar neue Höchststände möglich sein.

3,4 % in Europa, 4,1 % in Deutschland und sogar 5,4 % in den Vereinigten Staaten: Solche Werte wie die jüngsten Inflationszahlen haben Analysten und Anleger seit Jahren und fast Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Früher hätten die Börsen wohl einen empfindlichen Einbruch erlebt – aus Angst vor massiven Zinserhöhungen. Aber selbst in diesem September, über Jahrzehnte im Durchschnitt der schlechteste Börsenmonat des Jahres, sorgte die hohe Geldentwertung bei Börsianern für kaum mehr als ein Achselzucken. Friedlich bewegen sich die Indizes nahe an ihren historischen Höchstständen.

Der Grund für den Anlegeroptimismus: Die Notenbanken reagieren nur sehr langsam auf die Inflationszahlen. Zwar hat die EZB für das vierte Quartal 2021 eine langsame Absenkung der massiven Anleihenkäufe angekündigt. Aber bis sich die Leitzinsen von der Nullmarke entfernen, ist es nach Einschätzung der Finanzmarktbeobachter noch weit hin: „Insgesamt bleibt das Szenario negativer Realzinsen intakt. Damit ist die Nach-Inflations-Rendite zehnjähriger deutscher Staatspapiere von minus 4 % keine echte Alternative für Aktien“, erklärt Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse der Baader Bank. „Wenn Inflation nicht bekämpft wird, ist sie kein Feind des Aktienmarkts, sondern ihr bester Freund.“ Das heißt: Anhaltend niedrige Leitzinsen treiben den Aktienmarkt weiter an.

Konjunkturelle Aufholjagd verlangsamt sich

Dass die Zentralbanken noch weitgehend stillhalten, liegt auch an einer absehbaren Verlangsamung der Wirtschaftsdynamik. Die großzügigen akuten Hilfsprogramme im Zuge der Corona-Krise werden zurückgeführt; gleichzeitig entwickeln die Investitionsprogramme von US-Präsident Joe Biden und der Europäischen Union erst langsam ihre Wirksamkeit. „In den kommenden Quartalen dürften die Volkswirtschaften in den USA und Europa zweistellige jährliche Wachstumsraten erzielen. Sie werden befeuert durch die Belebung beim privaten Konsum, im weltweiten Handel und im Tourismussektor“, prophezeit Kevin Thozet, Mitglied des Investment Committee der französischen Vermögensverwaltung Carmignac. Danach aber rechnet Thozet mit einer Verlangsamung. Die chinesische Wirtschaft kühle sich bereits ab.

Dass sich die Aufholjagd verlangsamt, zeigen auch die ZEW-Konjunkturerwartungen, neben dem Ifo-Index eines der wichtigsten Prognoseinstrumente in Deutschland. Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland gehen in der Oktober-Umfrage um 4,2 Punkte auf 22,3 Punkten zurück. Dies war der fünfte Rückgang in Folge. „Der konjunkturelle Ausblick für die deutsche Wirtschaft hat sich spürbar eingetrübt“, erklärt ZEW-Präsident Achim Wambach. „Der erneute Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen geht hauptsächlich auf die weiterhin bestehenden Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten zurück.“

Trotz der absehbaren Abschwächung des Aufschwungs blieben die Aktienmärkte zuletzt erstaunlich stabil. „Im Rückblick zeigt sich: Vor gut einem Jahr konnte man fast alle Aktien kaufen – egal ob Rohstoffe, Zykliker oder Tech-Aktien“, erklärt der Münchner Vermögensverwalter Gerd Häcker. „Künftig kommt es stärker auf das einzelne Unternehmen an. Auf dem erreichten Level geht es jetzt wirklich mal um Stock-Picking.“ Aussichtsreiche Unternehmen finden sich für ihn in zahlreichen Branchen. So haben die zuletzt gut gelaufenen Zykliker wie Chemie und Automobil gerade mal ihre tiefen Abstürze aufgeholt. Und viele Corona-Verlierer wie Luftfahrt und Tourismus liegen noch mehr oder weniger am Boden.

Breit investieren mit ETF, Fonds und cominvest

Insgesamt schätzen die meisten Experten die Aussichten für das vierte Quartal positiv ein. Hoch bewertete Aktien können aber durchaus Rückschläge erleiden, insbesondere wenn die Zentralbanken früher als erwartet die Zügel anziehen. Wer das Einzelrisiko vermeiden will, findet bei comdirect Alternativen: So können Anleger mit den 140 Top-Preis ETFs von den sechs renommierten Partnern Amundi, Franklin Templeton, iShares, Lyxor, VanEck und Xtrackers weltweit in verschiedene Märkte investieren. Bei den Top-Preis ETFs fällt im Sparplan ab 25 Euro kein Orderentgelt an. (Alle Informationen zu den Top-Preis ETFs von comdirect finden Sie hier.)

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