Marktausblick Börsen sind durchgestartet

Ein Junge in Business-Anzug und Krawatte, der ein selbstgebautes Jetpack und eine Flugbrille trägt, hebt seine Arme in der Nachmittagssonne, während er auf einem Felsvorsprung über der Brandung in die Luft abhebt.
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Die Finanzmärkte schauen auf die Zeit nach der Pandemie. Insbesondere zyklische Aktien profitieren von Niedrigzinsen und Konjunkturprogrammen.

Krise, welche Krise? Am 30. März überschritt der DAX erstmals die Grenze von 15.000 Punkten. Nach dem hektischen Pandemiejahr 2020 haben sich Wirtschaft und Börse trotz der dritten Welle im ersten Quartal stabilisiert. Mit zunehmenden Impfkapazitäten und Lockerungen kann die Wirtschaft wieder durchstarten – in Asien, den USA, Großbritannien und irgendwann im Laufe dieses Jahres auch in Deutschland und der Europäischen Union. Der IWF erwartet eine kräftige Erholung der Weltkonjunktur. „Schnell sollte sie vor allem in Asien und China erfolgen, wo die Pandemie erfolgreich bekämpft wurde und die Binnenkonjunktur wieder schnurrt“, erklärt Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktstrategie der Baader Bank. „In den USA wiederum treibt die Impfdynamik gekoppelt mit großzügiger Finanzpolitik nach meiner Einschätzung die Wirtschaft auf ein Wachstum von rund 6 %.“

EZB stabilisiert die Märkte

Die Börsen haben die Erholung bereits vorweggenommen, und neue Rekordnotierungen können in den nächsten Monaten möglich sein. Denn: „Als Mädchen für alles saugt die Börse auf, was die Notenbanken vorgeben“, erklärt Volker Schilling, Vorstand von Greiff Capital Management. „Im März hat Jerome Powell als Präsident der Fed den Märkten gesagt, wie es weitergeht: keine Zinsanhebungen bis 2023, keine Rückführung der Anleihekäufe und rund 6% Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft in 2021.“ Dazu kamen von Powell und EZB-Chefin Christine Lagarde die Ansagen, dass die Inflation durchaus zwischenzeitlich über die 2-%-Marke steigen könne, ohne dass sich die Notenbanken zum Eingreifen genötigt sähen: „Mit anderen Worten: Die Börsenrally kann weitergehen, denn an der Notenbankpolitik der massiven Geldflutung ändert sich nichts“, urteilt Volker Schilling.

Zykliker holen auf

Allerdings zeichneten sich in den vergangenen Wochen durchaus Veränderungen ab. Die bisher so starken Wachstumsaktien blieben zurück, stattdessen zogen zyklische Werte an. Der Grund sind zunehmende Inflationssorgen: „Aufgrund der gestiegenen Ölpreise, andauernden Disruptionen in vielen Wertschöpfungsketten und der erwarteten Erholung der Wirtschaft gehen wir in den nächsten Monaten von einem zyklischen Anstieg der Inflation aus“, erklärt Gergely Majoros, Mitglied im Investmentkomitee des Pariser Vermögensverwalters Carmignac. In diesem Umfeld hat der Vermögensverwalter die Aktienportfolios ausgewogener gestaltet: „Wir halten heute sowohl ausgewählte Aktien in zyklischeren Sektoren wie Tourismus oder Industrie als auch in sogenannten Sektoren mit langfristigem Wachstum wie Technologie oder Gesundheit.“ Damit befindet sich Carmignac in prominenter Gesellschaft. So trennte sich Berkshire Hathaway (WKN A0YJQ2), die Beteiligungsgesellschaft von Warren Buffett, zuletzt von einem Teil seiner Apple-Aktien und investierte den Erlös in ganz konventionelle Branchen: Buffett kaufte Aktien von den Telekomgesellschaften Verizon (WKN 868402) und T-Mobile US (WKN A1T7LU), Papiere der Pharmagrößen AbbVie (WKN A1J84E), Bristol-Myers Squibb (WKN 850501) und Merck & Co. (WKN A0YD8Q) sowie eine Beteiligung am Ölkonzern Chevron (WKN 852552).

„Bei geringfügig ansteigender Inflation und deutlich anziehendem Wachstum gewinnen zyklische Aktien als Alternative gegenüber den IT-Werten an Bedeutung“, sagt auch Robert Halver. „Die jüngsten Anstiege beim Ifo-Index und beim ZEW-Konjunkturindex zeigen, dass es in Deutschland zumindest in der Industrie klar aufwärtsgeht“. Davon profitieren zum Beispiel konjunktursensible Chemiewerte wie BASF (WKN BASF11) oder auch der Maschinenbau. Besonders stürmisch ging es mit den deutschen Automobilherstellern voran. Während der Highflyer Tesla (WKN A1CX3T) zuletzt wie die NASDAQ schwächelte, zogen die Kurse von Daimler (WKN 710000), BMW (WKN 519000) und Volkswagen (WKN 766403) kräftig an. Dabei spielten die Geschäftszahlen für 2020 eine Rolle, die besser als erwartet ausfielen. Mehr noch aber überzeugten die positiven Ausblicke auf das Jahr 2021 und dass die Aufholjagd bei der batteriebetriebenen Elektromobilität Fahrt aufgenommen hat. Schon für 2022 etwa trauen Experten Volkswagen mehr verkaufte Elektromobile als dem Pionier Tesla zu.

Technologie bleibt interessant

Trotz der jüngsten Rückschläge sind Technologiewerte wie etwa die FANG-Aktien längst nicht out. „Neben ihrem Wachstum haben viele Technologie-Unternehmen ‚Pricing Power‘, sie können ihre Preise in den nächsten Jahren anheben“, erklärt Gergely Majoros. „Diese Eigenschaften sollten trotz eines inflationären Umfelds viele Technologiewerte grundsätzlich unterstützen.“ Kursrisiken bei Einzelwerten können über Stop-Loss-Orders abgesichert werden: „Vor allem Trailing Stops sind ein gutes Instrument, Gewinne laufen zu lassen und Kursverluste zu begrenzen“, meint Adrian Roestel, Leiter Portfoliomanagement bei der Huber, Reuss & Kollegen Vermögensverwaltung.

Aktien sind aktuell im historischen Vergleich hoch bewertet. Neben den ohnehin vorhandenen Schwankungsrisiken kann auch die weitere Entwicklung der Coronavirus-Pandemie für Kursrückgänge sorgen. Rückschläge bei der Bekämpfung der Pandemie oder eine unzureichende Wirkung der Impfstoffe gegen Mutationen sind nicht auszuschließen. Das könnte für anhaltende Lockdowns sorgen und das für 2021 eingepreiste Wirtschaftswachstum und damit auch das Gewinnwachstum der Unternehmen empfindlich bremsen.

Sparpläne und ETFs als Anlagemöglichkeit

Als Sparpläne bieten sich bei comdirect unter anderem die 25 Top‐Preis Fonds an, die ohne Ausgabeaufschlag im Sparplan oder in der Einmalanlage angeboten werden (alle Konditionen zu den Top-Preis Fonds finden Sie hier). Über die Top-Preis Fonds können Anleger gezielt global, regional oder auch in Sektoren investieren. Wenn die Stunde für Value-Werte schlägt, ist zum Beispiel der Fidelity Global Dividend Fund – A EUR DIS (WKN A1JSY0) interessant. Gezielt sind auch regionale Schwerpunkte möglich. Mit dem Vontobel Emerging Markets Equity – A USD DIS Fonds (WKN 972721) und dem AB SICAV I American Growth Portfolio – A USD ACC Fonds (WKN 986838) zielen Anleger auf die aktuell wachstumsstärkeren Regionen; der BlackRock Global Funds Continental European Flexible Fund – A2 EUR ACC (WKN A0F42G) kann Nachholpotenziale in Europa abschöpfen. Auf eine Erholung der deutschen und europäischen Dividendenwerte können Anleger mit europäischen Dividendenfonds wie dem First Private Euro Dividenden Staufer – A EUR ACC (WKN 977961) oder dem DWS Invest II European Top Dividend – LD (WKN DWS1D9) setzen.

Eine Alternative zu den aktiv gemanagten Fonds können die besonders kostengünstigen ETF-Indexfonds sein. Auch hier haben Anleger die Möglichkeit, breit zu investieren oder einzelne Sektoren gezielt abzudecken. Unter den 140 Top-Preis ETFs von den sechs renommierten Partnern Amundi, Franklin Templeton, iShares, Lyxor, VanEck und Xtrackers findet sich eine Auswahl für jeden Anlegertyp. Die ETFs aus der Aktion von comdirect sind nicht nur in Bezug auf die laufenden Kosten preiswert: Im Sparplan müssen Kunden ab 25 Euro Sparrate bei den Top-Preis ETFs kein Orderentgelt bezahlen (alle Informationen zu den Top-Preis ETFs von comdirect finden Sie hier).

Aktien, ETF-Indexfonds und Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage- oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 09.06.2021; Quelle: comdirect.de