M&A-Investments Der frühe Vogel fängt den Wurm

M&A-Investments
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Bei Fusionen und Übernahmen können Aktionäre hohe Prämien erzielen. Mit Zertifikaten lässt sich breit auf M&A-Gelegenheiten setzen.

Nachdem sich das Geschäft mit weltweiten Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions – M&A) in den Jahren 2017 und größtenteils auch 2018 eher schwach entwickelt hat, sind M&A-Transaktionen aktuell wieder en vogue. Zu dieser Einschätzung kommen die Wirtschaftsforscher vom ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung. Angesichts niedriger bzw. negativer Zinsen und der weiterhin expansiven Geldpolitik sind offensichtlich eine ganze Reihe strategischer Investoren und Finanzanleger auf der Suche nach lukrativen Übernahmezielen. Dabei können Anleger mitverdienen. Denn bei derartigen Transaktionen profitieren in der Regel auch die Aktionäre, weil die Aufkäufer eine Prämie auf den aktuellen Aktienkurs zahlen.

Attraktive Aufschläge und Bietergefechte

In Deutschland machten zuletzt die Aktionäre von Axel Springer (WKN 550135) einen guten Schnitt. Der Kurs der Springer-Aktie stieg von den ersten Gerüchten über den Einstieg des amerikanischen Finanzinvestors KKR bis zum Übernahmeangebot um 40 %. Spannend geht es aktuell bei der Osram Licht AG (WKN LED400) zu. Nachdem zunächst die US-amerikanischen Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle ihren Hut zu 35 Euro je Aktie in den Ring geworfen haben, ist inzwischen der österreichische Chiphersteller ams zu 38,50 Euro in den Bieterstreit eingestiegen. Beide Angebote laufen noch bis zum 1. Oktober. Anleger müssen pokern: Einerseits kann sich der Übernahmepreis noch erhöhen, andererseits ist aufgrund der hohen Mindest-Annahmeschwellen von 70 % bzw. nach Reduzierung auf 62,5 % (ams) auch ein Scheitern beider Offerten und ein anschließender Kursrückgang möglich. Dies war zuletzt etwa bei Metro (WKN BFB001 bzw. WKN BFB002) und Scout24 (WKN A12DM8) der Fall. Bei beiden Unternehmen scheiterten Übernahmeversuche in letzter Minute.

Breit gestreut mit Fachkompetenz

Um potentielle Übernahmekandidaten zu finden, sind sehr gute Marktkenntnisse und stetige Marktbeobachtung nötig. Eine einfache Alternative sind Zertifikate auf Indizes, die die Wertentwicklung mehrerer potenzieller M&A-Kandidaten widerspiegeln. So beruht der Solactive German Mergers & Acquisitions Index vor allem auf den Einschätzungen der Redaktion des Münchner Finanzenverlags. Indexanbieter Solactive baut daraus einen Performanceindex, der die Kursentwicklung von bis zu 20 (aktuell 15) deutschen Unternehmen abbildet, die aufgrund verschiedener qualitativer Kriterien des Indexberaters Ziel einer Firmenübernahme oder -fusion werden könnten.

Momentan sind im Index neben Osram Licht mit Hugo Boss (WKN A1PHFF) und Morphosys (WKN 663200) noch zwei weitere Titel aus dem MDAX enthalten. Knapp die Hälfte der Unternehmen stammt aus dem SDAX. Über ein Open-End-Indexzertifikat der HVB (WKN HU5JPC) können Anleger an der Indexentwicklung teilhaben. Auf europäische Fusionsfantasien setzt der Solactive European Mergers & Acquisitions Index, in dem neben verschiedenen deutschen Titeln derzeit u. a. die niederländische TomTom (WKN A2PK2B), die spanische Repsol (WKN 876845), die schweizerische Clariant (WKN 895929) und die britische Dialog Semiconductor (WKN 927200) enthalten sind. Investierbar ist der Index wiederum über ein Zertifikat der HVB (WKN HZ0H11).

Aktien und Partizipations-Zertifikate unterliegen Kursschwankungen. Damit sind Kursverluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Partizipations-Zertifikaten besteht als Schuldverschreibung zudem ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis hin zum Totalverlust eintreten. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 02.10.2019; Quelle: comdirect.de