Parfümerie und Kosmetika stehen auf einem Schminktisch mit Spiegel
Parfümerie und Kosmetika stehen auf einem Schminktisch mit Spiegel
© Daria Minaeva via Adobe Stock

Nimm 2: LVMH vs. L’Oréal

Kosmetik und vor allem Luxusartikel bringen Unternehmen hohe Umsatzrenditen. Die Top-Marken kommen aus Frankreich: L’Oréal und LVMH.

LVMH (WKN 853292)

Das Unternehmen

Luxus hat weltweit einen Namen – LVMH. Der Konzern entstand 1987 durch die Fusion der beiden französischen Traditionsfirmen Louis Vuitton und Moët Hennessy. Bernard Arnault, der Eigentümer von Dior, stieg als Teilhaber ein und ist seit 1989 Präsident des Unternehmens. Unter der Führung des aktuell laut „Forbes“-Liste reichsten Mannes der Welt übernahm LVMH u. a. Bulgari, den deutschen Kofferhersteller Rimowa und zuletzt im Jahr 2021 die US-Kette Tiffany. Neben den namensgebenden Marken gehören unter anderem Kenzo, Dior, Fendi, TAG Heuer oder auch Dom Pérignon zum Konzern. Seit der Jahrtausendwende und dem Aufschwung der Emerging Markets gehen Umsatz und Gewinn nahezu stetig bergauf. Inzwischen arbeiten für LVMH mehr als 150.000 Mitarbeiter, die zuletzt fast 64 Milliarden Euro Umsatz erwirtschafteten.

Die Aktie

Trotz zunehmend schwacher Weltkonjunktur laufen die Geschäfte im Luxussegment noch bestens. LVMH meldete für das dritte Quartal auf vergleichbarer Basis (bereinigt um Portfolioeffekte) einen Umsatz von 19,8 Milliarden Euro – 19 % über den bereits starken Vorjahreszahlen. In den ersten neun Monaten des Jahres 2022 lag der Umsatz bei 56,6 Milliarden Euro, das Plus betrug sogar 28 %. Besonders profitierte der Luxuskonzern von US-Touristen, die den günstigen Dollar-Kurs nutzten. Schon zum Halbjahr lag der Unternehmensgewinn über Vor-Corona-Zeiten. Zum operativen Überschuss von 10,2 Milliarden Euro trug die Mode- und Lederwarensparte mit Marken wie Louis Vuitton und Dior rund drei Viertel bei. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 20 für das Jahr 2023 ist LVMH im historischen Vergleich relativ niedrig bewertet.

L’Oréal (WKN 853888)

Das Unternehmen

Im Jahre 1909 gründete der Pariser Chemiker Eugène Schueller L’Oréal. Er produzierte Haarfärbemittel, erfand Shampoos und kreierte 1935 mit Ambre Solaire die erste Sonnencreme. Im Laufe der Jahrzehnte startete und übernahm L’Oréal zahlreiche Marken wie Garnier, Jade, Helena Rubinstein, Maybelline, Kiehl’s und Vichy. Zum Konzern gehören inzwischen 36 Marken in vier Geschäftsbereichen: professionelle Produkte für Friseure und Schönheitssalons, Konsumprodukte im mittleren Preissegment, Luxusmarken und professionelle Hautpflegeprodukte bzw. Apothekenkosmetik.L’Oréal hat Forschungseinrichtungen und Entwicklungscenter auf allen Kontinenten. Das Kerngeschäft von L’Oréal liegt in Europa, aber der Konzern ist insgesamt in 130 Ländern vertreten.

Die Aktie

Die Gründerfamilie hält noch heute mehr als ein Drittel der L’Oréal-Aktien. Seit 1974 ist auch der Schweizer Konsumkonzern Nestlé beteiligt, aktuell mit rund 20 %. Die konstante Führungsstruktur und der relativ kleine Streubesitz haben zur positiven Entwicklung der L’Oréal-Aktie beigetragen. Seit der Jahrtausendwende entwickeln sich Kurs und Dividende ’nahezu kontinuierlich nach oben. Auch im dritten Quartal dieses Jahres legte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um fast 20 % auf 9,6 Milliarden Euro zu. Der Jahresgewinn wird ebenfalls deutlich über dem von der Pandemie geprägten Jahr 2021 erwartet. Im ersten Halbjahr hatte er mit 3,2 Milliarden Euro um mehr als ein Drittel über dem Vorjahr gelegen.

Aktien unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Es handelt sich um die Angabe der Bruttowertentwicklung (siehe „Hinweise zu Chart- und Performanceangaben“). Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – einer Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage- oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 11.01.2023, Quelle: comdirect.de

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