Luxus Aktien mit Potenzial

Luxus-Uhr
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Der weltweite Markt für Luxusprodukte wächst weiterhin überdurchschnittlich – dank den USA und China.

Moët & Chandon-Champagner zum Aperitif und die Cartier-Uhr auf dem Gabentisch: Zur Weihnachtszeit lassen sich die Reichen und auch die Wohlhabenden der oberen Mittelschicht traditionell nicht lumpen. Aber nicht nur im Dezember sind exquisite Waren begehrt. Luxus läuft – die Umsatzzuwächse in der Branche sind seit geraumer Zeit überdurchschnittlich: Für 2017 ermittelte das Beratungsunternehmen Bain & Company ein Plus von 6 % auf ein Gesamtvolumen von 308 Milliarden US-Dollar. Bis 2020 soll der Markt um jährlich 4 bis 5 % weiterwachsen. Luxusaktien gehören daher seit Jahren zu den besonders gefragten Markenwerten.

China wird zunehmend wichtiger

Getrieben wird der Luxusboom vor allem von zwei Ländern – den USA und China. In den USA sorgen die Steuergeschenke der Trump-Administration für eine Sonderkonjunktur und gut gefüllte Geldbeutel der wohlhabenden Bürger. Immer wichtiger wird aber auch die Entwicklung in China. Denn dort leben laut einer Studie der Beratungsgesellschaft McKinsey schon heute mehr Millionäre als in jedem anderen Land der Erde. Deshalb erwartet McKinsey bis zum Jahr 2025 einen chinesischen Marktanteil von 44 % bei Luxusgütern.

Die drei Dickschiffe der Branche

Mit Blick auf diese beiden wichtigen Märkte verspricht das Weihnachtsgeschäft steigende Umsätze bei LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton (WKN 853292), dem globalen Branchenführer. Denn Champagner der Marken Moët & Chandon, Veuve Clicquot und Dom Pérignon dürften ebenso gefragt bleiben wie Handtaschen von Louis Vuitton oder Statussymbole wie die Luxusuhren von TAG Heuer (siehe auch den Sonderartikel zu LVMH).

Auch der Schweizer Luxuskonzern Compagnie Financière Richemont (WKN A1W5CV) mit seinen glamourösen Marken Cartier, Montblanc und Jaeger LeCoultre dürfte sich auf die Weihnachtsumsätze freuen. Schon im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/19 (zum 30.09.2018) wuchs das Geschäft um 21 %. Das organische Wachstum lag bei ca. 8 %, das restliche Plus entstand durch Zukäufe wie die Komplett-Übernahme des Online-Händlers Yoox Net-a-Porter und den Kauf der britischen Uhrenplattform Watchfinder.

Auf Umsatzzuwächse über das Internet hofft auch Kering (WKN 851223). Die Franzosen haben unlängst ihre Beteiligung am deutschen Sportartikelkonzern Puma größtenteils verkauft. Mehr verspricht sich Kering von der Marke Gucci, die unter dem Designer Alessandro Michele neuen Schwung erhalten hat. Nach Aussagen von Finanzvorstand Jean-Marc Duplaix entwickelten sich vor allem die China-Umsätze weiter stark, weshalb in der gesamten Region Asien-Pazifik das Geschäft im dritten Quartal um rund ein Drittel zulegte. Im Konzern führte dies zu einem Plus im Zeitraum von Juli bis September 2018 von fast 28 %.

Investieren per Zertifikaten oder Aktienfonds

Wer als Anleger das Einzelwert-Risiko scheut, kann auch auf eine Themenlösung setzen. Bei Vontobel ist ein Endlos-Zertifikat auf den Vontobel Luxury Performance-Index (WKN VTA3LU) erhältlich. Das Barometer enthält Aktien der zehn größten Unternehmen der Luxusgüter-Industrie, gemessen an der Marktkapitalisierung. Bei der jährlich durchgeführten Anpassung und Überprüfung werden alle Werte wieder gleichgewichtet. Dividenden und andere Ausschüttungen werden reinvestiert. Neben LVMH, Richemont und Kering sind aktuell auch Estée Lauder (WKN 897933), Tiffany & Co. (WKN 872811) und die deutsche Puma (WKN 696960) im Index enthalten. Das jährliche Managemententgelt liegt bei 1,2 %.

Das Thema Luxus ist auch in der Fondsbranche angekommen. Der Pictet Premium Brands (WKN A0ET47) investiert breit in Aktien von Gesellschaften des Premiumbereichs, die Dienstleistungen und Produkte des oberen Preissegments anbieten. Neben LVMH und Kering finden sich deshalb unter den Top-Ten-Positionen auch bekannte Namen wie Nike, L’Oréal, Apple und Visa. Auch der Julius Baer Luxury Brands (WKN A0NCNS) und der GAM Luxury Brands (WKN A0NCNS) investieren zielgerichtet in Luxusaktien. In beiden Fonds ist die LVMH-Aktie mit rund 8 % Portfolioanteil am höchsten gewichtet. Bei allen drei aktiv gemanagten Fonds liegen die jährlichen Entgelte bei rund 2 %.

Aktien, Investmentfonds und Partizipations-Zertifikate unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs eines Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen, die in englischer und/oder deutscher Sprache vorliegen, erhalten Sie auf der Wertpapier-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei Partizipations-Zertifikaten besteht als Schuldverschreibung zudem ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis hin zum Totalverlust eintreten. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Stand: 19.12.2018; Quelle: comdirect.de