Konferenz-Aktien Anbieter starten an der Börse durch

Zoom Zentrale in San Jose, Silicon Valley
© Andrei Stanescu via Getty Images / iStockphoto

Die Corona-Krise verändert den Arbeitsalltag. Viele Meetings finden jetzt online statt – als Videokonferenz. Die Anbieter starten an der Börse durch.

Krisen sorgen für Veränderung – in der aktuellen Corona-Krise verändert sich neben dem sozialen Miteinander vor allem auch die Arbeit. Viele Firmen haben komplett auf Homeoffice umgestellt. Das treibt die Digitalisierung in Deutschland voran. Ein Nebeneffekt: Der Datenverkehr ist zuletzt sprunghaft gestiegen. Achim Berg, Präsident des Branchenverbandes Bitkom, ist überzeugt: „In der Corona-Krise zeigt sich die Bedeutung der Digitalisierung für Wirtschaft und Verwaltung mehr denn je.“

Für Berg ist der Aufbau digitaler Geschäftsprozesse und digitaler Geschäftsmodelle Basis des künftigen Geschäfts. Der aktuelle Shutdown hat das Potenzial, eine dauerhafte Veränderung bei Unternehmen herbeizuführen. So wird es künftig wohl weniger Vor-Ort-Besuche geben und mehr Telefon- und Videokonferenzen. Das grämt Hotelbetreiber und Luftfahrtunternehmen, freut aber die Anbieter neuer Konferenztechnologien – ob im Kleinen mit Videoschaltungen oder im Großen mit Webinar-Angeboten für einige Hundert Teilnehmer. Je nach Anforderung sind hier unterschiedliche Anwendungen am Markt.

Einer der aktuellen Krisengewinner ist die Videokonferenz-Software Zoom (WKN A2PGJ2). Vor der Corona-Krise war Zoom ein Nischenanbieter im Business-Sektor und Bildungsbereich. Das hat sich schlagartig geändert. Die Downloadzahlen sind durch die Decke gegangen – auch wenn das Unternehmen im Verdacht steht, es mit dem Datenschutz nicht allzu Ernst zu nehmen und zum Beispiel Nutzerdaten an diverse Dienstleister weitergegeben zu haben. Zoom verzeichnete allein in den USA bis zu 600.000 Downloads am Tag. Dabei ist die Basisversion erst einmal kostenlos. Doch wer als Nutzer unbegrenzt die Software nutzen möchte und auch Präsentationen einbinden will, der muss auf die verschiedenen Business-Pakete umstellen. Für das laufende Geschäftsjahr (Stichtag 31.01.2021) erwarten die Wall-Street-Analysten im Schnitt einen Umsatz von 866 Millionen Dollar – ein Plus von knapp 40 % zum Vorjahr. Gleichwohl fällt der Gewinn bei dem Wachstumsunternehmen Zoom noch gering aus. So lag die Umsatzrendite im abgelaufenen Geschäftsjahr nur bei 3,5 %. Das bedeutet: Von 100 Dollar Umsatz blieben bei Zoom 3,50 Dollar Gewinn übrig. In den Jahren zuvor hatte Zoom noch gar keinen Gewinn erwirtschaftet.

Mit dem MDAX-Wert TeamViewer (WKN A2YN90) ist auch ein deutsches Unternehmen in diesem Segment aussichtsreich vertreten. Über die Plattform des Unternehmens kann eine Vielzahl an elektronischen Geräten online verbunden werden. So ist dann eine Interaktion zwischen Personen und Geräten, Personen und Personen, aber auch von Geräten zu Geräten möglich. Die Software-Architektur ist weltweit schon auf rund zwei Milliarden Geräten installiert worden. DZ-Bank-Analyst Armin Kremser sieht TeamViewer „als einen der wenigen Gewinner der Corona-Krise“.

Auch bekannte Technologie-Firmen bieten Konferenztechnologien an und profitieren von der aktuellen Entwicklung. Dazu gehört Software-Gigant Microsoft (WKN 870747). Die Microsoft-Software „Teams“ ist ein Angebot für Videokonferenzen im Business-Bereich, das einfach umzusetzen ist. Zudem ist Microsoft auch als Cloud-Anbieter am Markt aktiv und profitiert hier von den größeren Datenmengen. So konnte Microsoft im 1. Quartal 2020 den Umsatz um 15 % auf 35 Milliarden US-Dollar steigern, der Gewinn legte sogar um 22 % auf 10,8 Milliarden US-Dollar.

Eine breite Abdeckung der Konferenztechnologien über einen ETF oder Investmentfonds ist aktuell noch nicht möglich. Doch durch die steigende Bedeutung von hochwertiger Business-Software in vielen Bereichen bieten sich hier Technologie-Fonds an. Schon seit 1995 ist der Blackrock World Technology Fund (WKN 974499) auf dem Markt. Aktuell machen Unternehmen aus den USA über 55 % des Portfolios aus. Dazu gehören die Bluechips der Technologie-Branche wie Microsoft (WKN 870747), Apple (WKN 865985) oder Alphabet (WKN A14Y6H). Immerhin 11 % des Fondsvermögens sind in China angelegt, unter anderem in Alibaba (WKN A117ME) oder Tencent Holdings (WKN A1138D).

Aktien, ETF-Indexfonds und Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage- oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 10.06.2020; Quelle: comdirect.de