Saisonalitäten Jahresendrally: Der Statistik vertrauen?

Ladenbesitzerin in medizinischer Maske geschlossenes Restaurant wegen Quarantäne
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Trotz Unsicherheiten durch Covid-19 stehen die Chancen für einen Endspurt an den Aktienmärkten gut.

Ein Jahr wie 2020 hat es in der deutschen Börsenhistorie niemals zuvor gegeben. Dem heftigsten Aktienmarktabsturz aller Zeiten folgte die schnellste jemals gesehene Erholung. Eine absolute Ausnahmesituation, aus der sich keine statistischen Rückschlüsse für die Zukunft ableiten lassen. Ganz anders sieht dies bei regelmäßig wiederkehrenden Entwicklungen aus. Ein klassisches Beispiel dafür ist der sogenannte Saisonalitäten-Effekt. So gibt es im Jahresverlauf historisch betrachtet gute und schlechte Börsenzeiten. Zu den schlechten zählen insbesondere der August und der September. Das vierte Quartal hingegen war in den zurückliegenden 32 Jahren (1988 bis 2019) im Durchschnitt das beste.

Herbst- und Jahresendrally

„Der Saisonalitäten-Effekt ist statistisch hoch signifikant“, erklärt der empirische Finanzmarktforscher Dimitri Speck, Handelssystementwickler und Gründer des Fintechs Seasonax: Besonders bemerkenswert ist, dass es in lediglich vier der 32 vergangenen Jahre zu einer negativen Kursentwicklung kam. Eine Herbst- und Jahresendrally lässt sich für fast alle großen Aktienindizes nachweisen. Ein Grund dafür könnte die nachlassende Risikobereitschaft der Anleger im Sommer ein. Viele Profis sind dann im Herbst nicht mehr voll investiert, sodass im vierten Quartal schon kleine Aufwärtsbewegungen des Marktes ausreichen, um Investoren unter Zugzwang zu setzen und zu neuen Käufen zu animieren. In diesem Jahr geraten insbesondere solche Portfoliomanager unter Zugzwang, die die Erholungsrally nach dem Corona-Crash nur unterdurchschnittlich stark mitgemacht haben.

Keine Garantie für positiven Jahresabschluss!

Das kann für einige Anleger ein zusätzlicher Grund sein, ihre Aktienquote bis zum Jahresende zu erhöhen. Aber natürlich bringen die Vergangenheitswerte keine Garantie für ein positives Schlussquartal 2020. Skeptiker verweisen auf das Umfeld mit deutlich steigenden Infektionszahlen. Zusätzliche Unsicherheiten entstehen durch das mögliche Scheitern der Brexit-Verhandlungen. Didier Saint-Georges, Managing Director und Mitglied des strategischen Investmentkomitees bei Carmignac, ist jedoch überzeugt: „Trotz der Unsicherheiten rechtfertigt kurzfristig die Aussicht auf politische, wirtschaftliche und gesundheitliche Verbesserungen ein Vertrauen in den Markt.“

„Die Börsenparty ist in vollem Gange. Mit der Liquidität der Zentralbanken ist für Musik und Tanz gesorgt. Ein Allzeithoch im DAX halte ich nicht für ausgeschlossen.“

Volker Schilling, Vorstand der Greiff Capital Management AG

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Auch Volker Schilling, Vorstand der Greiff Capital Management AG, glaubt an eine Fortsetzung des zuletzt positiven Trends: „Die Börsenparty ist in vollem Gange. Mit der Liquidität der Zentralbanken ist für Musik und Tanz gesorgt. Ein Allzeithoch im DAX halte ich nicht für ausgeschlossen.“ Wer darauf setzen will, kann z. B. in die 25 Top‐Preis Fonds von comdirect investieren. Die qualitätsgeprüften Investmentfonds sind im Sparplan und in der Einmalanlage ohne Ausgabeaufschlag erhältlich. Eine Alternative zu den aktiv gemanagten Fonds können die 135 ETF-Indexfonds aus der Top-Preis ETF-Aktion von comdirect sein. Bei diesen ETFs von Franklin Templeton, iShares, Lyxor, VanEck und Vanguard müssen Käufer bei der Einmalanlage nur 3,90 Euro bezahlen, im Sparplan entfällt die Ordergebühr sogar ganz.

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Risikoreicher sind sogenannte Leveraged Exchange Traded Funds auf den DAX. Diese Produkte vollziehen die Entwicklung des heimischen Bluechips-Index mit dem Faktor zwei nach. Gewinnt der DAX innerhalb eines Tages 1 % an Wert, sind es bei einem LevDAX x2 ETF (z. B. WKN DBX0BZ) 2 %. Allerdings greift der Hebel bei fallenden Kursen auch in die entgegengengesetzte Richtung. Dasselbe Prinzip gilt bei Faktorzertifikaten. Ihr Wert steigt sogar je nach Ausstattung um 4 %, 6 % oder auch 10 % an, wenn die zugrunde liegenden Indizes oder Futures um 1 % nachgeben – das Risiko ist allerdings entsprechend hoch und reicht bis zum Totalverlust.

Fonds, ETFs und Faktorzertifikate unterliegen Kursschwankungen. Damit sind Kursverluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Faktorzertifikaten besteht als Schuldverschreibung zudem ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals eintreten. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage- oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 02.12.2020; Quelle: comdirect.de