Investmentfonds Happy Birthday, Fondak!

Aktienfonds Fondak
Quelle: Allianz Global Investors

Der erste deutsche Aktienfonds wird 70 Jahre alt. Die Titel im Portfolio wechselten, aber der Fokus auf qualitätsstarke Aktien blieb.

Im Herbst 1950 konnte sich ein deutscher Arbeiter für zwei D-Mark zehn Eier kaufen. Dafür musste er damals etwa zwei Stunden arbeiten. Das hart erwirtschaftete Geld hätte er aber auch in den Fondak investieren können. Der Fondak (WKN 847101) wurde als erster deutscher Investmentfonds am 30. Oktober 1950 aufgelegt. „Wer weiter sieht, kauft Fondak“ titelte die Werbung für das neue Anlageinstrument in den 1950er-Jahren. Ein Mann mit Hut und Anzug schaute mit dem Fernglas ins Weite. Und in der Tat: Der Fernblick lohnte sich. Denn aus den zwei Mark bzw. einem Euro des Jahres 1950 sind bis September 2020 über 900 Euro geworden. Und statt zehn Eiern könnte sich der alt gewordene Arbeiter heute für sein Vermögen rund 5000 konventionell erzeugte Eier oder auch 2500 Bio-Eier leisten.

Quelle: Allianz Global Investors

Deutschland im Fokus

Damals wie heute konzentriert sich der Fondak auf den deutschen Aktienmarkt. „Denn der Wirtschaftsstandort Deutschland ist ein Wachstumsmotor in Europa und bietet Firmen und Anlegern langfristig gute Investitionsmöglichkeiten“, erklärt Fondak-Fondsmanager Thomas Orthen. Die Entwicklung des Portfolios des Fondak zeigt aber auch, wie sich die Stärken der deutschen Wirtschaft in den Zeitläuften verändert haben. „Vor 70 Jahren waren zwar auch Banken, Versicherer und Chemie-Titel im Fondak zu finden. Mit weitem Abstand dominierend war jedoch der industrielle Sektor, der mehr als 60 % des Portfolios ausmachte“, erzählt Orten aus der Geschichte. Am bedeutendsten waren damals die Maschinen-Metallindustrie, die Textilindustrie und der Montansektor. Dazu tauchten prominent Brauereien wie Paulaner und Löwenbräu auf. Auch die Glas-, Porzellan und Keramische Industrie war vertreten mit Namen wie Rosenthal oder Hutschenreuther.

Mit Porzellan von Rosenthal oder Hutschenreuther kann man heute noch eine feine Tafel decken, an der Börse jedoch findet man die Namen nicht mehr. Im Laufe der Jahrzehnte wechselten die Aktien im Fonds, und der Fonds selbst musste sich in zahlreichen schwierigen Marktphasen wie der Ölkrise, dem Schwarzen Montag 1987, der Dotcom-Krise und der Finanzkrise bewähren.

Fundamentale Analysen entscheidend

Thomas Orthen wählt die Unternehmen für den Fonds auf der Basis einer fundamentalen Analyse aus. Zurzeit sieht er viele Anlagemöglichkeiten im Technologiesektor, aber auch bei Finanz- und Kommunikationsdienstleistern. Wie wichtig die Tiefenanalyse einer Firma ist, verdeutlicht das Beispiel Wirecard. „Obwohl Zahlungsabwicklung an sich ein großer Wachstumsmarkt ist, hielten uns die Analyse der Fundamentaldaten und Bedenken hinsichtlich einer nachhaltig guten Unternehmensführung bereits lange vor Bekanntwerden des Skandals von einem Investment ab“, erklärt der Fondsmanager.

Über den DAX-Tellerrand hinausschauen

Oftmals wird die Attraktivität eines Aktienmarktes anhand der Performance des Leitindex gemessen. In Deutschland ist das der DAX. Aber seine 30 Mitglieder spiegeln mit ihrer Größe primär den Erfolg der Vergangenheit. Das ist in Zeiten des strukturellen Wandels nicht ungefährlich. Zudem hat der DAX 30 mit Chemie, Maschinenbau und Automobilwirtschaft einen hohen Anteil an Zyklikern. Sie sind aber von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Dagegen findet man dort aktuell nur wenige Werte mit strukturellem Wachstum. „Eine Beschränkung auf den DAX greift daher zu kurz“, erklärt Thomas Orthen. Der Fondak ist deshalb zurzeit mit etwa 40 % in Werte mit einer Marktkapitalisierung unterhalb von 10 Milliarden Euro investiert. Viele Firmen im Nebenwertesegment sind Marktführer in ihrer Nische, die Veränderungen schnell umsetzen.

Diese sogenannten Hidden Champions aus MDAX und SDAX peppen die Rendite des Fondak seit Jahren auf. Aber natürlich hat sich in den 70 Jahren seit der Auflage des Flaggschiffs die Welt massiv verändert. Anleger können heute problemlos weltweit investieren. Sie sollten es auch tun, um von den globalen Möglichkeiten zu profitieren und die Schwankungen im Depot zu begrenzen. Internationale Aktienfonds machen die Streuung einfach. Ein solch globaler Aktienfonds ist der Allianz Thematica A (WKN A2AQF1). Er investiert in fünf bis sieben langfristige Themen, die im Laufe der Zeit aber wechseln können. Aktuell konzentrieren sich die Manager des Fonds, der bei Morningstar fünf Sterne erhält, auf die Themen Digitales Leben, Sauberes Wasser und Boden, Gesundheitstechnologie sowie Energie der Zukunft. Seit Anfang Oktober ist der Allianz Thematica A bei comdirect als Top-Preis Fonds bei der Einmalanlage und im Sparplan mit 100 % Rabatt auf den regulären Ausgabeaufschlag erhältlich.

Aktien unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Es handelt sich um die Angabe der Bruttowertentwicklung (siehe „Hinweise zu Chart‐ und Performanceangaben“). Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage- oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 02.12.2020; Quelle: comdirect.de