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Immobilien: Mit Betongold gegen die Inflation

An Immobilien beißt sich die Inflation oft die Zähne aus: Anlagen in Betongold können sich bei hoher Geldentwertung als alternatives Investment anbieten.

Jeder dürfte es schon im eigenen Geldbeutel gespürt haben: Die Preise für Lebensmittel, Strom, Gas und viele andere Dinge des täglichen Bedarfs sind in den vergangenen Wochen sprunghaft angestiegen. Das Statistische Bundesamt ermittelte für den Juli eine Inflation von voraussichtlich 7,5 %. So hoch wie in den vergangenen Monaten war die Inflationsrate seit annähernd 50 Jahren nicht mehr. Bis zum Jahresende dürfte sie sich auf einem ähnlich hohen Niveau bewegen. Wer in Inflationszeiten Geldbeträge zu Nullzinsen verwahrt, macht reale Verluste. Den Aktienmarkt halten zudem viele Anleger in Zeiten von Krieg, unterbrochenen Lieferketten und Corona-Virus-Pandemie aktuell für zu riskant. Aber es gibt eine Alternative – Immobilieninvestments: „Selbst bei einer Rekordinflation und hoher Unsicherheit können Immobilien einen langfristigen Schutz für Anlageportfolios bieten“, erklärt Megan Walters, Global Head of Research bei Allianz Real Estate.

Immobilien-Investments bieten Inflationsschutz

Diese Stabilität hat Allianz Real Estate in einer Langzeitstudie belegt. Grundlage war die Analyse von Daten aus 40 Jahren für hochwertige Büros in Metropolen, bei Life-Science-Objekten und Logistikanlagen in Europa sowie Mehrfamilienhäusern in den USA und Japan. Zusätzliche Sicherheit gegen Inflation und Zinsanstieg bietet nach Einschätzung von Megan Walters der noch große Abstand von Immobilienrenditen zu den realen Renditen von Staatsanleihen. Dieser „Risikoaufschlag für Immobilienbesitz“ lag zum Jahreswechsel mit 5,15 % fast zwei Prozentpunkte über dem langjährigen Durchschnitt. Gleichzeitig spricht die große Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in Deutschland und Europa für eine langfristige Stabilität des Wohnimmobilienmarktes. Schon mit kleineren Beträgen können Anleger auf verschiedenen Wegen in das Segment der Immobilien einsteigen.

Immobilienaktien und REITs

Immobilienaktien bieten Kurspotenzial plus häufig ansehnliche Dividenden. Zuletzt sind die Kurse allerdings wegen des kräftigen Zinsanstiegs unter Druck geraten, etwa bei Vonovia (WKN A1ML7J), dem einzigen Immobilienunternehmen im DAX. Zudem kassierte Vonovia-Chef Rolf Buch einen Shitstorm, als er ankündigte, dass die Mieten künftig im Gleichklang mit der Inflationsrate steigen sollten. Einen solchen Automatismus wird es zwar kaum geben, aber deutlichere Mietsteigerungen als zuletzt sind zu erwarten. Die Analysten trauen Vonovia einiges zu, im comdirect Analystenranking gehört Vonovia mit einem Analystenscore von 83 % zu den DAX-Spitzenreitern. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis 2022 von rund 12 und einer Dividendenrendite von fast 6 % ist das Unternehmen zudem günstiger bewertet als noch vor einigen Monaten. Im MDAX tummeln sich gleich mehrere Immobilienaktien, die ebenfalls meist interessante Ausschüttungsquoten bieten. Dazu gehören LEG Immobilien SE (WKN LEG111), TAG Immobilien AG (WKN 830350), Grand City Properties S.A. (WKN A1JXCV) und Aroundtown SA (WKN A2DW8Z).

Vor allem international haben Real Estate Investment Trusts (REITs) eine wichtige Stellung im Immobilienbusiness. REITs sind eine Spezialform von Immobilienaktien. Sie müssen – anders als klassische Immobilienaktien – mindestens 90 % der Gewinne an die Anleger ausschütten. Die Kursschwankungen bei REITs sind in der Regel weniger ausgeprägt als bei Immobilienaktien. In Deutschland werden relativ wenige REIT-Papiere an den Börsen gehandelt. Hierzu zählen etwa die Hamborner REIT AG (WKN A3H233) und die Deutsche Konsum REIT-AG (WKN A14KRD).

ETFs mit Schwerpunkt Immobilien

Immobilien-ETFs ermöglichen es Anlegern, Einzelwertrisiken zu vermeiden. Insbesondere global ausgerichtete Immobilien-ETFs bieten eine breite Risikostreuung, zum Beispiel der iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF (WKN A0LEW8) oder der VanEck Global Real Estate UCITS ETF (WKN A1T6SY). Der ETF von VanEck bildet den GPR Global 100 Index ab, der die weltweit 100 größten börsennotierten Immobilienunternehmen und REITs enthält. Der ETF kann als Top-Preis ETF bei comdirect im Sparplan ab 25 Euro gebührenfrei erworben werden, die laufenden Kosten betragen 0,25 % pro Jahr.

Offene Immobilienfonds

Mit offenen Immobilienfonds können Anleger schon seit Jahrzehnten mit kleinen Beträgen in den Immobilienmarkt investieren. Die Fonds enthalten jeweils eine größere Anzahl von Gewerbe- und/oder Wohnimmobilien und verdienen ihr Geld mit Mieten und Wertsteigerungen der enthaltenen Objekte. Offene Immobilienfonds sind in der Regel weniger volatil als Immobilienaktien oder ETFs. Zu den bekanntesten offenen Immobilienfonds gehören der Wertgrund WohnSelect D (WKN A1CUAY), der Deka-ImmobilienEuropa (WKN 980956) und Fokus Wohnen Deutschland – EUR DIS (WKN A12BSB). Schon seit 1972 ist der hausInvest (WKN 980701) von Commerz Real auf dem Markt. In diesem Zeitraum hat er kein einziges Jahr mit einer negativen Performance abgeschlossen – ganz gleich, ob gerade Ölkrise, Dotcom-Blase, Corona-Pandemie oder Nullzinspolitik herrschte. Den 50. Geburtstag feiert hausInvest mit einer Sonderaktion. Bis 31.01.2023 können Anleger den Fonds bei comdirect ab einer Einmalanlage von 250 Euro ohne Ausgabeaufschlag ordern.

Aktien, Fonds und ETF unterliegen Kursschwankungen. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – einer Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 24.08.2022; Quelle: comdirect.de

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