Grüner Wasserstoff Wichtige Energie der Zukunft

Fuel Cell Motor
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Ohne „grünen Wasserstoff“ wird die Energiewende kaum gelingen. Anleger können am Ausbau der Technologie teilhaben.

Im vergangenen Jahr haben viele Staaten ihre Klimaziele deutlich verschärft. Deutschland will nun „bereits“ 2045 klimaneutral sein, die Europäische Union sowie die USA, Japan, Kanada haben sich dieses Ziel bis 2050 gesetzt. Erstmals wurden zudem verbindliche Zwischenschritte definiert. Ob die ambitionierten Vorgaben der Politik tatsächlich eingehalten werden können, ist umstritten. Weitestgehend einig sind sich Experten allerdings in einem Punkt: Ohne „grünen Wasserstoff“, der unter Verwendung von Wind- und Sonnenenergie gewonnen wird, ist der Weg zur „Netto-Null“ kaum möglich. So betrachtet die Europäische Kommission „Wasserstoff als wichtige Säule für den geplanten European Green Deal“ und will bis 2050 mindestens 470 Milliarden Euro in die Wasserstofferzeugung investieren. „Die Technologie kann die Emissionen dort senken, wo die Elektrifizierung weniger effektiv ist“, erklärt Benjamin Loss, Global Research Analyst bei der US-amerikanischen William Blair Investment Management. „So hat grüner Wasserstoff das Potenzial, eine Wunderwaffe für wichtige Teile der Energiewende zu sein.“

Vorteile von grünem Wasserstoff

Grüner Wasserstoff ist klimaneutral, speicherbar, flexibel einsetzbar und theoretisch nahezu unendlich verfügbar. Zunehmend mehr Firmen aus energieintensiven Bereichen wie der Transportbereich oder die Stahlproduktion setzen deshalb auf das erste Element im Periodensystem als Treibstoff für Brennstoffzellen oder als synthetischer Energieträger. So fahren in Niedersachsen bereits Züge mit Wasserstoffantrieb im Regelbetrieb; in der Stahlerzeugung laufen erste Versuche, Kokskohle durch Wasserstoff zu ersetzten. Unter anderem auf diese Weise will etwa Thyssenkrupp seine Emissionen bis 2030 um 30 % reduzieren und bis 2050 komplett klimaneutral sein. „2021 hat sich die Anzahl der weltweit angekündigten Projekte in diesem Bereich um mehr als 100 % erhöht“, schreibt das Hydrogen Council, eine globale Initiative führender Energie-, Verkehrs- und Industrieunternehmen, in seinem jüngsten Bericht.

Langer Atem und Risikobereitschaft erforderlich

Entsprechend groß sind die Verdienstmöglichkeiten mit der neuen Technik. Das gilt insbesondere für Unternehmen, die allein im Bereich des grünen Wasserstoffs aktiv sind. Hierzu zählen etwa die norwegische Nel ASA (WKN A0B733), die auf die Herstellung von Wasserstoff aus elektrischer Energie sowie dessen Speicherung und Verteilung spezialisiert ist, oder der amerikanische Brennstoff­zellenhersteller Plug Power (WKN A1JA81). Sie waren insbesondere im Jahr 2020 stark gefragt, zuletzt haben diese „Pure Plays“ deutlich korrigiert. Eine breitere Basis bietet sich an. So investiert der Fonds GG Wasserstoff (WKN A2QDR5) zum einen in diese reinen Wasserstoff-Unternehmen: „Zum Investitionsspektrum gehören zudem Firmen, die bei der Transformation zur Wasserstoffgesell­schaft eine wichtige Rolle spielen“, erklärt Fondsmanagerin Carmen Junker. Das können Anbieter von Industriegasen wie Linde (WKN A2DSYC) sein, aber auch Automobilhersteller wie Hyundai (WKN 885166) oder Toyota (WKN 853510), die als erste serienmäßig Wasserstofffahrzeuge produzieren.

Wer passive Investments bevorzugt, kann auf Wasserstoff-ETFs wie den Vectors Hydrogen Economy von VanEck (WKN A2QMWR) und den L&G Hydrogen Economy (WKN A2QMAL) setzen. Zudem werden Wasserstoff-Zertifikate von verschiedenen Emittenten angeboten. Dabei setzt die UniCredit mit ihrem auf den von der ICF BANK berechneten Global Hydrogen Index (WKN HVB4H2). Das Partizipations-Zertifikat der Société Générale spiegelt dagegen die Wertentwicklung des Hydrogen Top Selection Index (WKN SR7XYH) vom Indexanbieter Solactive wider. Die Überschneidungen bei den abgebildeten Aktien sind relativ hoch. Die Indizes werden jeweils halbjährlich angepasst und die in ihnen enthaltenen Aktien gleichgewichtet.

Aktien, Fonds, ETFs und Partizipations-Zertifikate unterliegen Kursschwankungen. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Partizipations-Zertifikaten besteht als Schuldverschreibung zudem ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis hin zum Totalverlust eintreten. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – eine Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 20.04.2022; Quelle: comdirect.de