Goldaktien Glänzende Aussichten?

gestapelte Goldbarren
© gmutlu via Getty Images

In der Corona-Krise gibt es aktuell nur wenige Gewinner: Goldaktien gehören dazu.

Die Corona-Krise produziert auch Gewinner: Edelmetalle und speziell Gold gehören aktuell in diese Kategorie. Mit 1.584 Dollar pro Feinunze erreichte der Goldpreis im ersten Quartal 2020 den höchsten Durchschnittspreis in einem Quartal seit rund sieben Jahren. Im April folgte – in Euro gerechnet – der Sprung über 1.600 Euro und damit ein neues Allzeithoch. Viele Goldhändler meldeten schon seit Monaten große Lieferengpässe bei Münzen und Barren. Tatsächlich war seit den vielfältigen Beschränkungen des Wirtschaftslebens in Deutschland lange nur noch der Onlinekauf von Edelmetallen möglich, weil die örtlichen Verkaufsstellen ebenfalls schließen mussten.

Gold als Krisenschutz zieht derzeit viele Investoren an. „Die rasche Ausbreitung des Corona-Virus hat an den Finanzmärkten Panik ausgelöst. Die nach wie vor hohe Risikoaversion sollte zu einer robusten Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen beitragen“, erklärt Eugen Weinberg, Head of Commodity Research von der Commerzbank. Er erwartet bis zum Jahresende einen Goldpreis von 1.800 US-Dollar.

Minenaktien profitieren von hohen Preisen und sinkenden Kosten

Neben den physischen Edelmetallen bieten in der aktuellen Lage auch Goldaktien gute Perspektiven. Bei ihnen wirkt sich der hohe Durchschnittspreis positiv auf die Bilanz aus. Beispiel Newmont Mining (WKN 853823), die globale Nummer eins bei den Goldproduzenten: Im vierten Quartal 2019 lag der durchschnittliche Goldpreis bei 1.478 Dollar pro Feinunze. Die von Newmont berichteten Gesamtkosten der Produktion betrugen jedoch nur 946 Dollar. Daraus ergab sich eine ordentliche operative Marge von rund 530 Dollar pro Unze. Im ersten Quartal 2020 haben sich die Bedingungen noch einmal deutlich verbessert, weil der durchschnittliche Goldpreis um weitere 7 % gestiegen ist.

Dazu kommt, dass Newmont und auch andere Goldminenbetreiber vom günstigen Ölpreis profitieren, der sich gegenüber dem Jahresbeginn nahezu halbiert hat. Öl ist bei der Ausbeutung von Minen ein wichtiger Kostenfaktor, weil die großen Lkw-Flotten zum Transport des goldhaltigen Gesteins mit Diesel betrieben werden. Bei vielen Goldproduzenten machen die Energiekosten bis zu 30 % der Gesamtkosten aus. Eine Entlastung wirkt sich positiv auf die Gesamtkosten der Produktion aus.

Ein anderes Geschäftsmodell verfolgt Wheaton Precious Metals (WKN A2DRBP). Das kanadische Unternehmen betreibt selbst keine Minen, sondern ist ein sogenannter Streaming-Konzern. Wheaton Precious Metals vereinbart mit Minen, zu in einem bestimmten Zeitraum festgelegte Mengen Gold und Silber geliefert zu bekommen. Wheaton Precious Metals hat als reiner Silber-Streaming-Konzern begonnen. In den vergangenen Jahren ist die Geschäftstätigkeit erweitert worden, jetzt macht Gold schon fast 45 % der Gesamtumsätze aus. Der Gewinn stieg 2019 um 17 % und lag bei 0,56 Dollar pro Aktie. Nach der Bilanzvorlage hat Wheaton Precious Metals zudem noch eine Dividendenerhöhung um mindestens 11 % angekündigt.

Minenwerte im Paket

Im Durchschnitt sind Minenaktien derzeit so niedrig bewertet wie seit der Finanzkrise 2008/09 nicht mehr. Wer nicht auf einzelne Werte setzen möchte, kann einen breiten Investmentansatz mit einem Branchen-ETF wählen. Im ComStage NYSE Arca Gold Bugs ETF (WKN ETF091) sind die großen Namen der Minenbranche enthalten. Neben Newmont sind das auch Barrick Gold (WKN 870450), Agnico Eagle Mines (WKN 860325) oder auch Kinross Gold (WKN A0DM94). Zwei Drittel der enthaltenen Unternehmen stammen aus Kanada und weitere 21 % kommen aus den USA. Damit wird der starke nordamerikanische Fokus deutlich. Die laufenden Kosten betragen pro Jahr 0,65 %.

Aktien und ETF-Indexfonds unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage- oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 03.06.2020; Quelle: comdirect.de