Gesundheitsaktien Corona-Impfstoff: Milliarden-Dollar-Deal

Nahaufnahme der Hand eines Arztes, der einen Patienten mit der Spritze impft
© Manit Chaidee via Getty Images/iStockphoto

Die Bekämpfung des Corona-Virus steht weiterhin im Fokus. Anleger können im Paket auf forschende Pharma- und Biotech-Konzerne setzen.

Corona hat die Welt im Herbst wieder im Griff. Abstands- und Hygieneregeln bestimmen unseren Alltag und die Wirtschaft ächzt unter den Folgen des Lockdowns. Einig sind sich Experten, dass nur ein Impfstoff das Virus so stark zurückdrängen kann, dass seine Gefährlichkeit auf ein Minimum sinkt. Neben den weiterhin global steigenden Fallzahlen bestimmen daher Nachrichten die mediale Welt, die von Forschungsfortschritten der Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen berichten. Wer die Lösung findet, hat den Dank und viel Geld sicher: „Die Unternehmen wittern ein Milliardengeschäft. Deshalb ist bereits ein Wettlauf zwischen den Impfstoff-Forschern entbrannt, der noch einige Monate anhalten könnte“, sagt Christoph Frank, Geschäftsführer beim Fondsberater pfp Advisory aus Frankfurt.

Auf die Phase III kommt es an

Maßgeblich für eine Marktzulassung sind umfangreiche Tests an Freiwilligen, die in drei Phasen ablaufen: In Phase I wird an einer geringen Zahl gesunder Probanden der neu entwickelte Wirkstoff getestet. Kommt es hier zu keinen Nebenwirkungen, geht es in Phase II. Hier erfolgt die Erprobung an wenigen Kranken. Und in der maßgeblichen Phase III testen die Entwickler schließlich mit einer großen Zahl erkrankter Personen. In Phase III befindet sich u. a. AstraZeneca (WKN 886455). Der britisch-schwedische Pharmakonzern arbeitet mit Forschern der Universität Oxford zusammen. Der Impfstoff wird derzeit vor allem in den USA, aber auch in Großbritannien, Brasilien und Südafrika an bis zu 50.000 Menschen getestet. Ob und wann es letztendlich zu einer Marktzulassung kommt, ist nicht kalkulierbar.

Vielleicht hat aber auch Pfizer (WKN 852009) die Nase vorn: Der US-Konzern arbeitet mit dem deutschen Biotech-Unternehmen Biontech (WKN A2PSR2) zusammen, das im Herbst vergangenen Jahres an die New Yorker Börse gegangen ist. Auch diese Forschungspartner sind bereits in Phase III angekommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt keine Prognosen ab, welche Gesellschaft den ersten marktreifen Wirkstoff liefern könnte. Vielmehr vermuten die WHO-Experten, dass möglicherweise mehrere Impfstoffe nebeneinander gefunden und eingesetzt werden.

Breite Streuung mit Anti-Virus-Index

Wer nicht auf einen der aktuellen Favoriten im Direktinvestment setzen will, wirft einen Blick auf ein Anlagezertifikat von HypoVereinsbank onemarkets auf den Global Anti Virus Health Net Return Index (WKN HR09BX). Es kommt ohne Laufzeitbeschränkung aus. Enthalten sind 20 Aktien von Unternehmen aus dem Pharma-, Biotech- und Medizinbereich, die in Europa oder Nordamerika beheimatet sind. Sie müssen eine Marktkapitalisierung von mindestens zehn Milliarden Euro auf die Waage bringen und liquide handelbar sein: „Dank der breiteren Diversifikation über 20 Titel ist es möglich, dass mehrere Profiteure im Index enthalten sind. Zudem reduziert diese Verteilung das Einzelaktienrisiko“, erklärt Sebastian Bleser, Zertifikate-Experte bei HypoVereinsbank onemarkets.

Im Index dabei sind Bayer (WKN BAY001), BASF (WKN BASF11) und Beiersdorf (WKN 520000) aus Deutschland, die beiden Schweizer Novartis (WKN 904278) und Roche (WKN 855167) sowie internationale Größen wie AstraZeneca, Gilead Sciences (WKN 885823) und GlaxoSmithKline (WKN 940561). Zum Berechnungsbeginn gingen alle 20 Titel mit je 5 % ins Rennen, halbjährlich werden alle Titel wieder gleich gewichtet. Nettodividenden rechnet der Emittent an, das Entgelt liegt bei 1,2 % p. a.

Aktien und Partizipations-Zertifikate unterliegen Kursschwankungen. Damit sind Kursverluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Partizipations-Zertifikaten besteht als Schuldverschreibung zudem ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals eintreten. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 28.10.2020; Quelle: comdirect.de