ETF-Sparpläne: Langer Atem zahlt sich aus

Eine Frau telefoniert und steigt eine Treppe hinauf
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ETF-Sparpläne sind ein probates Mittel für langfristigen Vermögensaufbau. Wichtig ist Durchhaltevermögen auch in Kurstälern.

Sparen, sparen, sparen. Für die Ausbildung der Kinder, das irgendwann geplante Eigenheim oder zum Ausgleich der Rentenlücke. Es gibt viele Gründe, über selbstständig verwaltete Aktien-, Fonds- oder Anleiheengagements hinaus regelmäßig noch etwas Geld zur Seite zu legen. Fast genauso viele Ausreden sorgen allerdings oft dafür, mit dem Aufbau eines gewissen Polsters erst später zu beginnen oder immer mal wieder auszusetzen. Diese Problematik lässt sich durch den Abschluss eines ETF-Sparplans umgehen. Hier wird Monat für Monat oder auch quartalsweise ein zuvor festgelegter Betrag eingezahlt.

7,4 % trotzt regelmäßiger Rückschläge

Dabei kann leicht gezeigt werden, welche Erfolge sich auf lange Sicht schon mit überschaubaren Raten erzielen lassen. Dazu wird die monatliche Investition in ein Produkt unterstellt, das sich ähnlich entwickelt wie der DAX. Der Index für die 40 wichtigsten heimischen Bluechips (bis September 2021 waren dies 30 Werte) wurde Ende 1987 auf 1.000 Punkte normiert. Ende August notierte er bei rund 12.800 Zählern. Der DAX kannte viele Krisen. So hat er sich nach dem Platzen der Spekulationsblase am Neuen Markt vor rund 20 Jahren gedrittelt. In der Finanzkrise 2008/2009 gab er rund die Hälfte ab. Auch während des Corona-Crashs im Frühjahr 2020 verlor er binnen weniger Wochen rund 40 %. Und dennoch erreichte er einen durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von gut 7,4 %. Zieht man hiervon großzügig gerechnet noch 0,4 % für anfallende Verwaltungskosten bei Exchange Traded Funds ab, bleiben immer noch 7 % übrig.

Der Zinseszinseffekt

Beim Fortschreiben dieser Rendite sowie monatlichen Sparraten von lediglich 200 Euro kann sich innerhalb von zehn Jahren inklusive Zins und Zinseszins sowie unter Berücksichtigung der bei Auszahlung fällig werdenden Abgeltungsteuer von 26,375 % ein Betrag von 31.250 Euro ansammeln. Auch wenn es sich hierbei nur um eine rein theoretische Betrachtung handelt, da Kursbewegungen der Vergangenheit nicht als Indikator für die zukünftige Entwicklung herangezogen werden dürfen, ist dies sicherlich ein guter Anfang. Wird der Sparvorgang nicht nur über zehn, sondern über 30 Jahre konsequent fortgeführt, kann das auf diese Weise angehäufte Vermögen sogar auf über 165.000 Euro steigen und hätte damit mehr als 90.000 Euro Rendite erwirtschaftet – nach Steuern.

Cost-Average-Effekt

Bei dieser Berechnung wurde der Durchschnittskosteneffekt (Cost Average) noch nicht einmal berücksichtigt. Er entsteht dadurch, dass bei gleichbleibender Einzahlungshöhe in schwachen Börsenphasen relativ viele ETF-Anteile erworben werden und bei hohen Kursen entsprechend weniger. Ein simples Beispiel: Kostet ein ETF-Anteil 100 Euro, werden bei einer Sparleistung von 200 Euro zwei Stück gekauft. Verdoppelt sich sein Wert bis zur nächsten Einzahlung, bekommt der Anleger dagegen nur einen Anteil. Fällt der Preis dann wieder auf 100 Euro, werden wiederum zwei Papiere in das Depot gebucht So hat der Sparer pro Anteil im Durchschnitt 120 Euro gezahlt. Hätte er jeweils einen Anteil gekauft, wären 400 Euro für damit 133 Euro pro Anteil fällig geworden. Dies ist ein Grund, warum Sparpläne in schwachen Börsenphasen keineswegs ausgesetzt werden sollten. Letztendlich sind es nämlich gerade die zwischenzeitlichen Einbrüche mit ihren günstigen Einstiegskursen, die die Sparplanrendite weiter nach oben treiben. Um vom Cost-Average-Effekt zu profitieren, sollte der Verkauf der gesammelten Anteile dann allerdings auch unbedingt in einer guten Börsenphase erfolgen.

Keep it cheap

Da sich schon kleine Renditeunterschiede langfristig stark bemerkbar machen, sollte bei der Auswahl eines oder mehrerer Sparpläne unbedingt auf niedrige Kosten geachtet werden. So führt im obigen Beispiel schon eine Gebührenmehrbelastung von jährlich 0,5 % zu einem um 10.600 Euro reduzierten Gesamtergebnis. comdirect bietet derzeit 150 ETF-Sparpläne als Top-Preis ETFs (alle Informationen und Konditionen zu den Top-Preis ETFs von comdirect finden Sie hier) ohne Orderentgelt an. Darunter finden sich Produkte auf den DAX (WKN LYX0AC) und den MDAX (WKN ETF907), aber auch auf den MSCI World (WKN LYX00C), mit dem Anleger an der Wertentwicklung von über 2.900 großen und mittelgroßen Unternehmen aus 23 Industriestaaten und 27 Schwellenländern (Emerging Markets) partizipieren können. Hinzu kommen diverse Brachen-ETFs, z. B. auf Rohstoff-Aktien wie der VanEck Global Miners ETF (WKN A2JDEJ). sowie Produkte, die auf bestimmte Anlagestrategien wie etwa eine reduzierte Volatilität (MSCI World Minimum Volatility – WKN A1103F) setzen. Auch bei Sparplänen müssen Anleger auf eine breite Auswahl also nicht verzichten.

ETFs unterliegen Kursschwankungen. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – einer Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 21.09.2022; Quelle: comdirect.de