Edelmetalle Mit Gold gegen die Inflation

Gold
© AarreRinne via GettyImages / iStockphoto

Gold hilft bei Krisen und bei Geldentwertung: Trotz höherer Produktionskosten bleiben die Aussichten des Edelmetalls gut.

Gold ist ein Krisenmetall. Diese Aussage stimmt in diesem Jahr nicht mehr ganz ohne Einschränkungen. Als der Krieg in der Ukraine begann, kletterte der Preis für das Edelmetall rasch an und erreichte mit mehr als 2.050 Dollar pro Feinunze fast ein neues Allzeithoch. Doch seit einigen Wochen steht der Goldpreis unter Druck – obwohl der Krieg in der Ukraine anhält, in China weitere Lockdowns drohen und zudem die Inflation hoch bleibt. Im Vergleich zu Anlageoptionen wie Aktien und Anleihen ist das Edelmetall jedoch weiterhin bemerkenswert stabil. „Gold bleibt ein wichtiger Bestandteil eines diversifizierten Portfolios“, sagt Goldexperte Ronald Stöferle. Für den Autor des weltweit anerkannten jährlichen Reports „In Gold We Trust“ ist Gold allerdings kein kurzfristiges Spekulationsobjekt, sondern eine Investition mit mittel- bis langfristigem Horizont.

Gold als Anker in inflationären Zeiten

Das Interesse an Investitionen in Gold ist hoch. Im ersten Quartal 2022 stieg die Goldnachfrage laut Statistik des World Gold Council (WGC) vor allem wegen der massiven Zuflüsse in börsengelistete Gold-ETFs um 34 % an. „Das reflektiert den Status des Goldes als sicherer Hafen der Geldanlage“, erklärte Louise Street, Senior Analyst des WGC. „Die Kombination aus hoher Inflation und erhöhten geopolitischen Spannungen dürfte die Nachfrage nach Gold bei den Anlegern wahrscheinlich anheizen.“ Auch Daniel Briesemann, Rohstoff-Analyst der Commerzbank, sieht diesen Trend: „Kleinanleger scheinen ob der stark gestiegenen Teuerungsraten verstärkt an Gold als Inflationsschutz interessiert zu sein. Das zeigt die hohe Nachfrage nach Goldschmuck sowie nach Münzen und Barren.“

Die Inflation war in der Tat in den vergangenen 50 Jahren ein wichtiger Treiber für den Goldpreis. Insgesamt stieg der Goldpreis seit 1971 nach der Statistik des World Gold Council um durchschnitt­lich 11 % pro Jahr. In den Jahren mit Inflationsraten von über 3 % legte er sogar um durchschnittlich 14 % zu. Nach Jahren mit weitgehend stabilen Preisen sind die aktuellen Inflationszahlen mit 7,9 % in Deutschland und 8,6 % in den USA extrem hoch. Das dürfte kaum so bleiben. Aber die meisten Volkswirte und Vermögens­verwalter rechnen damit, dass die Inflation auf mittlere Sicht über 3 % liegen wird. Dieser Rückenwind fürs Gold wird zwar von steigenden Zinsen etwas gebremst. Aber echter Gegenwind würde erst entstehen, wenn die Realzinsen von zehnjährigen US- oder Bundesanleihen in den positiven Bereich drehen würden – ein Szenario, mit dem niemand rechnet, weil es viele hoch verschuldete Staaten in den Bankrott treiben würde.

Anleger haben zahlreiche Optionen

Grundsätzlich bleibt das Umfeld für Gold damit gut. Anleger haben verschiedene Wege, in Gold zu investieren. Eine klassische Form der Krisenabsicherung ist der Kauf von Barren und Münzen. Barren haben in der Regel ein geringeres Aufgeld zum Gold-Marktpreis. Zu berücksichtigen sind allerdings auch Lagerkosten. Diese Kosten fallen bei Gold-ETFs geringer aus. Die Vorteile dieser speziellen börsengehandelten Goldanlagen sind die physische Hinterlegung und die flexible Handelbarkeit direkt über die Börse. In Deutschland gehören Xetra-Gold (WKN A0S9GB) und Euwax Gold II (WKN EWG2LD) zu den größten Anbietern. Sie verbriefen jeweils das Anrecht auf ein Gramm Gold. Die laufenden Kosten sind niedrig. Damit bieten diese Produkte einen kostengünstigen Weg, direkt auf die Entwicklung des Goldpreises zu setzen – ohne sich Gedanken über die Lagerung des Edelmetalls machen zu müssen.

Die Aktien von Goldproduzenten haben vom Anstieg des Goldpreises in den vergangenen drei Jahren nicht so stark profitiert wie erwartet. In der Vergangenheit wirkten ihre Papiere meist wie ein Hebel auf den Goldpreis. Das heißt: In Phasen steigender Goldpreise schlugen sich diese bei konstanten Kosten direkt in überproportionalen Gewinn- und Kurssteigerungen der Goldminenaktien nieder. Aktuell aber bremsen die rasant gestiegenen Energiepreise, die bei den Produktionskosten der Minen eine wichtige Rolle spielen. Das haben die Bilanzen zum ersten Quartal schon gezeigt. Beim Branchenprimus Newmont Mining (WKN 853823) sorgte der Effekt der höheren Energiekrise für massiv steigende Produktionskosten im Jahresvergleich.

Trotz der jüngsten Korrektur haben sich die meisten Goldminenaktien an der Börse in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Für Investitionen in Einzelwerte müssen Anleger allerdings die jeweiligen Reserven und Produktionskosten der Unternehmen genau unter die Lupe nehmen. Eine breitere Abdeckung des Marktes bieten ETFs auf Goldminen. Der ETF-Anbieter VanEck ist gleich mit zwei speziellen Produkten am Markt. Beim VanEck Goldminers ETF (WKN A12CCL) stehen die großen Minen im Fokus. Die drei größten Positionen sind Newmont Mining, Barrick Gold (WKN 870450) und Franco-Nevada (WKN A0M8PX). Die jährlichen Kosten liegen für den ETF bei 0,53 %. Beim VanEck Junior Goldminers ETF (WKN A12CCM) stehen hingegen die kleineren Produzenten im Fokus. Zu den größten Positionen zählen Evolution Mining (WKN A1JNWA) und Yamana Gold (WKN 357818). Die jährlichen Kosten liegen für den ETF bei 0,55 %. Beide ETFs sind bei comdirect als Top-Preis ETFs erhältlich. In der Einmalanlage kostet der Kauf nur 3,90 Euro pro Order, im Sparplan fällt ab 25 Euro pro Ausführung kein Orderentgelt an (alle Informationen und Konditionen zu den Top-Preis ETFs von comdirect finden Sie hier).

Aktien, Fonds und ETF unterliegen Kursschwankungen. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – einer Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 28.06.2022; Quelle: comdirect.de