Discountzertifikate Mit Rabatt investieren

Geschäftsfrau, die den Finanzmarkt studiert
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In Zeiten starker Schwankungen an den Aktienmärkten steigt die Attraktivität von Discountzertifikaten.

Die Corona-Pandemie hat die internationalen Börsen weiterhin im Griff. Zwar haben sich die Aktienmärkte nach zwischenzeitlichen Verlusten von bis zu 40 % inzwischen wieder deutlich erholt, von Normalität kann aber noch keine Rede sein. Schließlich weiß derzeit niemand genau, wie sich die Wirtschaft erholen wird. Entsprechend hoch ist die Nervosität unter den Investoren, was sich an den einschlägigen Volatilitätsindizes wie etwa dem VDAX-New mit seinem nach wie vor überdurchschnittlich hohen Stand unschwer ablesen lässt. Während starke Schwankungen den Aktienbesitzern großes Unbehagen verursachen, können Käufer von Discountzertifikaten hiervon in Form attraktiver Konditionen besonders profitieren.

Hohe Volatilität, hohe Maximalrenditen

Um diese Aussage einordnen zu können, muss man wissen, dass sich „Discounter“ stets aus einem Basiswert und einer verkauften Kaufoption auf diesen Basiswert zusammensetzen. Durch den Verkauf des Calls kassiert der Emittent eine Optionsprämie, die es ihm ermöglicht, das Underlying mit einem Rabatt anzubieten. Anders als bei Aktien, die theoretisch unbegrenzt steigen können, ist der Rückzahlungsbetrag des Discountzertifikats dadurch allerdings auf einen Maximalbetrag (Cap) begrenzt. Dieser ergibt sich aus dem Basispreis (Strike) des verkauften Calls.

Je höher nun die für die Zukunft erwartete Schwankungsintensität (implizite Volatilität) des Underlyings, desto üppiger fallen auch die Prämien aus. Damit steigen auch die Rabatte, die der Emittent den Käufern von Discountzertifikaten im Vergleich zu einem Direktinvestment in den Basiswert gewähren kann. Bei stürmischen Märkten kann das Underlying bei ansonsten gleichen Bedingungen somit deutlich stärker an Wert verlieren als in ruhigen Phasen, ohne dass der Investor in die Verlustzone gerät. Gleichzeitig fällt der maximal zu erzielende Gewinn höher aus. Allerdings können die Kursturbulenzen auch anhalten. Bei weiter sinkenden Kursen sind mit Discountzertifikaten ebenfalls Verluste möglich.

DAX-Seitwärtsrenditen von 8,5 % möglich

So bringen es DAX-Discounter mit einem Cap von 12.700 Punkten mit Fälligkeit im April 2021 (WKN DF9N40) aktuell auf eine Maximal- und Seitwärtsrendite von 8,5 % bzw. 10,7 % p.a. In die Verlustzone geraten Käufer der „Rabattpapiere“, wenn das wichtigste deutsche Aktienmarktbarometer bis zum 26.03.2021 (Bewertungstag) per saldo mehr als 8,2 % an Wert verliert. Wird alternativ eine Basis von 13.000 Punkten, also leicht über dem aktuellen Indexniveau, gewählt (WKN SB0C4S), sind bei gleicher Laufzeit aufs Jahr umgerechnet sogar Maximalrenditen von bis zu 12,5 % drin. Gleichzeitig steigt aber natürlich auch die Verlustschwelle (hier: 11.841 DAX-Punkte) an. Bei einem Indexwert von 10.500 Punkten – nur um an dieser Stelle ein Beispiel zugeben – würden die Verluste 11,3 % betragen.

Discountzertifikate unterliegen Kursschwankungen. Damit sind Kursverluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Discountzertifikaten besteht als Schuldverschreibung zudem ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals eintreten. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 10.06.2020; Quelle: comdirect.de