- Wachstumsaussichten und niedrige Zinsen sprechen für den deutschen Aktienmarkt.
- DAX-Säulen beeindrucken mit Kurssteigerungen und üppigen Dividendenausschüttungen.
- Zyklische Aktien und Titel aus der zweiten Reihe kommen zunehmend in den Fokus.
Am neuen Bundeskanzler konnte es noch nicht liegen. Der kam erst im März ins Amt. Aber dennoch tat sich im 1. Quartal des Jahres 2025 Erstaunliches. Die deutsche Wirtschaft wuchs um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal. Der höchste Anstieg seit Langem wurde zwar durch Vorzieheffekte aufgrund von Donald Trumps Zollpolitik begünstigt. Aber nicht allein die Angst vor dem Mann im Weißen Haus war für den Aufschwung verantwortlich. Denn die EZB senkte die Zinsen mehrfach in Folge. Und schließlich einigte sich die neue Bundesregierung auf ein umfangreiches Ausgabenprogramm. Demnächst stehen 500 Milliarden Euro aus dem Konjunkturpaket zur Verfügung und die Kassen fürs Militär sind nahezu grenzenlos offen. Die Börsen klatschten Beifall: Im 1. Halbjahr stieg der DAX um fast 20 % an und ließ die internationale Konkurrenz weit hinter sich. Dieser Trend könnte sich fortsetzen.
Konjunkturaussichten verbessern sich
„Zusammen mit den versprochenen Strukturreformen und der Entbürokratisierung rechnen wir mit einem Stimmungsumschwung in der Wirtschaft“, erklärt Professor Jan Viebig, Chief Investment Officer von ODDO BHF SE. Auch die Umfragen des Münchner Ifo-Instituts bestätigten den Aufwärtstrend. Der Ifo-Index verbesserte sich im Juli zum siebten Mal in Folge von 88,4 auf 88,6 Punkte. „Neben den Dienstleistern legt auch die Industrie zunehmend ihren Pessimismus ab“, sagt Daniel Hartmann, Chefvolkswirt des Asset Managers Bantleon: Die Zahl der optimistischen Einschätzungen liegt inzwischen nahezu gleichauf mit der Zahl der pessimistischen Einschätzungen. Das heißt: Zunehmend mehr Industrieunternehmen glauben an die konjunkturelle Erholung. Dabei helfen auch die besseren Finanzierungsbedingungen. Die Inflation ist an die 2-%-Marke zurückgefallen und die starke Gemeinschaftswährung erlaubt der EZB über schwache importierte Inflation weitere Zinslockerungen: „Internationale Geldgeber schenken aktuell Deutschland viel Vertrauen“, erklärt Robert Halver, Kapitalmarktstratege der Baader Bank. „Die umfangreichen neuen deutschen Schulden werden als gut betrachtet, da sie der Infrastruktur und der Rüstung guttun und für gutes Wachstum sorgen.“
Performance-Spitzenreiter profitieren von Sonderfaktoren
Trotz der weitgehenden Stagnation des realen Bruttoinlandsprodukts in den 2020er-Jahren hat der DAX in den vergangenen 5 Jahren fast 90 % zugelegt. Die besonders performancestarken unter den 40 DAX-Unternehmen profitierten dabei allerdings von Sonderfaktoren. So ist der Kurs von Rheinmetall seit Mitte 2020 um gut 2.200 % gestiegen. Aus der grauen MDAX-Maus ist nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine ein DAX-Schwergewicht mit einer Marktkapitalisierung von über 80 Milliarden Euro geworden. Auch MTU Aero Engines, Airbus und Heidelberg Materials legten aufgrund der geänderten Weltlage und der angekündigten Ausgabenprogramme kräftig zu. Die Deutsche Bank und vor allem die Commerzbank erholten sich dank Restrukturierungsprogrammen und der Wiederentdeckung des Zinses. Beide sind aber weiterhin noch deutlich von ihren historischen Höchstkursen entfernt.
Ertragreiche Basisinvestments im DAX
Wichtiger noch für den nachhaltigen Erfolg des wichtigsten deutschen Aktienindex war aber in den vergangenen Jahren die Performance der großen DAX-Säulen. Sie beeindrucken mit stetiger Kursentwicklung und steigenden Dividenden. Zu den ausschüttungsstärksten Unternehmen im DAX gehören traditionell die Versicherungswerte Münchener Rück und Allianz. Anlegende konnten sich sowohl über üppige Dividenden wie auch über kräftig anziehende Aktienkurse freuen. Im Geschäftsjahr 2024 erzielten die beiden Versicherer neue Rekordgewinne und setzen den Trend 2025 fort. Die ehemals leidgeprüfte Deutsche Telekom profitiert besonders von ihrem 50,4%igen Mehrheitsanteil an T-Mobile US, der für den größten Teil der Marktkapitalisierung von rund 150 Milliarden Euro verantwortlich ist. Gar zum teuersten Unternehmen Europas hat sich SAP entwickelt. Der Walldorfer Software-Spezialist wird inzwischen an der Börse mit über 300 Milliarden Euro bewertet.
Zyklische Unternehmen und Small Caps vor der Erholung
Unter den Industriewerten konnte sich in den vergangenen Jahren allein Siemens hervorragend behaupten. Das könnte sich jedoch in naher Zukunft ändern. Denn für 2026 wird dank der Konjunkturprogramme in Deutschland ein Wachstum von 1,5 % erwartet: „Die bessere Konjunktur dürfte vor allem zyklischen Aktien zugutekommen“, erklärt Robert Halver. Neben den seit Jahren gebremsten DAX-Mitgliedern aus Autobau und Chemie bedeutet das auch Hoffnung für die zweite Reihe des deutschen Aktienmarktes. „Aktuell sind wir stark in Industrieunternehmen investiert. Gerade der deutsche Aktienmarkt bietet attraktiv bewertete Unternehmen, die in einer kleinen Nische hoch spezialisierte Produkte herstellen“, sagt Professor Jan Viebig von ODDO BHF. Ein Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen könnte also durchaus MDAX-Säulen wie Wacker Chemie, Krones oder Jungheinrich neuen Schwung geben.
Deutschland-Investments per ETF und Fonds
Viele Anlegerinnen und Anleger investieren in Deutschland in Einzelwerte. Zur Risikostreuung bieten sich aber auch Investments per ETF und Fonds an. Unter den über 500 sogenannten 0-Euro-ETF1 von comdirect können Anlegende in den Amundi DAX UCITS ETF DR – EUR ACC, aber auch in andere Mitglieder der DAX-Familie investieren. Der iShares DAX ESG spiegelt den DAX-Index wider und reduziert gleichzeitig seine Kohlenstoffintensität um mindestens 30 %. Der Amundi DivDAX II UCITS ETF – EUR DIS enthält die 15 dividendenstärksten Aktien des DAX. ETFs auf den MDAX wie der iShares MDAX® UCITS ETF (DE) – EUR DIS haben in den vergangenen 5 Jahren zwar deutlich schlechter abgeschnitten als der DAX. Das gibt ihnen aber aktuell Aufholpotenzial, zumal sie über die vergangenen 3 Jahrzehnte besser abschnitten als die Bluechips.
Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland können neben den 40 Unternehmen aus dem Auswahlindex auch kleinere Werte beimischen. Zu den traditionsreichsten deutschen Aktienfonds gehören mit mindestens 4 Sternen im Morningstar-Rating der HSBC German Equity – AC und der UBAM Dr.Ehrhardt German Equity. In den vergangenen 5 Jahren haben der Monega Germany – EUR DIS, der FPM Funds Stockpicker Germany All Cap – C EUR DIS und der UBS (D) Aktienfonds-Special I Deutschland – EUR ACC sowie der MEAG Proinvest – A EUR DIS und der S4A Pure Equity Germany – R EUR ACC besonders gut abgeschnitten. Einen stärkeren Fokus auf Nebenwerte haben der DWS Concept Platow und vor allem der Lupus alpha Smaller German Champions – A EUR DIS, der bei comdirect als 0-Euro-Fonds2 erhältlich ist. Eine Besonderheit schließlich ist der Amundi Bavarian Equity Fund – P EU DIS, der nur in Unternehmen mit Stammsitz in Bayern investiert. Mit Siemens und Allianz sind hier 2 Zugpferde des DAX am stärksten vertreten.
Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Damit sind Kursverluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Auswirkung von Inflation: Grundsätzlich beeinflusst die Entwicklung der Inflationsrate deinen Anlageerfolg. Ein daraus resultierender Kaufkraftverlust betrifft sowohl die erzielten Erträge als auch dein investiertes Kapital. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich deine selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhältst du auf der Fonds-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – einer Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 18.08.2025; Quelle: comdirect.de
1 0-Euro-ETFs: Diese ETFs kannst du bis zum 31.12.2027 ohne Orderentgelt, zzgl. marktüblicher Spreads, Zuwendungen und Produktkosten bei uns kaufen und besparen.
Sparplanausführung: 0 € Orderentgelt
Einmalkauf: 0 € Orderentgelt (ab 1.000 € Ordervolumen je Kauf über den Börsenplatz Tradegate)
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2 0-Euro-Fonds
Diese Fonds kannst du ohne Orderentgelt, zzgl. marktüblicher Spreads, Zuwendungen und Produktkosten bei uns im Festpreisgeschäft kaufen und besparen.
Sparplanausführung: 0 € Orderentgelt
Einmalkauf: 0 € Orderentgelt (Kauf über das comdirect Festpreisgeschäft)
Wofür gilt die Aktion nicht
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