- Zahlreiche Indikatoren sprechen weltweit für steigende Börsen.
- Deutschland und Europa profitieren von Konjunkturprogrammen.
- Diversifikation wird 2026 wieder ein wichtiges Thema werden.
Auf ein Neues: In Deutschland, Europa und den USA starteten die Börsen gut ins Jahr 2026. Zwischenzeitlich erreichte der DAX sogar mit 25.420 Punkten ein Allzeithoch. Zwar bremste die Debatte um Donald Trumps Grönlandpläne den Aufschwung erst einmal aus. Dennoch ist der überdurchschnittliche Januar ein positives Vorzeichen für das Gesamtjahr. Denn von den 20 Jahren, in denen der DAX seit dem Mauerfall mit schwarzen Januarzahlen ins neue Jahr startete, schaffte er 16-mal auch im Gesamtjahr ein Plus. Eine solche Quote von 80 % weist die Statistik auch für den amerikanischen S&P aus – sogar über mehr als 100 Jahre. So große Erfolge wie in den vergangenen 3 Börsenjahren mit ihren Renditen um 20 % erscheinen für Winfried Walter, Vorstand der Kölner Vermögensverwaltung Schneider, Walter & Kollegen, zwar eher unwahrscheinlich: „Aber ein hohes einstelliges Plus erwarte ich schon.“
Weltweite Konjunkturerholung hält an
Zwar dürften auch im Jahr 2026 die geopolitischen Bedrohungen und die erratische Politik von Donald Trump für starke Schwankungen sorgen. Aber zahlreiche Indikatoren deuten auf steigende Börsen hin. So sprechen die Zinsmärkte für positive Kursentwicklungen. Denn in Europa ist der Leitzins bei 2,0 % angekommen und dürfte nach der Einschätzung der meisten Expertinnen und Experten im weiteren Jahresverlauf dort verharren. Für die USA dagegen erwarten sie die Fortsetzung des moderat sinkenden Zinstrends. Zudem dürfte sich die weltweite Konjunkturerholung fortsetzen. Asien und allen voran Indien ziehen als Lokomotive die Weltwirtschaft. In Europa und vor allem in Deutschland machen sich Erholungstendenzen in der Industrie breit. Schließlich erwarten Ökonomen auf breiter Front steigende Unternehmensgewinne – und diese sind die langfristigen Treiber der Börsenkurse.
Europa bleibt attraktiv bewertet
Für europäische Anlegerinnen und Anleger waren die europäischen Märkte im vergangenen Jahr attraktiver als die USA – wegen der Dollar-Schwäche, aber auch wegen der anziehenden Konjunktur in Euroland. Diese Tendenz könnte sich nach Einschätzung von Berenberg-Chefvolkswirt Holger Schmieding in diesem Jahr fortsetzen. „Dafür sprechen 6 Gründe“, erklärt der Ökonom: „Weniger Störfeuer aus dem Weißen Haus, die lockere Geldpolitik der EZB, der nachlassende Energiepreisschock, ein robuster Arbeitsmarkt, eine etwas stabilere Lage in Frankreich sowie der deutsche Fiskalimpuls.“ Von diesen positiven Faktoren versprechen sich zahlreiche Unternehmen auf dem Kontinent Wachstumsimpulse. Dazu gehören Rüstungskonzerne wie die britische BAE Systems und die italienische Leonardo, Pharmaunternehmen wie Sanofi und Roche, aber auch die leidgeprüfte Chemieindustrie mit der französischen Air Liquide und dem deutschen Weltmarktführer BASF.
Deutschland profitiert von Konjunkturprogrammen
Was für Europa gilt, gilt für Deutschland umso mehr. Nach 2 Jahren Minus ist das Bruttoinlandsprodukt 2025 erstmals wieder um 0,3 % gewachsen. 2026 soll das Wachstum wieder über der 1-%-Marke liegen. Die Vorzeichen stehen gut, dass das Ziel erreicht werden kann. Im Dezember stiegen die Auftragseingänge in der Industrie zum 4. Mal in Folge – und das gleich um 7,8 % gegenüber dem Vormonat. „Der Auftragseingang lag damit im Schlussquartal 2025 fast 10 % höher als im 3. Quartal“, sagt Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung. „Damit zeigt sich, dass die konjunkturelle Erholung auch in der Industrie ankommt.“
Besonders profitieren davon aktuell die Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall und Hensoldt. Ihre Kurse sind jedoch schon in Erwartung kommender Aufträge seit Beginn des Ukraine-Kriegs fulminant angestiegen. Mehr Aufholpotenzial haben Maschinenbauer aus dem MDAX, deren Kurse in den vergangenen 5 Jahren eher dahindümpelten. Dazu gehören, Krones, Kion oder Jungheinrich. Selbst die Krisenindustrien Chemie und Automobil könnten nach Einschätzung von Vermögensverwalter Winfried Walter wieder interessant werden. BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen sind aktuell mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen deutlich unter 10 bewertet und die voraussichtlichen Dividendenrenditen bewegen sich zwischen knapp 5 und 7 %.
Asien geht voran
Der Favorit der meisten Vermögensverwalter für 2026 ist jedoch nicht Europa oder Deutschland, sondern Asien. Dafür verantwortlich ist die anhaltende Wachstumsdynamik im Kontinent. China hat sich in den Zollauseinandersetzungen stark gezeigt. Besonders gut schnitt zuletzt der koreanische Markt mit dem Leitwert Samsung Electronics ab, der besonders von der weltweiten Nachfrage nach Speicherchips profitiert. In Indien hat die jüngste Ankündigung von US-Präsident Trump, die hohen Einfuhrzölle auf indische Waren von 50 auf 18 Prozent zu senken, für Kursgewinne gesorgt. Für 2026 erwarten Ökonomen für Indien ein Wachstum von 6,5 % und Gewinnsteigerungen bei den Unternehmen von fast 20 %. „Indien hat 2025 schwache Renditen in US-Dollar erzielt und nach einer langen Phase der Outperformance deutlich unterdurchschnittlich abgeschnitten“, erklärt Tom Wilson, Head of Emerging Market Equities bei der Fondsgesellschaft Schroders. „Die Aktienbewertungen haben sich verbessert, insbesondere die Bewertungen von Finanzwerten sind attraktiv.“
USA: Gefahr für Anlegende durch den Dollar
US-Werte haben im vergangenen Jahr gar nicht schlecht abgeschnitten. Der S&P und vor allem die NASDAQ notierten 2025 2-stellig im Plus. Allein: Bei den deutschen und europäischen Anlegerinnen und Anlegern kam davon fast nichts an, weil der US-Dollar gegenüber dem Euro stark nachgab. Eine Fortsetzung des Dollar-Verfalls scheint möglich, weil die US-Leitzinsen sinken dürften und gleichzeitig die US-Budgetdefizite mit fast 8 % deutlich über den europäischen liegen werden. Für Winfried Walter drängen sich deshalb und wegen der hohen Bewertungen Investitionen in US-Konsumaktien oder US-Industriewerte kaum auf. Deutlich wichtiger für internationale Anlegerinnen und Anleger ist allerdings ohnehin die Entwicklung der „Glorreichen Sieben“. Diese 7 US-Aktien mit KI-Fantasie (Amazon, Alphabet, Apple, Meta, Microsoft, NVIDIA, Tesla) machen rund ein Viertel der Marktkapitalisierung des S&P 500 aus. Sie sind allesamt recht hoch bewertet. Einige wie Apple, Microsoft oder NVIDIA konnten zuletzt hervorragende Ergebnisse vorlegen, Tesla allerdings leidet unter Umsatz- und Gewinnschwund.
Diversifikation zählt
Ganz ohne US-Technologiegiganten kommen diversifizierte Depots nicht aus. Für europäische Anlegende sollten die Glorreichen Sieben jedoch kaum 20 % des Depots ausmachen, meint Vermögensverwalter Winfried Walter. Er setzt auf Diversifikation: „Sie sollte auf verschiedenen Ebenen stattfinden – Währungen, Branchen, Regionen.“ Die nötige Diversifikation können Anlegerinnen und Anleger mit Einzelwerten darstellen. Bei kleineren Budgets bieten sich Investments in breit anlegende ETFs und aktiv gemanagte Aktienfonds an. Zu den global ausgerichteten Fonds gehören etwa der Amundi Top World – EUR ACC und der JPMorgan Investment Funds-Global Dividend Fund – A. Der Comgest Growth Europe und der Nordea 1 European Stars Equity Fund – BP konzentrieren sich auf Europa, der DWS Aktien Strategie Deutschland – LC EUR ACC Fonds und der Lupus alpha Smaller German Champions – A EUR DIS auf Deutschland. Der JPMorgan Funds-Pacific Equity Fund – A USD und der Invesco Asian Equity Fund – A EUR setzen auf die asiatischen Wachstumswerte, der Fidelity Funds – Sustainable Emerging Markets und der Robeco QI Emerging Markets Active Equities – D EUR ACC berücksichtigen auch andere Schwellenländer.
Eine weitere Anlagemöglichkeit sind kostengünstige ETFs. Bei comdirect stehen rund 3.000 ETFs von renommierten Anbietern zur Verfügung. Anlegende können dabei gezielt auf große globale Indizes, nachhaltige Varianten dieser Indizes, regionale oder Branchenvarianten sowie aktiv gemanagte ETFs setzen. Darunter fallen über 500 ETFs, die als sogenannte ETF-Specials ohne Orderentgelt (zzgl. marktüblicher Spreads, Zuwendungen und Produktkosten) bei comdirect bespart oder ab 1.000 Euro Order über den Börsenplatz Tradegate gekauft werden können. Börsenplatzabhängige Entgelte, mögliche pauschalierte Abwicklungsentgelte bei ausländisch verwahrten Wertpapieren, Telefonzuschläge sowie Fax- und Briefzuschläge sind von der Entgeltreduzierung ausgenommen. Von den Sonderkonditionen der ETF-Specials sind Depots von Kundinnen und Kunden, die von einem Finanzdienstleister betreut werden, sowie Pure Depots ausgeschlossen. Bei Ausscheiden eines ETFs aus dem Angebot der ETF-Specials gelten die regulären Konditionen gemäß aktuellem Preis- und Leistungsverzeichnis.
Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Damit sind Kursverluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Auswirkung von Inflation: Grundsätzlich beeinflusst die Entwicklung der Inflationsrate deinen Anlageerfolg. Ein daraus resultierender Kaufkraftverlust betrifft sowohl die erzielten Erträge als auch dein investiertes Kapital. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich deine selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhältst du auf der Fonds-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – einer Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 16.02.2026; Quelle: comdirect.de


