Cyber Security: Sicherheit bringt Rendite

Frau sitzt am Laptop mit Handy und Bankkarte in der Hand
© sitthiphong via Adobe Stock

Cyberangriffe nehmen zu. Unternehmen müssen in Abwehrmaß­nahmen investieren. Davon profitieren Spezialisten für IT-Sicherheit.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine setzt nicht nur Politiker und Militärs in höchste Alarmbetreitschaft. Auch IT-Spezialisten sind auf dem Posten. Denn das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt „eine erhöhte Bedrohungslage“ für Deutschland fest. Die Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes ruft Organisationen, Behörden, aber auch Unternehmen dazu auf, ihre IT-Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen und der Bedrohungslage anzupassen.

Die Kriegslage ist eine neue, zusätzliche Gefahrenquelle. Aber schon in den vergangenen Jahren haben Cyberangriffe auf die IT von Unternehmen, Organisationen und Behörden kontinuierlich zugenommen. Die Folgen können immens sein und im Extremfall sogar die Existenz des betroffenen Unternehmens gefährden. Für 2021 schätzt die führende Researchfirma Cybersecurity Ventures die Schäden durch Cyberkriminalität weltweit auf sechs Billionen US-Dollar. Mit den zuletzt nochmals deutlich gestiegenen russischen Aktivitäten auf diesem Gebiet hat sich die Gefahrenlage weiter erhöht. „Dies gilt umso mehr, weil die Investitionen in die Cybersicherhit in den letzten zwei Jahren nicht mit der Digitalisierung Schritt gehalten haben“, erklärt Grant Waterfall, Cyber Security & Privacy Leader bei PwC Deutschland.

Einsicht liegt vor

Das Thema IT-Sicherheit treibt Firmenchefs aktuell um. So gaben 49 % der von PwC befragten CEOs an, dass potenzielle Angriffe auf die digitale Infrastruktur derzeit zu ihren größten Sorgen gehören. Damit lag dieser Aspekt noch vor pandemiebedingten Gesundheitsrisiken (48 %) und volkswirtschaftlichen Schwankungen (43 %). Entsprechend hoch scheint die Einsicht und die Bereitschaft, zusätzliche finanzielle Mittel in die Verbesserung der IT-Sicherheit zu investieren. Verschiedene Prognosen gehen deshalb davon aus, dass die globalen Marktumsätze für Cyber Security von aktuell ca. 140 Milliarden US-Dollar (2021) in den kommenden Jahren deutlich überproportional um 9 bis 12 % jährlich ansteigen werden. Als besonders wachstumsstark wird dabei der Bereich IT-Services eingeschätzt.

Schwergewichte Palo Alto und Fortinet

Die Nummer eins der Branche ist nach Marktkapitalisierung die Palo Alto Networks (WKN A1JZ0Q). Das multinationale IT-Sicherheitsunternehmen mit Firmensitz im Silicon Valley betreibt eine Plattform, die Firewalls verwaltet und diese Firewalls mittels Cloudanwendungen um zusätzliche Sicherheitsaspekte erweitert. Das gibt ihren Kunden die Möglichkeit, je nach Bedarf neue Services hinzuzubuchen. Auch Fortinet (WKN A0YEFE) zählt zu den größten Cyber-Security-Unternehmen der Welt. Der ebenfalls in Kalifornien beheimatete IT-Sicherheitsspezialist hat sich vor allem durch ein umfangreiches Angebot im Bereich Netzwerksicherheit einen Namen gemacht. Vom einzelnen Rechner über die Cloud bis hin zum Internet der Dinge kann Fortinet praktisch jedes Netzwerk bzw. Gerät schützen.

Breit gestreut in Cyber Security anlegen

Privatanleger können beim Thema Cyber Security die aktuellen Bewertungen und die Zukunftsperspektiven einzelner Unternehmen der Branche nur schwer zuverlässig einschätzen. Einen Ausweg kann hier das Partizipations-Zertifikat auf den Cyber Security Performance-Index von Vontobel (WKN VS5ZCS) bieten. Bei unbegrenzter Laufzeit spiegelt das Papier die kumulierte Performance der nach Ansicht des Indexberaters aktuell 14 aussichtsreichsten Aktien wider, die ihren Hauptumsatz im Bereich Cyber Security Technologies erzielen: „Maßgebliche Kriterien für die Auswahl der Firmen sind dabei hohe Eintrittsbarrieren, die jeweilige Produktattraktivität und das Marktwachstum, die Qualität des Managements und die Internationalität des Geschäfts“, erklärt Nicole Wittmann, Produktspezialistin bei der Bank Vontobel Europe AG. Der Index wird halbjährlich angepasst und zu gleichen Teilen gewichtet. Die Managementgebühr beträgt 1,2 % per annum.

Eine Alternative sind ETFs, die zu diesem Thema angeboten werden. Der Exchange Traded Fund von iShares (WKN A2JMGE) bezieht sich beispielsweise auf den STOXX Global Digital Security Index. Bei 118 Werten fällt die Aufstellung des Marktbarometers relativ breit aus. Mit Bechtle (WKN 515870), der Software AG (WKN A2GS40) und TeamViewer (WKN A2YN90) sind auch drei deutsche Unternehmen enthalten. Dabei zeigen diese Namen, dass es zur Aufnahme in den Index schon ausreicht, wenn Cyber Security einen überschaubaren Teil der Geschäftsaktivitäten ausmacht. Die Verwaltungskosten liegen bei 0,4 % per annum. Der ETF ist bei comdirect im Sparplan ab 25 Euro erhältlich.

Aktien, ETFs und Partizipations-Zertifikate unterliegen Kursschwankungen. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Partizipations-Zertifikaten besteht als Schuldverschreibung zudem ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis hin zum Totalverlust eintreten. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – einer Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 03.08.2022; Quelle: comdirect.de