Cyber-Security Mit Sicherheit an der Börse punkten

Icon Netzwerksicherheit vor einem Laptop
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Ob E-Mail-Schutz oder Schadsoftware – gerade in Corona-Zeiten ist IT-Sicherheit wichtig. Das hat auch die Börse erkannt.

Die Corona-Krise bringt für viele Menschen einen Digitalisierungsschub. Ob Zoom-Meeting oder eine Microsoft-Teams-Schaltung – in Zeiten von Corona breitet sich die virtuelle Arbeitswelt aus dem Homeoffice weiter aus. Etwas bleibt dabei aber oft auf der Strecke: die Sicherheit. Gerade bei Zoom gab es in den zurückliegenden Monaten immer wieder Hinweise auf unzureichende Datenschutz-Standards. Erst Anfang April musste Zoom nach offiziellen Untersuchungen der Generalstaatsanwältin aus New York Sicherheitslücken schließen. In den vergangenen Wochen tauchte nun eine andere Gefahr im Internet auf: So werden bei großen Cloud-Anbietern zunehmend mehr Webseiten registriert, die als Basis zum Ausspionieren dienen oder mit deren Hilfe Schadprogramme versendet werden.

Datenangriffe in der Corona-Krise

„Die Corona-Krise hat uns vor Augen geführt, welche herausragende Bedeutung aktuelle und hochwertige Daten für die Gesundheitsversorgung, die Gesellschaft und die Wirtschaft haben können“, erklärt Achim Berg, Präsident des Branchenverbandes Bitkom. Daten, Datensicherheit und der Schutz vor Cyberangriffen war auch schon vor der Corona-Krise ein Wachstumssektor. Laut der Studie Studie Cyber Security Market Size & Share Global Forecasts 2026 von Global Market Insights soll die Branche in den kommenden vier Jahren um 12 % pro Jahr zulegen, Tendenz steigend. Die aktuell unsichere Lage versuchen Betrüger zu nutzen. So haben die IT-Sicherheitsspezialisten von Palo Alto Networks (WKN A1JZ0Q) in den Monaten März und April 1,2 Millionen Newly Observed Hostnames (NOHs) analysiert, die Schlüsselwörter zu COVID-19 und dem Corona-Virus aufwiesen. Rund 7 % dieser neuen Webseiten stuften die Spezialisten als „hoch riskant“ oder „bösartig“ ein. Umso wichtiger ist es, dass sich Internet-Nutzer entsprechend schützen – besonders bei Bankgeschäften.

US-Unternehmen dominieren den Markt

Viele Bereiche der IT-Sicherheit werden heute noch von großen US-Unternehmen dominiert. Zu den Top-Playern der Branche zählen aus den USA die bereits erwähnte Palo Alto Networks und Fortinet (WKN A0YEFE). Palo Alto Networks ist einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich der Cybersicherheit. Schon früh hat das Unternehmen die Weichen für eine sichere cloudbasierte Zukunft gestellt. Heute setzen mehr als 70.000 Kunden in über 150 Ländern auf die Services von Palo Alto Networks. Fortinets Produktpalette umfasst Firewalls, Antivirenprogramme oder auch umfassende Endpunktsicherheit. Mit 577 Millionen US-Dollar lag der Umsatz im ersten Quartal 2020 um 22 % höher als ein Jahr zuvor. Der Gewinn legte sogar noch stärker um rund 30 % auf jetzt 0,60 Dollar pro Aktie zu.

Das britische Software-Unternehmen Mimecast (WKN A143T9) ist spezialisiert auf E-Mail-Sicherheit. Pro Tag werden mit der Mimecast-Software über 500 Million E-Mails kontrolliert und über eine Million betrügerische Mails abgewehrt. Die deutsche Secunet (WKN 727650) bietet u. a. Sicherheitslösungen für die Passkontrolle an Flughäfen. Frank Fischer, Manager des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, sieht Secunet auf dem Wachstumspfad. Ein wichtiger Grund: Aufgrund von EU-Vorgaben müssen bis Ende 2021 an allen Schengen-Außengrenzen biometrische Terminals zur Erfassung von Nicht-Schengen-Bürgern installiert werden: „Davon profitiert Secunet mit der im ersten Quartal 2020 erfolgten ersten Installation des Produktes ‚secunet easykiosk‘“, sagt Fischer.

IT-Sicherheit per ETF

In Aktienfonds mit dem Schwerpunkt Technologie sind Spezialisten für IT-Sicherheit bisher nur in kleinen Dosen vertreten. Als Alternative zu der Investition in Einzelwerte gibt es aber verschiedene Cyber-Security-ETFs. Auch hier dominieren die nordamerikanischen Werte. Im L&G Cyber Security ETF (WKN A14WU5) etwa stammen rund 80 % der Firmen aus den USA. Auch von den Top-Ten-Aktien kommen die meisten aus den Vereinigten Staaten. Zu den großen Werten im ETF gehören neben Palo Alto Networks CrowdStrike (WKN A2PK2R) und Qualys (WKN A1J423). CrowdStrike hat mit Falcon eine Plattform entwickelt, die Angriffe mit einer cloudbasierten Technologie stoppt. Qualys bietet eine ebenfalls cloudbasierte Plattform an, mit deren Hilfe Unternehmen ihre Sicherheits- und Compliance-Prozesse deutlich vereinfachen können. Die laufenden Kosten für den ETF betragen 0,75 % pro Jahr.

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