Corona-Virus Börsen setzen auf Erholung

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Eine globale Rezession ist unausweichlich. Aber an den Märkten macht sich bereits wieder Optimismus bemerkbar. Einzelne Branchen profitieren sogar von der Krise.

Der Lockdown wird deutlich gelockert. In Deutschland läuft das öffentliche Leben wieder an. Der Handel hat wieder die Geschäfte geöffnet und auch in die Schulen kommen nach und nach die Schüler zurück. Industriebetriebe wie die Automobilkonzerne haben die Produktion bereits weitgehend wieder aufgenommen. Langsam dürften auch viele Angestellten aus dem Home Office zurückkehren. Und die Gastronomie darf endlich unter strengen Hygieneauflagen wieder Gäste empfangen. Größere Feste und Konzerte bleiben allerdings verboten; Social Distancing, Mundschutz und 1,50 Meter Abstand sind weiterhin angesagt.

Börsianer wieder optimistischer

Mit einer völligen Normalisierung des Wirtschafts- und Soziallebens dürfte vorerst nicht zu rechnen sein. Aber immerhin: Zur befürchteten Katastrophe mit einer Überlastung der Intensivstationen ist es in Deutschland nicht gekommen. Und ein erster Anfang zur Öffnung ist gemacht. Die Börsen haben diese Erleichterungen vorweggenommen. Schon Anfang April legten sie wieder den Aufwärtsgang ein. Vom Tiefpunkt am 18. März hat der DAX inzwischen wieder fast 50 % dazugewonnen und übertraf sogar wieder das Vorjahresniveau. An den internationalen Märkten sieht es ähnlich aus – auch in Ländern wie den USA, die vom Virus ungleich stärker betroffen sind. Die Börsianer schauen sich nach dem ersten Schock und den teilweise auch durch Liquiditätsbedarf erzeugten oder automatisierten Verkäufen wieder nach Anlagemöglichkeiten um. Uwe Eilers, Vorstand der FV Frankfurter Vermögen AG in Königstein im Taunus, hält die Intensität des Absturzes für überzogen: „Aktien, Unternehmensanleihen und schwache Währungen sind mittel- bis langfristig ein klarer Kauf.“

DAX: Tiefstand überwunden?

Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Referenzzeitraum: 03.06.2015 bis 03.06.2020, Quelle: comdirect.de

Der zunehmende Optimismus der Börsianer begründet sich auch in der massiven politischen und monetären Reaktion: Anders als zu Zeiten der Finanzkrise, als insbesondere Europa nur langsam Maßnahmen ergriff, haben die Regierungen diesmal weltweit prompt reagiert. Umfangreiche Hilfen für die Länder der Europäischen Union (durch den ESM), die Unternehmen (flächendeckende Stützungskredite) und die Arbeitnehmer (Kurzarbeitergeld) stehen zur Verfügung. Insbesondere große Unternehmen werden nicht fallen gelassen. Und das ist nötig, selbst in Deutschland: Sogar ein eigentlich kerngesunder DAX-Star wie der Sportartikler Adidas (WKN A1EWWW) benötigt Liquiditätskredite über bis zu drei Milliarden Euro von der KfW, um Umsatzausfälle von 60 % zu decken. Gleichzeitig haben die Zentralbanken wieder ihr Füllhorn geöffnet. Die US-Fed hat die Zinsen auf null gesenkt, die EZB kauft nahezu unbegrenzt Anleihen auf. Das Umfeld für Investitionen in Aktien ist daher auf lange Sicht positiv, zumindest wenn die Corona-Krise nicht in einer zweiten Welle neu entflammt.

Einzelne Branchen profitieren

Zwar wird es 2020 zu einer echten Weltrezession kommen. Der IWF erwartet in seiner jüngsten Prognose ein Minuswachstum von weltweit 3 %, in der Eurozone sogar 7,5 %. Das wird nicht an den Unternehmensergebnissen vorbeigehen. „In den nächsten Monaten wird es noch viele Hiobsbotschaften beim Konjunkturverlauf und den Unternehmensgewinnen geben“, sagt Peter E. Huber, einer der erfahrensten deutschen Vermögensverwalter. Aber nach der Krise sind in vielen Bereichen Nachholeffekte möglich. Einzelne Branchen wie etwa Konferenzaktien oder Goldminenwerte konnten sogar in der Krise zulegen. Auch Technologiewerte wie Facebook (WKN A1JWVX), Microsoft (WKN 870747), Apple (WKN 865985) haben sich schnell erholt. Die in der Lockdown-Phase besonders gefragten Dienste von Amazon (WKN 906866) und Netflix (WKN 552484) führten sogar zu neuen Höchstkursen. Andere Branchen wurden zu Unrecht im allgemeinen Absturz abgestraft. „Pharma- und Biotechnologiewerte etwa sind ein wichtiger Teil der Lösung des Corona-Problems“, erklärt Jörg Blumentrath, Geschäftsführer von Medical Strategy. „Ich bin deshalb sehr zuversichtlich, dass der Gesundheitsbereich eine rasche und überdurchschnittliche Erholung zeigen wird.“

In anderen Sektoren wie etwa bei den Automobilverkäufen und bei langfristigen Konsumgütern könnte es nach der Krise wieder aufwärtsgehen. Bis dahin dürfte es an der Börse wackelig bleiben: „Grundsätzlich misstrauen wir der aktuellen Erholung und warten auf die nächste Chance“, erklärt Peter E. Huber und zählt auf den sogenannten Rezessions-Indikator. „Die Panikphase haben wir zwar inzwischen hinter uns, doch markiert diese nicht unbedingt das Ende in einem Abwärtszyklus. Aktienkurse bilden deshalb oft ihre Tiefstkurse aus, wenn auf den Titelseiten der Zeitungen steht, dass sich Deutschland/Europa in einer tiefen Rezession befindet.“

Langsam einsteigen per Sparplan

Eile ist bei größeren Einmalinvestitionen angesichts der aktuell weiterhin starken Schwankungen nicht unbedingt geboten. Aber über einen Sparplan können Anleger durchaus wieder vorsichtig in die Märkte einsteigen. Ganz gezielt ist das zum Beispiel mit den comdirect Top‐Preis Fonds möglich. Die 25 Top-Preis Fonds sind qualitätsgeprüfte Fondsklassiker, die in der Einmalanlage und im Sparplan ohne Ausgabeaufschlag erhältlich sind. Eine global orientierte Anlage bieten etwa der Pictet‐Global Megatrend Selection‐P (WKN A0X8JZ) oder der Fidelity Funds – Global Dividend Fund – A EUR DIS (WKN A1JSY0). Regional orientierte Anleger können in Europa in den BlackRock Continental European Flexible Fund – A2 (WKN A0F42G) investieren. Auf einen Nachholeffekt in Deutschland schließlich lässt sich mit dem Lupus alpha Smaller German Champions – A EUR DIS Fonds (WKN 974564) und dem DWS Aktien Strategie Deutschland – LC EUR ACC Fonds (WKN 976986) setzen.

Eine Alternative für langfristige Anlagen sind besonders kostengünstige ETF-Indexfonds. Auch hier können Anleger breit investieren oder einzelne Sektoren gezielt abdecken. Eine Möglichkeit ist der Kauf von ETF-Indexfonds. Die 135 Top-Preis ETFs von sechs renommierten Partnern (Amundi, Franklin Templeton, iShares, Lyxor, VanEck und Vanguard) liefern eine Auswahl für jeden Anlegertyp. Sie sind nicht nur bei den laufenden Kosten preiswert: Ab 25 Euro Sparrate müssen Kunden bei den Top-Preis ETFs im Sparplan keine Ordergebühr bezahlen.

Aktien, ETF‐Indexfonds und Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres‐ und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds‐Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 03.06.2020, Quelle: comdirect.de.