China Chinas Wirtschaft zieht wieder an

Die Sonne strahlt über der Skyline von Shanghai, China
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Das Land der Mitte hat die Corona-Krise weitgehend überwunden und die Wirtschaft dürfte sogar im Krisenjahr 2020 wachsen.

China ist der Welt bei der Corona-Pandemie voraus. Hier brach sie aus, hier hatte man sie zuerst wieder im Griff. Zwar sind die Statistiken zur Krankheit mit Vorsicht zu genießen, aber die chinesische Wirtschaft läuft schon wieder deutlich schneller als im Rest der Welt. Der IWF traut dem Land der Mitte sogar als einziger großer Nation im Gesamtjahr 2020 noch ein positives Wachstum zu. Bis 2022 soll gar die gesamte asiatische Wirtschaftsleistung die Marke von 50 % der weltweiten Wirtschaftsleistung überschreiten. China selbst lag zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch auf Platz sechs, erreichte 2018 schon den zweiten Platz und wird bis 2030 die USA als weltgrößte Volkswirtschaft überholt haben.

Die wachsende Bedeutung chinesischer Firmen zeigt auch die stärker werdende Präsenz in der Gruppe der „Fortune 500“, also der weltweit größten 500 Unternehmen. 2006 waren es 16 Unternehmen, 2019 schon 129. Tendenz: weiter steigend. Chinesische Aktien spielen dagegen in den Depots deutscher Investoren nur eine untergeordnete Rolle. Das hält Professor Dr. Ingo Beyer von Morgenstern, Research-Partner des Acatis QiLIN Marco Polo Asien Fonds, für strategisch falsch. Denn, so Beyer: „China repräsentiert heute über 10 % des globalen Bruttosozialprodukts und der globalen Börsenkapitalisierung. 2030 dürfte die Marktkapitalisierung aller chinesischen Aktien bei 28 % und damit noch vor den USA mit dann 25 % liegen.“

Konsum und E-Commerce boomen

An diesem Wachstum sollten Anleger stärker teilhaben, zumal die Transformation der chinesischen Wirtschaft anhält. Nach Angaben der Weltbank sind seit 2010 rund 330 Millionen Chinesen in die Mittelschicht aufgestiegen. Entsprechend kommt dem Konsum jetzt eine sehr viel größere Bedeutung zu. Die Dimensionen sind angesichts des riesigen Marktes enorm, zum Beispiel im E-Commerce: Chinas Online-E-Commerce ist größer als die nächsten zehn größten Ländermärkte in den USA und Europa zusammen. Das geht aus Zahlen für die Jahre 2017 bis 2019 hervor, die von der Beratungsfirma McKinsey analysiert wurden. Deshalb stammen heute schon neun der Top-20-Internetkonzerne aus China – dazu gehören neben Alibaba Group (WKN A117ME) oder Tencent Holdings (WKN A1138D) auch Namen wie DiDi oder ByteDance, die in Europa kaum jemand kennt.

Tencent Holdings wurde schon 1998 in Shenzhen gegründet. Heute zählt das Unternehmen zu den führenden Internet-Unternehmen der Welt. Neben Sofortnachrichtendiensten, sozialen Netzwerken und Webportalen hat sich der Konzern auf Computerspiele und Online-Werbung spezialisiert. Aufgrund der im Reich der Mitte geltenden rechtlichen Einschränkungen für Google, Facebook oder Netflix hat Tencent wenig internationale Konkurrenz. Das Wachstum in den vergangenen fünf Jahren war enorm. So stieg der Umsatz pro Jahr durchschnittlich um fast 34 %. Gleichzeitig legten der Gewinn pro Jahr um rund 32 % und der Cashflow um 28 % zu. Mit einer Umsatzrendite von rund 26 % im Jahr 2019 zeigte Tencent Holdings auch eine überdurchschnittliche Ertragskraft.

Breit investieren per Fonds und ETF

Außer Tencent und Alibaba werden nicht viele chinesische Aktien in Deutschland stark gehandelt. Durch die Fragmentierung des Marktes in verschiedene Handelssegmente und der oft nicht westlichen Standards genügenden Transparenz bei den Bilanzen bietet sich alternativ zu Einzelinvestments ein aktiv gemanagter Aktienfonds für China an. Schon seit 1996 am Markt ist dabei der UBS Equity Fund – China Opportunity (WKN 986579). Die größten Positionen sind Tencent, der Bildungsanbieter TAL Education (WKN A1C7VE) und Alibaba. Die laufenden Kosten liegen bei 2,4 % und damit deutlich über den üblichen Gebühren bei ETFs.

Auch in dem passiven ETF-Segment ist die Auswahl bei China-Produkten groß. Einen sehr breiten Einstieg bietet der Xtrackers CSI300 ETF (WKN DBX0M2). Dieser ETF setzt auf die 300 größten chinesischen Aktientitel der Börsen Shenzhen und Schanghai. Die größten Branchen sind Finanzdienstleistungen mit rund 26 % Anteil vor sonstigen Konsumgütern (23 %) und der Industrie mit rund 19 %. Die jährlichen Gesamtkosten betragen 0,5 %.

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