Frau geht mit Regenschirm im herbstlichen Park spazieren.
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© New Africa via GettyImages/iStockphoto

Capped-Bonus-Zertifikate: Risiken minimieren

Key Takeaways
  • Die Sommermonate sind an der Börse meist weniger stark.
  • Mit Capped-Bonus-Zertifikaten können Gewinne abgesichert werden.
  • Die Gewinnchancen sind bei Capped-Bonus-Zertifikaten begrenzt.

Seit Ende September 2022 hat der Deutsche Aktienindex ca. 30 % zugelegt. Im laufenden Jahr fällt das Plus zweistellig aus. Das sind beeindruckende Werte und deutlich mehr als die durchschnittliche Jahresperformance des DAX in den vergangenen 35 Jahren. Von Ende 1987 bis Ende 2022 legte er nach Berechnungen des Deutschen Aktieninstituts im Schnitt jährlich um 7,8 % zu. Etliche Unsicherheitsfaktoren wie zum Beispiel die weiterhin hohen Inflationsraten, der Krieg gegen die Ukraine und immer noch bestehende Rezessionsrisiken werden aktuell von vielen Anlegern ausgeblendet. Das könnte sich schnell wieder ändern, zumal sich die statistisch betrachtet schwächeren Börsen-Sommermonate nähern. „Wir bleiben vorsichtig, da nach der Rally das Chancen-Risiko-Verhältnis wenig attraktiv erscheint“, erklärt deshalb Professor Dr. Bernd Meyer, Chefanlagestratege und Leiter Multi Asset im Wealth and Asset Management bei Berenberg. Eine Möglichkeit der Risikoreduzierung für Privatanleger ist zum Beispiel das richtige Setzen von Stop-Loss-Ordern, eine andere der Tausch einzelner Aktien oder ETFs in Capped-Bonus-Zertifikate.

Risiken nicht aus dem Blick verlieren

Herkömmliche Bonus-Zertifikate zahlen Anlegern einen Bonusbetrag, wenn der Basiswert (z. B. der DAX) in einem bestimmten Zeitraum kein einziges Mal unter ein festgelegtes Absicherungsniveau (Barriere) sinkt. Zudem nehmen die Anleger an der Kursentwicklung des Basiswertes teil. Beim Berühren der Absicherungsgrenze wandelt sich das Bonuszertifikat jedoch zu einem normalen Index-Zertifikat mit direkter 1:1 Partizipation am Index. Das kann zwar auch bei Capped-Bonus-Zertifikaten passieren, durch eine deutlich höhere Sicherheitsmarge ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Barriere berührt wird aber geringer als bei herkömmlichen Bonuszertifikaten. Im Gegenzug ist der maximale Gewinn aber durch das begrenzte Bonusniveau geringer. So können Anleger mit einem Capped-Bonus-Zertifikat auf den DAX (Barriere bei 12.000 Punkten) bis Mitte Dezember eine Rendite von 5,6 % realisieren. Der Bonuspuffer (Sicherheitsmarge) liegt dabei aber bei 24,2 %. Wird ein DAX-Papier mit einer höheren Barriere von 12.900 Punkten gewählt, ist eine Rendite von 7 % bis Mitte Dezember möglich. Allerdings beträgt hier der Sicherheitsabstand nur noch 18,4 %.

Die Sicherheitsmarge sollte ausreichend groß ausfallen

Anleger können also zwischen verschiedenen Absicherungsniveaus wählen. Statt bei der Maximalrendite auf einige Zusatzpunkte zu schielen, sollte im Hinblick auf die Volatilität der Märkte jedoch eher der Risikoaspekt in den Vordergrund gerückt werden, erklärt Christine Romar, Expertin für strukturierte Wertpapiere bei der Citigroup Global Markets Europe AG: „Schließlich führt auch bei klassischen Capped-Bonus-Zertifikaten bereits das einmalige Berühren oder Unterschreiten der Barriere während der Laufzeit zum Verlust von Bonusrendite und Teilschutz, sodass sich die Rückzahlung bei Fälligkeit in diesem Fall am dann aktuellen Preis des Basiswertes orientiert.“ Wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Bruchs der Barriere ist, hängt von der Höhe des Bonuspuffers und weiteren Faktoren wie der Laufzeit und den Kursschwankungen des Basiswertes ab. Die Citigroup Global Markets Europe AG weist die Bruchwahrscheinlichkeit für ihre Bonusprodukte als Risikoindikator auf ihren Internetseiten aus. So beträgt diese bei einer Barriere von 12.900 DAX-Punkten aktuell 33,4 %, bei einer Barriere von 12.000 DAX-Punkten sind es dagegen nur 23,7 %.

Capped-Bonus-Zertifikate unterliegen Kursschwankungen. Damit sind Kursverluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Als Schuldverschreibung besteht bei Capped-Bonus-Zertifikaten zudem ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis hin zum Totalverlust eintreten. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Auswirkung von Inflation: Grundsätzlich beeinflusst die Entwicklung der Inflationsrate Ihren Anlageerfolg. Ein daraus resultierender Kaufkraftverlust betrifft sowohl die erzielten Erträge als auch Ihr investiertes Kapital. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – einer Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage- oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 03.05.2023; Quelle: comdirect.de

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