- Apple erwartet neue Rekorde im Weihnachtsgeschäft.
- Das Dienstleistungsgeschäft sorgt für stabile Erträge.
- In China bleibt der Apple-Absatz weiterhin schwach.
Pro Apple
(WKN 865985)
- Wichtigste Konsummarke der Welt:
Apple ist eine ikonische Marke und hat das Segment der Smartphones revolutioniert. In den vergangenen 10 Jahren gehörte das Unternehmen immer zu den 3 teuersten der Welt. Neben dem iPhone gewinnt das Dienstleistungsgeschäft mit Services wie zum Beispiel App Store, iCloud, Apple Music, Apple TV+ und Apple Pay zunehmend an Bedeutung. - Neue Umsatz- und Gewinnrekorde:
Im Geschäftsjahr 2025 (zu Ende September) hat Apple Rekordzahlen vorgelegt. Der Jahresumsatz zog um 6 % auf 416 Milliarden US-Dollar an. Der Gewinn stieg überproportional um fast 20 % auf 112 Milliarden Dollar – fast ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Im 4. Quartal hat sich das Gewinnplus sogar auf 32 % beschleunigt. - Starkes Weihnachtsgeschäft erwartet:
Die neue iPhone-17-Linie kommt bei den Kundinnen und Kunden bestens an. Apple erwartet daher einen neuen Rekord im Weihnachtsgeschäft. Der Umsatz soll im Vergleich zum Vorjahr 2-stellig steigen. Damit dürfte Apple nach Einschätzung von Marktforscherinnen und -forschern im Jahr 2025 Samsung beim Smartphone-Absatz an der Spitze ablösen. - Dienstleistungen geben Stabilität:
Das Dienstleistungsgeschäft sichert regelmäßige Einnahmen und schwankt weniger als der iPhone-Absatz. Mit den Abos für Musikstreaming, Apple-TV oder Online-Speicherkapazitäten knackte Apple im vergangenen Geschäftsjahr erstmals die Marke von 100 Milliarden Dollar. Tendenz: weiter steigend.
Contra Apple
(WKN 865985)
- Schwacher Absatz in China:
Im wichtigen Absatzmarkt China gerät Apple angesichts der einheimischen Konkurrenz zunehmend ins Hintertreffen. Im vergangenen Quartal fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 4 % auf knapp 14,5 Milliarden Dollar. Analystinnen und Analysten hatten mit deutlich mehr Umsatz im Reich der Mitte gerechnet. - Zölle schmälern den Gewinn:
Apple produziert vorrangig in asiatischen Staaten wie China, Indien oder Vietnam. Die Importzölle von US-Präsident Donald Trump reduzierten den Gewinn im 4. Quartal um 1,1 Milliarden Dollar. Für das Weihnachtsquartal rechnet Apple sogar mit zusätzlichen Kosten von 1,4 Milliarden Dollar. - Bewertung bleibt ambitioniert:
Die Entwicklung der Apple-Aktie kann zwar nicht mit Nvidia mithalten. Aber auch ein Plus von rund 150 % binnen 5 Jahren hat zu einer hohen Bewertung geführt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 38. Trotz regelmäßig steigender Dividenden beträgt die Dividendenrendite gerade einmal 0,4 %. - Expertinnen und Experten wenig euphorisch:
Zwar haben sich die durchschnittlichen Wertungen von Analystinnen und Analysten zuletzt gebessert. Aber weiterhin ist Apple von vergangenen Zustimmungswerten weit entfernt. Aktuell lauten 5 von 8 von den von comdirect veröffentlichten Analysten-Einschätzungen auf „Kauf“. Dazu kommen 2 Halteempfehlungen und eine Verkaufsempfehlung.
Über Apple
Apple wurde von Steve Wozniak, Ronald Wayne und dem legendären Steve Jobs am 01.04.1976 gegründet. Der Hauptsitz liegt im kalifornischen Cupertino. Im Silicon Valley entwickelte Steve Wozniak die ersten Rechner. Sie wurden in der Garage von Jobs zusammengebaut. Der Durchbruch gelang mit dem Apple II, von dem das junge Unternehmen rund 2 Millionen Exemplare verkaufte. Mit dem Nachfolgemodell Apple Macintosh konnte Apple die grafische Benutzeroberfläche auf dem jungen PC-Massenmarkt etablieren und wurde zur Marke der hippen Computer-User und Grafiker. 1985 verließ Steve Jobs nach einem Streit mit dem neuen CEO John Sculley das Unternehmen und gründete den Computerhersteller NeXT. Anfang der 1990er-Jahre geriet Apple zunehmend in Schwierigkeiten. Erst die Übernahme von NeXT und damit der Wiedereinstieg von Jobs eröffneten den Weg aus der Krise.
Jobs übernahm zunächst als Interims-CEO, später als CEO die Führung. Eine enge Zusammenarbeit mit Microsoft sicherte das Überleben. Ab 1998 schrieb Apple wieder schwarze Zahlen. In einer neuen Strategie begann Jobs, rund um die Mac-Computer eine digitale Familie aufzubauen – mit eigenen Stores, neuen Endgeräten und Diensten wie iMovie, iTunes und iPhotos, mit denen regelmäßige Einnahmen erlöst wurden. 2001 präsentierte Apple den MP3-Player iPod, mit dem er in Verbindung mit iTunes schnell zum Marktführer aufstieg. Noch zukunftsweisender aber sollte die Präsentation des iPhones im Jahr 2007 sein. Es war zwar nicht das erste Smartphone am Markt, aber es setzte sich als erstes flächendeckend und weltweit durch. Das iPhone katapultierte Apple in eine neue Liga und macht noch heute mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes aus. Die Vorstellung des Tablets iPad rundete die Strategie im Jahr 2010 ab.
Jobs’ Nachfolger Tim Cook baute Apple zu einem der umsatz- und gewinnstärksten Unternehmen an der NASDAQ und in der Welt aus. Im Geschäftsjahr 2025 (zum 30.09.2025) erwirtschafteten rund 166.000 Mitarbeiter weltweit einen Umsatz von rund 416 Milliarden US-Dollar. Die Tendenz ist seit vielen Jahren steigend und wurde selbst von der Coronavirus-Krise kaum gebrochen. Das starke Umsatz- und Gewinnwachstum schlägt sich auch im Börsenwert nieder. Mit den Erfolgen von iPhone und iPad löste Apple erstmals im Jahr 2011 ExxonMobil als wertvollstes Unternehmen der Welt ab. 2015 wurde Apple in den Dow Jones aufgenommen. Im Jahr 2018 erreichte das Unternehmen als weltweit erstes einen Börsenwert von 1 Billion US-Dollar, im August 2020 wurde trotz Corona-Krise die 2-Billionen-Grenze geknackt, im Januar 2022 fiel die 3-Billionen-Marke, inzwischen hat Apple sogar die 4-Billionen-Dollar-Marke überschritten.
Aktien unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Auswirkung von Inflation: Grundsätzlich beeinflusst die Entwicklung der Inflationsrate deinen Anlageerfolg. Ein daraus resultierender Kaufkraftverlust betrifft sowohl die erzielten Erträge als auch dein investiertes Kapital. Es handelt sich um die Angabe der Bruttowertentwicklung (siehe „Hinweise zu Chart- und Performanceangaben“). Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich deine selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Der comdirect Analystenscore berechnet sich aus der Gesamtzahl der Analystinnen und Analysten, die diese Aktie bewerten. Die negativen Einschätzungen (Verkaufen) werden von den positiven (Kaufen) subtrahiert und das Ergebnis durch die Gesamtzahl aller Einschätzungen (Kaufen, Halten, Verkaufen) dividiert. Diese Zahl wird mit 100 multipliziert, um den Prozentwert darzustellen. Stand: 22.12.2025; Quelle: comdirect.de


