- Apple bleibt an der Spitze der teuersten Unternehmen der Welt.
- iPhone ist weiterhin das Kernprodukt des Konzerns.
- Buffett verkauft Apple-Aktien mit hohem Gewinn.
Pro Apple
(WKN 865985)
- Eins der wertvollsten Unternehmen der Welt:
Apple gehört seit mehr als zehn Jahren zu den teuersten Unternehmen der Welt. Nach wie vor ist das iPhone das wichtigste und gewinnstärkste Produkt des Unternehmens aus Cupertino. iPad, Mac-Computer, Smartwatches, der Streamingdienst Apple+ und die Computerbrille Vision Pro runden das Portfolio ab. - Gute Quartalszahlen:
Im dritten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 % auf 94,9 Milliarden Dollar. Apple übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Der Gewinn sank zwar von knapp 23 auf 14,7 Milliarden Dollar. Hier wirkte sich eine Steuernachzahlung in Irland mit 10,2 Milliarden Dollar negativ aus. Ohne diese Sonderbelastung hätte es einen Gewinnanstieg gegeben. - Starker Start des neuen iPhones:
Der iPhone-Umsatz stieg mit dem Marktdebüt der neuen Modellfamilie iPhone 16 im September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,5 % auf 46,2 Milliarden Dollar. Der iPhone-Umsatz legte dabei nach Unternehmensangaben in allen Weltregionen zu, auch im hart umkämpften chinesischen Markt. - Hohe Erwartungen an KI-Funktionen:
Apple hat die ersten Apple Intelligence Features für die Nutzer von iPhone, iPad und Mac aufgelegt. Einige sind bereits in den USA verfügbar; zügig sollen dort die Anwendungen erweitert werden und im Frühjahr auch in der Europäischen Union genutzt werden können.
Contra Apple
(WKN 865985)
- Skeptische Prognose für das Weihnachtsquartal:
Das Weihnachtsquartal (zum 31. Dezember) ist bei Apple traditionell der umsatzstärkste Dreimonatszeitraum. Für Weihnachten 2024 gab das Unternehmen nur eine vorsichtige Prognose mit einem „Umsatzzuwachs im niedrigen oder mittleren einstelligen Prozentbereich“ aus. Analysten und Aktionäre hatten mit mehr gerechnet. - Sehr hohe Bewertung:
Die Apple-Aktie hat sich in den vergangenen fünf Jahren nahezu vervierfacht. Damit konnte das Gewinnwachstum nicht mithalten. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell bei nahezu 40. Obwohl das Unternehmen die Ausschüttungen regelmäßig steigert, liegt die Dividendenrendite bei minimalen 0,4 %. - Warren Buffett verkauft Apple-Aktien:
Seit 2016 gehört Investmentlegende Warren Buffett mit einem Anteil von zwischenzeitlich fast 6 % zu den Ankeraktionären von Apple. In den vergangenen Quartalen hat er Zug um Zug Apple-Aktien mit großem Gewinn verkauft und hält nur noch 2 % der Papiere. Wenn Buffett vorsichtig wird, gilt das vielen Investoren als Warnsignal. - Skeptische Experten:
Lange war Apple eine der Lieblingsaktien der Analysten. Das hat sich deutlich geändert. Nur drei von sieben Experten empfehlen die Aktie aktuell zum Kauf. Bei ebenfalls drei Halteempfehlungen und einer Verkaufsempfehlung liegt der comdirect Analystenscore nur noch bei 29 %.
Über Apple
Apple wurde von Steve Wozniak, Ronald Wayne und dem legendären Steve Jobs am 1. April 1976 gegründet. Der Hauptsitz liegt im kalifornischen Cupertino. Im Silicon Valley entwickelte Steve Wozniak die ersten Rechner. Sie wurden in der Garage von Jobs zusammengebaut. Der Durchbruch gelang mit dem Apple II, von dem das junge Unternehmen rund zwei Millionen Exemplare verkaufte. Mit dem Nachfolgemodell Apple Macintosh konnte Apple die grafische Benutzeroberfläche auf dem jungen PC-Massenmarkt etablieren und wurde zur Marke der hippen Computer-User und Grafiker. 1985 verließ Steve Jobs nach einem Streit mit dem neuen CEO John Sculley das Unternehmen und gründete den Computerhersteller NeXT. Anfang der 1990er-Jahre geriet Apple zunehmend in Schwierigkeiten. Erst die Übernahme von NeXT und damit der Wiedereinstieg von Jobs eröffneten den Weg aus der Krise.
Jobs übernahm zunächst als Interims-CEO, später als CEO die Führung. Eine enge Zusammenarbeit mit Microsoft sicherte das Überleben. Ab 1998 schrieb Apple wieder schwarze Zahlen. In einer neuen Strategie begann Jobs, rund um die Mac-Computer eine digitale Familie aufzubauen – mit eigenen Stores, neuen Endgeräten und Diensten wie iMovie, iTunes und iPhotos, mit denen regelmäßige Einnahmen erlöst wurden. 2001 präsentierte Apple den MP3-Player iPod, mit dem er in Verbindung mit iTunes schnell zum Marktführer aufstieg. Noch zukunftsweisender aber sollte die Präsentation des iPhones im Jahr 2007 sein. Es war zwar nicht das erste Smartphone am Markt, aber es setzte sich als erstes flächendeckend und weltweit durch. Das iPhone katapultierte Apple in eine neue Liga und macht noch heute mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes aus. Die Vorstellung des Tablets iPad rundete die Strategie im Jahr 2010 ab.
Jobs’ Nachfolger Tim Cook baute Apple zu einem der umsatz- und gewinnstärksten Unternehmen an der NASDAQ und in der Welt aus. Im Geschäftsjahr 2024 (zum 30.09.2024) erwirtschafteten rund 164.000 Mitarbeiter weltweit einen Umsatz von rund 391 Milliarden US-Dollar. Die Tendenz ist seit vielen Jahren steigend und wurde selbst von der Coronavirus-Krise kaum gebrochen. Das starke Umsatz- und Gewinnwachstum schlägt sich auch im Börsenwert nieder. Mit den Erfolgen von iPhone und iPad löste Apple erstmals im Jahr 2011 ExxonMobil als wertvollstes Unternehmen der Welt ab. Diesen Platz hat das Unternehmen aus Cupertino bis heute mit kurzen Unterbrechungen verteidigt. 2015 wurde Apple in den Dow Jones aufgenommen. Im Jahr 2018 erreichte das Unternehmen als weltweit erstes Unternehmen einen Börsenwert von einer Billion US-Dollar, im August 2020 wurde trotz Corona-Krise die Zwei-Billionen-Grenze geknackt, im Januar 2022 fiel die Drei-Billionen-Marke, inzwischen nähert sich Apple der Vier-Billionen-Dollar-Marke.
Aktien unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Auswirkung von Inflation: Grundsätzlich beeinflusst die Entwicklung der Inflationsrate Ihren Anlageerfolg. Ein daraus resultierender Kaufkraftverlust betrifft sowohl die erzielten Erträge als auch Ihr investiertes Kapital. Es handelt sich um die Angabe der Bruttowertentwicklung (siehe „Hinweise zu Chart- und Performanceangaben“). Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Der comdirect Analystenscore berechnet sich aus der Gesamtzahl der Analysten, die diese Aktie bewerten. Die negativen Einschätzungen (Verkaufen) werden von den positiven (Kaufen) subtrahiert und das Ergebnis durch die Gesamtzahl aller Einschätzungen (Kaufen, Halten, Verkaufen) dividiert. Diese Zahl wird mit 100 multipliziert, um den Prozentwert darzustellen. Stand: 07.01.2025; Quelle: comdirect.de


