Aktienmärkte Absturz durch Corona: War da was?

Mann mit Mundschutz und Einkaufswagen
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Die Märkte haben den Einsturz vom März fast wettgemacht. Korrekturen sind durchaus möglich, mittelfristig überwiegt Optimismus.

V, U oder gar L: Im April redeten sich Ökonomen und Börsianer die Köpfe heiß bei der Frage, wie die Volkswirtschaften und die Aktienmärkte aus der tiefen Corona-Virus-Krise herauskommen würden. In der realen Wirtschaft ist die Frage noch nicht geklärt. Die globalen Rezessionszahlen und Unternehmensergebnisse zum zweiten Quartal zeigen, wie verheerend sich das Corona-Virus im Frühjahr ausgewirkt hat. Allerdings gibt es erste Hoffnungszeichen für eine Erholung. An den Börsen hat sich aus der Buchstabensuppe aktuell das V herausgehoben, die Börsen ziehen nach oben – angeführt von Technologiewerten wie Amazon (WKN 906866), Apple (WKN 865985) und Microsoft (WKN 870747), die zwischenzeitlich neue Höchstkurse erreicht haben.

Katastrophales zweites Quartal ist eingepreist

„Der stärkste Einbruch der Weltwirtschaft seit der großen Depression in den 1930er-Jahren ist bereits eingepreist“, meint Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank. „Denn die desaströsen Wachstumsdaten des zweiten Quartals waren doch weithin erwartet worden.“ Der Rückgang der Wirtschaftsleistung in den USA höre sich zudem schlimmer an, als er sei, weil die Daten auf eine Jahresrate hochgerechnet werden. Deutschland schlug sich mit einem Minus von rund 12 % im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser als Italien, Frankreich und Spanien. In China zog das Bruttoinlandsprodukt sogar wieder um 3,2 % an.

„Fast alle Branchen außer klassische Banken sind zurzeit attraktiv bewertet“

Peter Huber, Fondsmanager

Mittelfristig könnte es bei den Aktien weiterhin vorangehen – zumindest bei den bisher vernachlässigten Value-Werten. „Fast alle Branchen außer klassische Banken sind zurzeit attraktiv bewertet“, meint der erfahrene Fondsmanager Peter Huber. Zudem beflügeln die niedrigen Anleihezinsen Sachwerte wie Gold und vor allem Aktien. Stephan Albrech, Vorstand der Kölner Albrech & Cie Vermögensverwaltung, prophezeit bis auf Weiteres gute Aussichten für die Börsen: „Die Hausse am Aktienmarkt, die 2009 begann, ist noch lange nicht zu Ende“, meint der Anlageprofi. „Sie dürfte vielmehr bis in die 2030er-Jahre reichen und Kursstände mit sich bringen, die derzeit niemand für möglich hält.“

Vier Gründe für die Fortsetzung der Hausse

Albrech sieht dafür vier wesentliche Gründe: Zum einen dauern Bullenmärkte länger als Bärenmärkte – im Schnitt rund 25 Jahre. So stiegen die Kurse etwa mit zwischenzeitlichen Korrekturen von 1942 bis 1968 und von 1975 bis 2000 an. Aktuell würde das auf eine anhaltend positive Stimmung bis 2033/2034 hindeuten. Zum Zweiten hält er die Börse auch nach der jüngsten Aufholjagd nicht für überteuert. Traditionelle Industriewerte sind sogar im Durchschnitt niedrig bewertet. Zudem sorgt die Geld- und Fiskalpolitik für Liquidität ohne Ende, die private und institutionelle Anleger nicht unbedingt in Staats- und Unternehmensanleihen ohne Nettorendite investieren wollen. Und schließlich ist von Euphorie bei den Börsianern nichts zu spüren. „Eine Börsenregel aber hat über alle Zeiten Bestand“, ist Albrech überzeugt: „Bullenmärkte enden nicht, weil es zu viele Skeptiker gibt, sondern weil zu viel Euphorie herrscht. So weit ist es noch lange nicht!“

Gleichwohl wird jede große Hausse zeitweilig von zyklischen Abschwüngen unterbrochen. Das war z. B. 1987 mit dem Schwarzen Montag und 1997 mit der Asienkrise der Fall. Diesmal ist es die Corona-Pandemie, die für einen rasanten Absturz sorgte. Auch ein zweiter Lockdown ist angesichts der zuletzt auch in Westeuropa wieder steigenden Infektionszahlen nicht auszuschließen. Gleichzeitig ist die an den Börsen traditionell schwache Sommerphase noch nicht beendet und der DAX hat sich seit seinem Tief extrem schnell erholt. Bei Notierungen nahe der alten Höchstkurse (und im NASDAQ sogar darüber) könnte zu großer Mut bei Einmalinvestitionen jetzt erst einmal mit Verlusten bezahlt werden.

Langsam in die Märkte einsteigen über Fonds und ETFs

Über Sparpläne können Anleger langsam in die Märkte einsteigen. Gezielt ist das zum Beispiel mit den comdirect Top‐Preis Fonds möglich. Die 25 Top-Preis Fonds sind qualitätsgeprüfte Fonds, die bei Einmalanlage und im Sparplan ohne Ausgabeaufschlag erhältlich sind. Auf Deutschland fokussierte Anleger können mit dem Lupus alpha Smaller German Champions – A EUR DIS Fonds (WKN 974564) und dem DWS Aktien Strategie Deutschland – LC EUR ACC Fonds (WKN 976986) auf eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung setzen. Einen breiteren Ansatz bieten Regionenfonds wie der BlackRock Continental European Flexible Fund – A2 (WKN A0F42G) oder der Comgest Growth Europe (WKN A0JC8V). Global investieren Anleger z. B. mit dem Pictet‐Global Megatrend Selection‐P (WKN A0X8JZ) oder dem Fidelity Funds – Global Dividend Fund – A EUR DIS (WKN A1JSY0). Alle Informationen zu den Top-Fonds erhalten Sie hier.

Eine Alternative zu den aktiv gemanagten Fonds können besonders kostengünstige ETF-Indexfonds sein. Auch hier haben Anleger die Möglichkeit, breit zu investieren oder einzelne Sektoren gezielt abzudecken. Unter den 135 Top-Preis ETFs von den sechs renommierten Partnern Amundi, Franklin Templeton, iShares, Lyxor, VanEck und Vanguard findet sich eine Auswahl für jeden Anlegertyp. Die ETFs aus der Aktion von comdirect sind nicht nur in Bezug auf die laufenden Kosten preiswert: Ab 25 Euro Sparrate müssen Kunden bei den Top-Preis ETFs im Sparplan keine Ordergebühr bezahlen (Alle Informationen zu den Top-Preis ETFs von comdirect finden Sie hier).

Aktien, ETF-Indexfonds und Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage- oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 14.10.2020; Quelle: comdirect.de