100 Tage neue Bundesregierung Krieg in der Ukraine überlagert alles

Titel 100 Tage Ampelkoalition
© Christian Müller via Adobe Stock

Der Krieg in der Ukraine hält die Welt in Atem. Nach dem Einbruch an den Börsen müssen Aktionäre zunächst mit volatilen Zeiten rechnen.

Um die ersten 100 Tage war die neue Bundesregierung unter Bundeskanzler Olaf Scholz nicht zu beneiden. Erst schlug die Viruskrise mit vierstelligen Inzidenzen noch einmal richtig zu. Dann stieg die Inflation im Dezember erstmals seit fast 30 Jahren auf über 5 % und schließlich eskalierte im Februar die Krise in der Ukraine zu einem Krieg. Kein Wunder, dass auch die Börse Schritt für Schritt kollabierte. Der DAX gab zwischenzeitlich über 20 % von seinem Allzeithoch aus dem Januar ab. Die weiteren Aussichten? Unklar. „Da wir nicht wissen, wie lange der Ukraine-Konflikt anhält, müssen Anleger je nach Nachrichtenlage vorerst auch hohe Kursschwankungen aushalten“, sagt Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse der Baader Bank.

Vor dem Krieg in der Ukraine ging unter, dass viele Börsianer und professionelle Anleger von der Wirtschaftspolitik der neuen Regierung erst einmal positiv überrascht waren. „Von der Koalitionspolitik ist keine Beeinträchtigung der Börsen zu erwarten“, sagt der Münchner Vermögensverwalter Michael Reuss. „Gemessen an den Versprechungen im Wahlkampf hätte man mit einem sehr teuren Sammelsurium an Maßnahmen rechnen können. Das ist so nicht eingetreten.“ Besonders gut kommt bei Reuss und anderen Finanzexperten an, dass die neue Regierung weitgehend auf Steuererhöhungen verzichtet hat.

Krieg und Sanktionen wirken sich aus

Statt der Politik sorgen jetzt Krieg und die Gegenreaktionen für Einschränkungen. „Unsere Sanktionen gegen Russland werden als Bumerang zurückkommen“, schätzt Robert Halver. „Eine Mini-Rezession ist möglich, mindestens aber ist das Risiko der Stagflation gegeben. Energie als Schmierstoff für die Wirtschaft wird noch mehr zum Flaschenhals. Wegen Knappheit und hohen Preisen wird sich die Industrieproduktion verteuern und im Extremfall sogar verringern.“ Die Automobilhersteller leiden bereits unter Lieferengpässen infolge des Kriegs in der Ukraine und müssen teilweise die Produktion stoppen. Der Grund: Zulieferer wie Leoni produzieren in der Ukraine Kabelbäume für die Autobranche. Kabelbäume gehören zum Herz eines Autos und können nicht nachgerüstet werden.

Besonders stark wirkt sich der Krieg auf die Energiepreise aus. Der Preis für ein Barrel Öl stieg zuletzt wieder über 110 US-Dollar. Die Notierungen für Erdgas sind zwar wieder etwa zurückgekommen, aber der Preis für die Alternative LNG hat sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdreifacht. Die Preissteigerungen werden Unternehmen an ihre Kunden weitergeben und damit die Inflation auf hohem Niveau halten. Im April lag die Inflationsrate in Europa und Deutschland bereits bei rund 7,5 %. Erste Ökonomen schließen im Jahresverlauf selbst eine zweistellige Geldentwertung nicht aus: „Anders als von vielen Anlegern 2021 erhofft, ist nicht abzusehen, dass die Inflationsrate 2022 schnell sinken wird“, erklärt James Ashley, Leiter Marktstrategie EMEA und Asien bei Goldman Sachs Asset Management.

Value-Aktien sind weniger anfällig für Inflation

Die US-Fed hat deshalb einige Zinserhöhungen im laufenden Jahr angekündigt, selbst die EZB könnte noch vor Jahresende reagieren. Angesichts der Kombination von Krieg, Inflation und Zinsangst ist an den Märkten aktuell wenig Optimismus zu spüren. Insbesondere hoch bewertete Technologieaktien bekamen Probleme, deutlich stabiler haben Value-Aktien reagiert. Dieser Trend dürfte anhalten, meint Marcel Müller, Leiter des Portfoliomanagements bei HQ Trust: „Der Bewertungsabschlag des MSCI ACWI Value zum MSCI ACWI Growth ist historisch hoch.“ In Deutschland und Europa ist der Anteil von niedrig bewerteten Value-Werten aus Industrie, Banken und Energiesektor besonders hoch. Angesichts der soliden Berichtssaison hoben zahlreiche Analysten im Februar ihre Gewinnerwartungen für europäische Unternehmen an. Das war allerdings vor dem Krieg in der Ukraine. Seitdem litten die Börsen im intensiver mit Russland verflochtenen Deutschland und Europa stärker als in den USA. Entsprechend größer ist aber auch das Aufholpotenzial der ohnehin niedriger bewerteten Aktien des alten Kontinents.

Anlagen im Paket

Bis auf Weiteres bleiben die Aussichten für Aktien von der Entwicklung der Kriegslage abhängig. Grundsätzlich aber bleiben Anleihen für Robert Halver in der Niedrigzinsphase und bei hoher Inflation als Alternative wenig geeignet. Deshalb setzt er wie viele Experten mittelfristig weiter auf Aktienanlagen. Zur Risikominderung empfiehlt Halver Anlegern den Einstieg über Sparpläne. Geeignet sind dafür ETFs und aktiv gemanagte Investmentfonds. comdirect bietet 150 Top-Preis ETFs von sechs renommierten Partnern (Amundi, Franklin Templeton, iShares, Lyxor, VanEck und Xtrackers) an. Mit diesen ETFs können Anleger in Deutschland und Europa, aber auch weltweit in fast alle wichtigen Märkte und Anlageklassen investieren. In der Einmalanlage kostet der Kauf nur 3,90 Euro pro Order, im Sparplan fällt ab 25 Euro pro Ausführung kein Orderentgelt an (alle Informationen und Konditionen zu den Top-Preis ETFs von comdirect finden Sie hier).

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Wie die KomfortFonds ist eine digitale Vermögensverwaltung wie cominvest (alle Informationen zu cominvest finden Sie hier) eine Alternative für Anleger, die sich nicht selbst regelmäßig um ihre Asset Allocation kümmern wollen. Der Robo-Advisor von cominvest empfiehlt Kunden auf Grundlage eines Fragenkatalogs eine von fünf Anlagestrategien mit verschiedenen maximal zugelassenen Volatilitäten. Die Strategien reichen von der sehr defensiv ausgerichteten Variante „Ertrag“ bis zur sehr offensiven Möglichkeit „Chance“. Diesen Anlageprofilen liegen Musterportfolios zugrunde. In regelmäßigen Abständen und wenn die vereinbarten Volatilitäts­grenzen gerissen werden, werden die Musterportfolios an die aktuelle Marktlage angepasst.

Aktien, Fonds und ETF unterliegen Kursschwankungen. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect – einer Marke der Commerzbank AG – wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 25.05.2022; Quelle: comdirect.de