Geld anlegen für Anfänger Tipps für deine ersten Schritte zum Vermögensaufbau

Balkon mit Pflanzen und gelben Sonnenschirm in Berlin
© querbeet via Getty Images/iStockphoto

Ob eine schicke Eigentumswohnung, das Haus im Grünen oder die große Weltreise – vielleicht hast du schon einen Traum im Hinterkopf, den du dir später gern erfüllen möchtest? Auch wenn deine heutige finanzielle Situation solche Träume unerreichbar erscheinen lässt – wer früh anfängt, hat gute Chance, sich später im Leben so einen großen Traum zu erfüllen.

Ein guter Plan zum Vermögensaufbau wird dir dabei helfen. Wir erläutern, wie man das Thema Geld anlegen Stück für Stück lernen kann. Dafür ist es sinnvoll, dir zunächst den Unterschied zwischen Sparen und Anlegen vor Augen zu führen: Denn sparen heißt nur, dass du einen Teil deines Geldes auf die hohe Kante legst. Dieses Geld ist in der Regel sehr schnell verfügbar. Aber es vermehrt sich nicht unbedingt automatisch. Dein Erspartes ist aber das Fundament, auf dem du dein Vermögen aufbauen kannst. Geld anlegen bedeutet: Du investiert in ein sogenanntes Anlageprodukt. Durch Zinsen oder Wertsteigerung kann sich dein Geld hierbei vermehren. So kannst du Vermögen aufbauen, indem dein Geld quasi für dich arbeitet – z.B. wenn du eine Rendite auf dein investiertes Geld erhältst. Die Höhe deines Ertrags, also die Summe, die dein angelegtes Geld erwirtschaftet, hängt auch von der Art der Geldanlage ab und davon, wieviel Risiko du bei der Geldanlage bereit bist einzugehen. Bei der Geldanlage mit Wertpapieren besteht dabei immer ein Verlustrisiko.

Soweit so gut – aber wie funktioniert Geld anlegen für Anfänger im Detail? Zur Veranschaulichung haben wir einige Tipps für deine ersten Schritte zum Vermögensaufbau aufgelistet.

Warum es sich lohnt schon als Berufsanfänger übers Thema Geldanlage nachzudenken und welche Möglichkeiten die Börse dir bietet, erfährst du in der fünften Folge unseres Podcasts „Wir waren Detektive“ – Fiction & Facts für Krimifans! Zum Podcast

Tipp 1: Checke deine Finanzen

Vor dem ersten Schritt in Richtung Vermögensaufbau kommt der Griff zum Taschenrechner: Mache eine Aufstellung aller monatlichen Kosten und Einnahmen, damit du eine gute Übersicht über deine finanzielle Situation bekommst. Hole dir Finanztipps und informiere dich über Einsparmöglichkeiten. Denn nur wenn du sparst, kannst du überhaupt Geld anlegen. Kurz gesagt gibt dir ein Kassensturz Auskunft darüber, welchen monatlichen Betrag du für den Vermögensaufbau aufbringen kannst. Läuft bei dir noch ein Kredit oder hast du andere Verbindlichkeiten? Dann zahle diese am besten zurück, bevor du Geld anlegst – vor allem, wenn du hohe Kreditzinsen leisten musst. Diese neutralisieren sonst unter Umständen alle Gewinne, die du mit deinem angelegten Geld machen kannst. 

Tipp 2: Stecke deine Ziele ab

Du weißt jetzt, wie viel Geld du monatlich zur Verfügung hast. Und welchen Betrag du regelmäßig für den Vermögensaufbau beiseitelegen willst. Jetzt kannst du dir Gedanken über deine persönlichen Ziele machen. Möchtest du schnell wieder über dein angelegtes Geld verfügen? Oder setzt du eher auf langfristige Geldanlageformen, die eine höhere Rendite einbringen? Wenn dir Flexibilität und zusätzlich Wertsteigerungen wichtig sind, musst du Abstriche bei der Sicherheit machen. Jede Investitionsmöglichkeit hat unterschiedliche Vor- und Nachteile. Wichtige erste Anhaltspunkte liefert dir das sogenannte magische Dreieck der Geldanlage. Damit kannst du alle Anlageformen nach drei entscheidenden Faktoren bewerten: Verfügbarkeit, Sicherheit und Ertrag.

Tipp 3: Verschaffe dir einen Überblick

Viele Anfänger denken beim Thema Geld investieren an Aktien, Immobilien und Börsenkurse. Und dass diese Optionen nur etwas für Risikoliebhaber und Profis wären. Dabei ist Geld anlegen lernen gar nicht so schwer. Was gibt es aber überhaupt für Geldanlage-Optionen? Und welche passt zu dir und deiner persönlichen Situation?

Wir stellen dir einige der gängigsten Möglichkeiten kurz vor:

Sparbuch

Ein alter Klassiker unter den Geldanlagen. Allerdings ist es mit der aktuellen Null-Zinspolitik schwer geworden, das Geld auf dem Sparbuch zu vermehren. Bedingt durch Inflation und Niedrigzins kann dein Geld hier sogar an Wert verlieren. Dafür ist dein Geld auf einem Sparbuch „sicher geparkt“ und unterliegt nicht dem Verlustrisiko und den Kursschwankungen, die es z.B. beim Wertpapierhandel gibt.

Tagesgeldkonto

Mit diesem kannst du jederzeit flexibel über dein Geld verfügen. Die Höhe der Zinsen kann sich laufend ändern, positiv wie negativ. Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen wirft ein Tagesgeldkonto allerdings nicht besonders viel Ertrag ab. Aber auch hier gibt es kein Verlustrisiko wie beim Wertpapierhandel. 

Festgeldkonto

Bei dieser Anlageform legst du dich auf eine bestimmte Zeit fest. Je länger die Zeitspanne, desto höher die Zinsen. Allerdings kommst du auch genauso lange nicht mehr an dein Geld heran. Und auch hier macht sich der aktuelle Niedrigzinssatz beim Ertrag bemerkbar. Ein Verlustrisiko brauchst du auch hier nicht zu fürchten. 

Bausparen

Lange Zeit galt der Bausparvertrag als der beliebteste Sparplan in Deutschland. Doch auch hier schlägt der niedrige Zinssatz negativ zu Buche, so dass der Vermögensaufbau in der aktuellen Nullzinslage erschwert wird. Zudem ist Bausparen eine langjährige und relativ unflexible Angelegenheit. Du solltest genau prüfen, ob ein Bausparvertrag zu deinen Zielen des Vermögensaufbaus passt und für dich praktikabel ist. 

Aktien und Anleihen

Mit Aktien investierst du dein Geld direkt in ein Unternehmen. Anleihen hingegen sind wie ein Kredit, den du einem Unternehmen oder dem Staat mit deiner Investition gibst. Beide Arten sind Risikopapiere, können sich aber als Geldanlage für dich lohnen, wenn sich Kurse positiv entwickeln. Gleichzeitig besteht immer ein Verlustrisiko, dessen du dir bewusst sein musst. Mit etwas Vorbereitung kann sich Aktien kaufen auch schon für Anfänger auszahlen – aber du solltest nie überstürzt handeln und dich vorher genau informieren, was du tust. 

Fonds oder ETFs

sind eine Art Paket von Aktien, Anleihen, Rohstoffen oder Immobilien, in die du investierst. Wenn du in Fonds oder ETFs investierst, gehst du ein geringeres Verlustrisiko ein, weil die Risikostreuung immer höher ist als beispielsweise bei nur einer Aktie. Denn wahrscheinlich verlieren nicht alle Aktien in deinem Fond gleichzeitig an Wert – je höher die Streuung im Fonds oder ETF ist, desto besser. ETFs (passiv gemanagte Fonds) sind gerade beim Geld anlegen für Anfänger interessant, da du auch kleinere Beträge investieren kannst. Als Einstieg in den Wertpapierhandel können ETFs daher eine gute Option sein. Aber auch bei Fonds und ETFs muss ein Verlustrisiko eingeplant werden – wie bei allen Formen des Wertpapierhandels. 

Tipp 4: Investiere nicht einfach in irgendetwas

Geldanlage ist gerade für Anfänger eine Vertrauensfrage. Ein solides Basiswissen und eine gesunde Portion Skepsis solltest du auf jeden Fall mitbringen. Denn wer dir schnelles Geld verspricht, verdient weder dein Vertrauen noch dein Geld. Lege dein Geld nur in Anlageformen an, die du auch verstehst. Du musst aber weder reich noch Finanzexperte sein, um dein Geld sinnvoll zu investieren. Um dir die Entscheidung zu erleichtern, kannst du auch deine persönlichen Überzeugungen und Interessen in die Auswahl deiner Geldanlage einfließen lassen. Dies können bei der Investition in Aktien, Fonds oder ETFs z.B. Themenfelder wie Nachhaltigkeit, Gesundheit oder innovative Technologien sein.

Tipp 5: Setze nicht alles auf eine Karte

Beim Wertpapierhandel gibt es immer ein Verlustrisiko, dessen du dir bewusst sein musst. Durch eine breite Streuung lässt sich dieses minimieren, aber nie verhindern. Versuche dich bei der Geldanlage mit Wertpapieren in jedem Fall breit aufzustellen, um durch eine breite Streuung ein Verlustrisiko zu minimieren. Hier können Fonds und ETFs hilfreich sein, die z.B. mehrere Aktien oder Anleihen beinhalten und so eine breitere Streuung aufweisen als nur eine Aktie oder eine Anleihe. 

Grundsätzlich empfiehlt es sich immer, einen gewissen Puffer an Erspartem schnell verfügbar zu haben, z.B. für ungeplante Ausgaben wie Reparaturen, auch wenn dieses Geld dann nicht direkt in deinen Vermögensaufbau fließt. Aber so kommst du nicht gleich ins Schwitzen bei ungeplanten Ausgaben oder musst gar einen Kredit aufnehmen. Einen guten Überblick über deinen Puffer hast du, wenn du dieses Geld z.B. auf einem Tagesgeldkonto unterbringst. 

Tipp 6: Triff keine vorschnellen Entscheidungen

Welche Form der Geldanlage du auch wählst: Über Nacht zum Millionär wird dich eher keine machen. Jede Form der Geldanlage sollte gut überlegt sein. Schaue dir immer alle Konditionen genau an, wenn es zum Beispiel darum geht, einen Vertrag abzuschließen. Dabei spielen auch laufende Kosten und Gebühren eine Rolle. Und es kommt immer auf deine ganz individuelle Situation an: Wie lange willst du Geld ansparen, welche Sparbeträge kannst du monatlich abzwacken und welches Risiko bist du bereit einzugehen? 

Wenn du dich für den Einstieg in den Wertpapierhandel interessierst, dann bieten sich Fonds oder ETFs an, die eine breitere Risikostreuung bieten als Einzelaktien oder Anleihen. Hier kannst du grundsätzlich Einmaleinlagen vornehmen oder du zahlst regelmäßig in einen Sparplan ein. Aber bei allen Formen der Geldanlage mit Wertpapieren gilt: Es gibt ein Verlustrisiko. Daher ist es wichtig, sich zu informieren und grundsätzlich zu verstehen, was man tut. Um überhaupt mit dem Wertpapierhandel zu starten, benötigst du zu allererst ein Depot, das wir ein Konto für Wertpapiere funktioniert. Bei comdirect ist das Depot für die ersten drei Jahre garantiert kostenlos und bleibt dies auch, wenn du z.B. mindestens quartalsmäßig in einen Wertpapiersparplan einzahlst (alle Konditionen für das comdirect Depot im Überblick).

Tipp 7: Wage den ersten Schritt

Du hast dich entschieden und möchtest dein Geld z.B. in Wertpapiere anlegen. Aber du bist unsicher, ob diese Anlageoption die richtige für dich ist? Dann kannst du sie unverbindlich und ohne Risiko testen. Mit einem Musterdepot kaufst und verkaufst du Aktien, Anleihen oder Anteile an der Börse. Allerdings virtuell, ganz ohne echte Verluste oder versteckte Kosten. Damit bekommst du ein Gefühl dafür, wie der Wertpapierhandel funktioniert. Ein Musterdepot ist eine gute Übung für Anfänger: Durch Ausprobieren kannst du verschieden Anlagestrategien kennenlernen und testweise dein Wunschportfolio zusammenstellen. Über mehrere Monate kannst du an der simulierten Börse wertvolle Erfahrungen und Tipps sammeln, die du später auf dein echtes Depot übertragen kannst. Ein Musterdepot kannst du online mit wenigen Klicks eröffnen (alle Informationen zu Musterdepot). Zur Eröffnung eines Musterdepots ist die Registrierung über „meine comdirect“ notwendig.

Grafik Geldanlege in Deutschland

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Auch mit kleinen Sparraten kannst du anfangen, Geld anzulegen. Das macht besonders zu Beginn deiner beruflichen Karriere Sinn, wenn du noch viele Jahre ansparen kannst. Bei comdirect kannst du einen Wertpapiersparplan bereits ab 25 Euro im Quartal anlegen. 

Die Depotführung ist bei comdirect garantiert für volle 3 Jahre kostenlos. Nach 3 Jahren bleibt das Depot kostenlos, wenn du mindestens 2 Trades pro Quartal tätigst, ein Girokonto bei comdirect führst oder regelmäßig in einen Wertpapiersparplan einzahlst (mindestens eine Ausführung pro Quartal). Alle Bedingungen dazu findest du hier. Eröffne heute noch dein neues comdirect Depot, ganz bequem online und ohne lästigen Papierkram.