Abzocke im Internet So erkennst du die Tricks der Betrüger

Junger Mann am Laptop in einem Café
© vgajic via Getty Images/iStockphoto

Bankgeschäfte, Einkäufe oder Freizeit – unser Alltag spielt sich zunehmend im Netz ab. Laut Statistik sind 96 Prozent der deutschen Bevölkerung schon online. Durchschnittlich verbringen wir täglich fast fünf Stunden im Internet: Durch soziale Medien bleiben wir quer über den Globus miteinander in Kontakt. Onlineshops und Lieferdienste bringen uns Klamotten, Möbel und Essen direkt nach Hause. Und Überweisungen erledigen wir mit dem Smartphone vom Sofa aus – Online-Banking sei Dank. Das ist praktisch und spart viel Zeit. Doch neue digitale Möglichkeiten rufen auch neue Formen von digitaler Kriminalität auf den Plan. Was aber tun bei Abzocke im Internet? Und wie kannst du dich davor schützen? Mit unserer Checkliste zeigen wir dir, wie du Betrügern nicht ins Netz gehst.

Schritt 1: Kenne die Gefahren

Wissen ist Macht. Das gilt auch im Kampf gegen Internetbetrug. Wenn du die größten Gefahrenquellen kennst, haben es Online-Abzocker bei dir gleich deutlich schwerer. Sei dir bewusst, dass es auch in der digitalen Welt Kriminalität gibt. Bleibe bei aller Neugier stets misstrauisch. Lass dich nicht von unglaublich günstigen Angeboten locken: Etwas ist zu gut, um wahr zu sein? Dann ist es das wahrscheinlich auch.

Gut zu wissen: Die häufigsten Betrugsmaschen im Netz

Welche Methoden Betrüger im Internet aktuell häufig anwenden, haben wir hier für dich aufgelistet:

Phishing

Per Mail bekommst du die Aufforderung, deine persönlichen Daten auf einer Website einzugeben. Klickst du auf den entsprechenden Link, landest du allerdings auf einer Fake-Seite, die nur schwer vom Original zu unterscheiden ist. Besonders Online Banking-Betrug wird häufig mit dieser Masche begangen. Mit Phishing wollen Internetbetrüger dich in eine Falle locken und deine Zugangsdaten “abfischen”, dazu verwenden Sie als Aufhänger auch gern aktuelle Themen mit realem Hintergrund wie z.B. „Datenabgleich im Rahmen der DSGVO“. Sei dir sicher: Als seriöse Bank werden wir dich niemals per Mail nach deinen Zugangsdaten fragen. Aber nicht nur per E-Mail können dich Phishing-Versuche erreichen: Inzwischen werden auch Phishing-Briefe verschickt. Außerdem bedienen sich Kriminelle der Masche, falsche Google-Anzeigen zu schalten, die dich vermeintlich auf die Seite deiner Bank lenken. Um darauf nicht reinzufallen, kannst du besser die App deiner Bank nutzen oder die URL deiner Bank direkt in das Browserfenster eingeben.

Abofallen

Schnell ein Kochrezept rausgesucht oder durch ein Online-Quiz geklickt. Doch bevor du Zutatenliste oder Testergebnis zu Gesicht bekommst, sollst du dich noch kurz registrieren. Lies dir in einem solchen Fall unbedingt das Kleingedruckte durch. Sonst schließt du in der Eile noch eine kostenpflichtige Mitgliedschaft oder ein teures Abo ab. Am besten lässt du dich gar nicht erst darauf ein: Recherchiere besser weiter, bis du die Information auch frei zugänglich im Netz findest.

Fake-Shops

Sie locken mit Spitzenpreisen und Rabatten. Oder sie können als einziger Anbieter ein vergriffenes Produkt anbieten. Da stimmt vielleicht was nicht? Richtig! Kommt dann noch ein unvollständiges oder fehlendes Impressum dazu, sollten endgültig die Alarmglocken bei dir läuten. Aber auch ein korrekt aussehendes Impressum kann ein Trick sein, denn Informationen wie Anschrift, Ansprechpartner und Handelsregisternummer können auch Betrüger schnell bei Google finden. Informiere dich also gründlich über Shops, bevor du dort etwas bestellst. Wenn dir etwas komisch vorkommt, höre auf dein Bauchgefühl. Zahle zudem nie im Voraus, sondern möglichst nur auf Rechnung oder mit Kreditkarte. Sonst ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du am Ende ohne Ware und auch ohne Geld dastehst.

Malware

Popups, Werbebanner, E-Mail-Attachments oder seltsame Warnhinweise: Es gibt viele Möglichkeiten, wie du dir im Netz Viren oder Schadprogramme einfangen kannst. Klicke daher nie auf Links, deren Ursprung du nicht kennst. Lade keine Software unbekannter Herkunft auf deinen Rechner oder dein Smartphone. Und deaktiviere auf keinen Fall die voreingestellten Sicherheitsvorkehrungen deines Handys (z.B. bei Android: „Apps aus unbekannten Quellen installieren”) – diese wurden aus gutem Grund so eingestellt. Internetbetrüger können sich durch Schadsoftware oder Malware Zugang zu deinen Daten und die Kontrolle über deinen Computer verschaffen. Außerdem kann dein infizierter Rechner Geräte anderer User „anstecken“. Software-Updates und Antivirenprogramm sind neben gebührender Vorsicht die besten Mittel gegen Schadprogramme.

Schritt 2: Schau genau hin

Wie du dich gezielt vor Online-Abzocke schützen kannst, erfährst du von unserem Experten Mario in der dritten Folge unseres Hörspiel-Podcasts „Wir waren Detektive“ – Fiction & Facts für Krimifans! Zum Podcast

Um Internetbetrug zu erkennen, genügt manchmal ein zweiter, kritischer Blick: Kommt dir die Absenderadresse einer Mail seltsam vor? Strotzt die Website oder der Nachrichtentext vor Rechtschreibfehlern? Findest du auf der Seite kein Impressum? Wirft dein Web-Browser gleich nach der Landung eine Warnung aus? Oder sieht die Adresszeile deiner gewohnten Website anders aus als sonst? Dann ist Vorsicht geboten! Seriöse Anbieter haben keinen Grund, sich hinter Postfach-Adressen oder Fake-Namen zu verstecken. Und sie fragen dich auch nie einfach so nach persönlichen Daten oder Konto- und Kreditkartendetails. Seriöse Shops weisen dich vor dem Kauf oder Abschluss eines Abos auf Kosten hin. Kommt dir beim Surfen etwas verdächtig vor, folge deinem Instinkt und suche dir besser einen anderen Shop – und widerstehe der Versuchung zu kaufen, auch wenn das schwer fällt.

Schritt 3: Gehe sparsam mit Daten um

Daten sind Gold wert. Beziehungsweise bares Geld. Denn mit dem Handel und Weiterverkauf von Namen, Adressen, Vorlieben und Interessen lassen sich heute Millionen verdienen. Nach einer Studie für „Wirtschaftsschutz in der digitalen Welt” gaben drei Viertel der befragten Unternehmen an, bereits Opfer von Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage geworden zu sein. Im Jahre 2019 entstand so ein Schaden von 102,9 Milliarden Euro. Und auch wenn du denken solltest, dass bei dir nichts zu holen sei: Schon deine persönlichen Daten sind wertvoll und können für verschiedene illegale Zwecke missbraucht werden. Internetbetrüger könnten in deinem Namen Überweisungen tätigen oder Straftaten begehen. Das kommt dich unter Umständen teuer zu stehen. Also wenn es das nächste Mal bei einem Facebook-Gewinnspiel wieder ein falsch verpacktes Smartphone, ein Tiny-House oder ein nicht-abgeholtes Wohnmobil zu verlosen gibt, kannst du dir ziemlich sicher sein, dass es hier nicht um den Gewinn geht, sondern um das Einsammeln deiner persönlichen Daten. Schütze dich und deine Daten vor Unbefugten! Überlege immer gut, wem du welche Daten anvertraust. Passwörter, TANs und PINs solltest du niemals weitergeben. Und als goldene Regel gilt: Nie mehr preisgeben, als absolut notwendig ist.

Schritt 4: Bleibe auf dem Laufenden

Genau wie die Algorithmen der sozialen Netzwerke ändern sich auch die Tricks der Online-Abzocker ständig. Darum solltest du über aktuelle Risiken Bescheid wissen. Informiere dich durch seriöse Quellen über Maschen wie Trojaner oder Phishing. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ist eine gute erste Anlaufstelle. Außerdem solltest du regelmäßig sämtliche Kontobewegungen auf ungewöhnliche oder unbekannte Abbuchungen checken. Das kannst du Dank Online-Banking per Web-Browser oder mit der comdirect App innerhalb weniger Sekunden sicher und einfach erledigen. Viren, Trojaner und andere Schädlinge hältst du dir am besten mit einem Antivirenprogramm vom Hals. Achte darauf, dass du immer die aktuellste Version dieser Software installiert hast. Gleiches gilt auch für alle Apps und deinen Internet-Browser. Zumindest anlassbezogen solltest du auch deine Passwörter und Zugangsdaten ändern, also z.B. wenn ein Phishing-Angriff oder ein Hack auf das entsprechende Portal bekannt wird. Verwende dabei starke Passwörter, die nicht zu erraten sind. Hilfe bieten hier Passwort-Verwaltungstools, die dir eine sichere Kombination aus Zahlen, Buchstaben und Zeichen vorschlagen. Wähle außerdem für jede Anwendung und jeden Account unbedingt ein eigenes Passwort. Sollte eines mal geknackt werden, musst du nicht sofort um alle deine Konten fürchten.

Schritt 5: Hole dir Hilfe

Trotz aller Vorsicht bist du Opfer eines Internetbetrügers geworden? Dann keine Panik! Hilfe bei Abzocke im Internet bekommst du gleich von mehreren Seiten. Es wurde unberechtigterweise Geld von deinem Girokonto abgebucht? Melde deinen Verdacht so schnell wie möglich deiner Bank. Sperre umgehend dein Konto und deine Karten. Damit minimierst du deinen finanziellen Schaden. Informiere deine Bank über fehlerhafte oder verdächtige Kontobewegungen. Je schneller du reagierst, desto höher sind die Chancen, dass dir geholfen werden kann und dass weiterer Schaden abgewendet wird. Wende dich bei Internetbetrug auch unbedingt an die Polizei. Du kannst deine Meldung auch per Formular an die Onlinewache der Polizei deines Bundeslandes schicken. Denn das Netz ist kein rechtsfreier Raum: Cyberkriminalität ist eine Straftat. Und wird auch als solche geahndet. Sammle alle Unterlagen, Mails und mache Screenshots von der Website der Internetbetrüger. Noch mehr Tipps sowie analoge und digitale Beratungsangebote findest du auch bei der Verbraucherzentrale.

Schritt 6: Werde selbst aktiv

Auch über den Versuch eines Internetbetruges solltest du die Polizei und deine örtliche Verbraucherzentrale informieren. Zusätzlich kannst du auch Plattformen wie z.B. Watchlist Internet mit Informationen versorgen. Dort kannst du betrügerische E-Mails oder Fake-Shops ebenfalls melden. So hilfst du anderen Usern, nicht auf Online-Abzocke reinzufallen. Tausche dich auch offline aus: Sprich mit anderen über verdächtige Aktivitäten im Netz und teile dein Wissen mit Familienmitgliedern und Freunden. Dadurch kannst du aktiv dabei helfen, die Tricks der Betrüger bekannt und damit unschädlich zu machen.

Infografik: Schritt für Schritt: Keine Chance für Online-Abzocke im Internet

Online-Abzocker: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

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