Altersvorsorge – eine Gruppe von Studenten am Campus.
Altersvorsorge – eine Gruppe von Studenten am Campus.
© Jacob Lund via Adobe Stock

Altersvorsorge: Vermeide diese 5 Fehler

Key Takeaways
  • Altersarmut wird in Deutschland zunehmend zu einem Problem.
  • Auch privat vorzusorgen ist für viele unerlässlich geworden.
  • Kennst du die häufigsten Fehler bei der Altersvorsorge?

Altersvorsorge verschlafen

Für viele scheint die eigene Rente noch in weiter Zukunft. Das Leben im Hier und Jetzt ist teuer genug und man möchte sich auch mal etwas gönnen. Schnell ist der Gedanke an den eigenen Ruhestand beiseitegeschoben und das Thema Altersvorsorge wird vertagt. Aber: wer rechtzeitig anfängt vorzusorgen, hat es deutlich einfacher. Schon mit kleinen monatlichen Beträgen kannst du etwas bewirken und über die Jahre vom Zinseszinseffekt profitieren. Das bedeutet: die Zinsen, die du durch deine Geldanlage erwirtschaftest, werden mitverzinst, wenn sie reinvestiert werden. So vermehrt sich dein Geld automatisch. Je länger du dein Geld anlegst, umso deutlicher wird dieser Effekt.

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Rentenlücke falsch einschätzen

In vielen Fälle reicht das Einkommen aus der gesetzlichen Rente nicht aus, um den aktuellen Lebensstandard im Ruhestand zu bewahren. Die Differenz aus dem letzten Gehalt als Berufstätigen und dem Betrag, den man als gesetzliche Rente bekommt, wird als Rentenlücke bezeichnet. Die Rentenlücke führt bereits heute zu Problemen, in Zukunft wird sich dies weiter verschärfen, da die Lücke wächst: die gesetzliche Rente wird schmaler, während die Lebenserwartung immer weiter zunimmt. Es kann helfen, sich früh bewusst zu machen, wie groß die eigene Lücke im Alter sein wird. Daraus lässt sich auch ungefähr ableiten, wie viel du monatlich privat vorsorgen musst, damit du dein Lebensstandard im Alter halten kannst.

Im Internet findest du Formeln oder Rechner, mit denen du deine Rentenlücke berechnen kannst.

Wechselnde Vorsorgestrategie

Es gibt unterschiedliche Arten von Altersvorsorgen – manch einer setzt auf die staatliche geförderte Riester-Rente, ein anderer auf Immobilien oder Wertpapiere. Für was man sich entscheidet, hängt von persönlichen Faktoren ab. Wichtig ist: die Entscheidung für eine Vorsorgestrategie sollte gut überlegt sein. Denn hast du dich einmal entschieden, solltest du möglichst dabeibleiben. Selbstverständlich kann man alle paar Jahre seine Strategie überprüfen und bei Bedarf nachjustieren, zum Beispiel indem man die Sparrate erhöht. Der grundlegende Ansatz sollte aber beibehalten werden, um unnötigen Renditeverlust zu vermeiden.

Die Inflation sorgt dafür, dass dein Geld über die Zeit an Wert verliert. Achte daher darauf, renditestarke Anlageprodukte wie Aktien, ETFs und Fonds zu wählen.

Fehlendes Durchhaltevermögen

Oft bestehen bei der Altersvorsorge gewisse Abhängigkeiten zum Partner. Die Person, die zum Beispiel auf Grund von Kinderbetreuung und -erziehung beruflich kürzergetreten ist und somit zumindest zeitweise weniger verdienen und vorsorgen konnte, wird im Rentenalter von der anderen Person abhängig sein. Dies sollte einem bewusst sein, sodass rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden können, die mehr Freiheit und Unabhängigkeit bringen.

Partner als Altersvorsorge

Oft bestehen bei der Altersvorsorge gewisse Abhängigkeiten zum Partner. Die Person, die zum Beispiel auf Grund von Kinderbetreuung und -erziehung beruflich kürzergetreten ist und somit zumindest zeitweise weniger verdienen und vorsorgen konnte, wird im Rentenalter von der anderen Person abhängig sein. Dies sollte einem bewusst sein, sodass rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden können, die mehr Freiheit und Unabhängigkeit bringen.

Nach wie vor sind es die Frauen, die bei der Altersvorsorge hinten liegen und häufiger von Altersarmut betroffen sind. Im Jahr 2022 bekamen Männer in Deutschland eine Rente von durchschnittlich 1.637 Euro monatlich. Bei den Frauen lag sie bei nur 1.323 Euro im Monat.  Außerdem sorgen Frauen seltener privat für das Alter vor. In Deutschland besitzen 43 % der verheirateten Frauen eine private Altersvorsorge, bei den verheirateten Männern sind es immerhin 55 %, laut einer Studie von Ernst & Young und dem Institut für Generationenforschung.

Fazit: Frühzeitig starten mit der Altersvorsorge

Bei der Altersvorsorge gilt: umso früher du dich kümmerst, desto besser! Es kann nie schaden, sich rechtzeitig mit dem Thema zu beschäftigen. Wenn man weiß, wie groß die eigene Rentenlücke wahrscheinlich sein wird, kann man allein, mit Hilfe oder professioneller Beratung eine geeignete Vorsorgestrategie erarbeiten. Diese sollte langfristig verfolgt und beibehalten werden. Bei hoher Inflation ist es umso wichtiger, dass Vorsorgeprodukte renditestark sind. Fonds oder ETFs werden immer häufiger für die private Altersvorsorge verwendet.

Wenn du noch Fragen zu den Themen Vorsorgen & Versichern hast, kannst du gerne unsere Kundenbetreuer kontaktieren – per Telefon unter 04106 – 708 25 00 oder über unser Kontaktformular. Unsere Kundenbetreuer sind rund um die Uhr für dich erreichbar – 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag.

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Auswirkung von Inflation: Grundsätzlich beeinflusst die Entwicklung der Inflationsrate deinen Anlageerfolg. Ein daraus resultierender Kaufkraftverlust betrifft sowohl die erzielten Erträge als auch dein investiertes Kapital.

Autor
comdirect Redaktion
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