- Mit einer Kreditkarte kannst du online, im Geschäft und mobil bezahlen.
- Die Bank leiht Inhabenden einer Kreditkarte Geld.
- Für Besitz und Nutzung einer Kreditkarte können Kosten und Entgelte anfallen.
- Wenn du ein Girokonto eröffnest, kannst du meist eine Kreditkarte mitbeantragen.
Definition: Was ist eine Kreditkarte?
Eine Kreditkarte ist ein bargeldloses Zahlungsmittel. Mit einer Kreditkarte kannst du Waren und Dienstleistungen im Geschäft oder online bezahlen. Außerdem kannst du mit einer Kreditkarte im In- und Ausland Bargeld vom Automaten abheben.
Für Mobile Payment – also mobiles Bezahlen – kannst du deine Kreditkarte mit deinem Smartphone oder deiner Smartwatch verknüpfen. Zahlungsdienste wie Apple Pay oder Google Pay machen diese komfortable, sichere und schnelle Bezahlart möglich.
Wie funktioniert eine Kreditkarte?
Eine Kreditkarte funktioniert im Grunde so: Jedes Mal, wenn du mit deiner Kreditkarte bezahlst, nimmst du einen Kredit auf. Die Bank räumt dir einen bestimmten Kreditrahmen ein, den du monatlich ausschöpfen kannst. Die Höhe des Kreditrahmens hängt von deiner Bonität ab. Wenn du eine Kreditkarte beantragst, holt die Bank oder die Kreditkartengesellschaft eine Auskunft bei der Schufa ein. Die Umsätze, die du mit deiner Kreditkarte tätigst, werden gesammelt und in der Regel monatlich von deinem Girokonto abgebucht.

Neben den üblichen Funktionen wie Bezahlen und Geldabheben bieten manche Kreditkarten auch Zusatzleistungen wie Reise- und Gesundheitsversicherungen, Bonus- und Rabattprogramme. Je mehr Zusatzleistungen, desto höher ist in der Regel das Jahresentgelt.
Welche Arten von Kreditkarten gibt es?
Im Wesentlichen gibt es 3 verschiedene Arten von Karten:
- Debitcard
- Creditcard
- Prepaid-Kreditkarten
Diese 3 Kartentypen unterscheiden sich vor allem in der Art der Abrechnung.
Debitcard
Wenn du mit deiner girocard oder Debitkarte zahlst oder Geld abhebst, wird der jeweilige Betrag direkt oder zumindest kurzfristig von deinem Girokonto abgebucht. Viele Debitkarten nutzen ein Kreditkartenschema wie Visa oder Mastercard, wodurch sie weltweit einsetzbar sind – überall dort, wo auch klassische Kreditkarten akzeptiert werden. Im Gegensatz zur echten Kreditkarte verfügt eine Debitkarte jedoch über keinen eigenen Kreditrahmen, eine Überziehung ist nur im Rahmen eines eingeräumten Dispositionskredits möglich.
Creditcard
Creditcards werden in Charge-Kreditkarten und Revolving-Kreditkarten unterteilt. Bei einer klassischen Kreditkarte werden die Umsätze monatlich abgerechnet und von deinem Girokonto abgebucht. Die Bank oder der Zahlungsdienstleister legt einen Kreditrahmen fest, der dir monatlich zur Verfügung steht. Die Höhe dieses Verfügungsrahmens hängt von deiner Bonität ab und kann mit deinem Einkommen steigen.
Charge-Kreditkarten
Charge-Kreditkarten werden in Deutschland am häufigsten verwendet. Bei dieser Art von Kreditkarte wird die Zahlung der von dir gekauften Waren und Dienstleistungen aufgeschoben. Die Bank gewährt dir also einen (zinslosen) Kredit, den du später zurückzahlst.
In der Regel erhältst du monatlich eine Abrechnung mit deinen getätigten Umsätzen. Der Gesamtbetrag wird dann von deinem Girokonto abgebucht. Normalerweise gibt es bei Charge-Kreditkarten einen Verfügungsrahmen, um zu verhindern, dass du dich verschuldest.
Revolving-Kreditkarten
Eine Revolving-Kreditkarte ist eine Kreditkarte mit Teilzahlungsfunktion. Wie bei einer Charge-Kreditkarte, leiht dir die Bank auch hier bis zu einem bestimmten Betrag im Monat Geld. Der Verfügungsrahmen hängt ebenfalls von deiner Bonität ab. Der Unterschied zur Charge-Kreditkarte: Bei einer Revolving-Kreditkarte musst du nur einen Teil des offenen Betrags zum Monatsende zurückzahlen. Den Restbetrag kannst du in kleinen Raten tilgen.
Für die Ratenzahlung fallen jedoch Zinsen an. Die Höhe hängt von der offenen Summe und dem vereinbarten Zinssatz ab. In der Regel zahlst du bei einer Revolving-Kreditkarte hohe Zinsen von 20 % und mehr. Es gibt aber auch Karten, bei denen du die Ratenzahlung abschalten kannst. Andere Revolving-Kreditkarten kannst du im Guthaben führen. Das heißt: Du überweist Geld auf dein Kartenkonto und erweiterst so den Verfügungsrahmen.

Verbraucherzentralen warnen davor, dass du dich mit einer Revolving-Kreditkarte leicht verschulden kannst. Da bei Karten mit Teilzahlungsfunktion hohe Zinsen anfallen, solltest du im Einzelfall prüfen, ob eine Anschaffung per Ratenkredit nicht günstiger ist.
Prepaid-Kreditkarte
Bei einer Prepaid-Kreditkarte handelt es sich strenggenommen nicht um eine „echte“ Kreditkarte. Denn: Die Bank leiht dir kein Geld. Eine Prepaid-Karte ist eine Bezahlkarte auf Guthabenbasis: Du lädst Geld auf deine Prepaid-Kreditkarte auf, das du dann nach und nach ausgeben kannst.
Der Vorteil einer Prepaid-Kreditkarte: Du hast volle Kontrolle über deine Ausgaben und kannst nicht ins Minus rutschen. Dafür entfällt der eigentliche Nutzen einer Kreditkarte: Du kannst keine Zahlungen aufschieben. Da die Bank dir kein Geld leiht, werden Prepaid-Kreditkarten üblicherweise ohne Bonitätsprüfung ausgegeben.

Neben physischen Kreditkarten gibt es auch rein virtuelle Kreditkarten, die ausschließlich aus Daten bestehen: Name der Karteninhaberin oder des Karteninhabers, Kartennummer, Kartenprüfnummer und Ablaufdatum. Virtuelle Kreditkarten funktionieren entweder auf Guthabenbasis oder sind direkt mit einem Girokonto verbunden. Die Bezahlung erfolgt in der Regel mobil – etwa über Apple Pay oder Google Pay.

Wie beantrage ich eine Kreditkarte?
Um eine Kreditkarte beantragen zu können, musst du mindestens 18 Jahre alt sein, über ein regelmäßiges Einkommen verfügen und eine gute Bonität nachweisen. Die Antragstellung selbst erfolgt einfach und schnell:
- Kreditkarte auswählen: Informiere dich über dieverschiedenen Kreditkarten-Typen und Kosten und wähle die Kreditkarte, die am besten zu dir passt.
- Kreditkarten-Antrag stellen: Eine Kreditkarte kannst du online oder persönlich in einer Bankfiliale beantragen. Viele Banken bieten an, zur Eröffnung eines Girokontos gleich eine Kreditkarte mitzubeantragen.
- Identitätsnachweis: Deine Identität kannst du mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass nachweisen – entweder per E-Ident mit Online-Ausweis, per PostIdent in einer Postfiliale oder online per VideoIdent.
- Einkommensnachweis: Als angestellte Person musst du in der Regel Gehaltsabrechnungen der letzten Monate oder einen Steuerbescheid vorlegen. Selbstständige müssen ihr Einkommen über Einkommensteuerbescheide nachweisen.
- Bonitätsprüfung: Deine Kreditwürdigkeit prüft die Bank in der Regel über eine Auskunft bei der Schufa.
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Girokonto mit Kreditkarte
Kreditkartenanbieter wie Visa oder Mastercard arbeiten eng mit Banken zusammen, sodass du die Kreditkarte direkt bei deiner Bank beantragen kannst. Viele Banken bieten ihren Kunden aber auch ein Girokonto mit optionaler Kreditkarte an. So kannst du deine Kreditkarte bei der Eröffnung eines Girokontos gleich mitbeantragen. In einigen Kontomodellen ist die Kreditkarte direkt inbegriffen, sodass du kein extra Jahresentgelt für die Karte zahlst.
Was kostet eine Kreditkarte?
Die Kosten für eine Kreditkarte variieren je nach Bank bzw. Kreditkartengesellschaft und Art der Kreditkarte.
- Jahresentgelt: Inhabende einer Kreditkarte zahlen in der Regel ein Jahresentgelt. Die Höhe des Jahresentgelts für eine Kreditkarte variiert je nach Anbieter und Kreditkarten-Typ. Manche Kreditkarten werden auch kostenlos angeboten, d. h., du zahlst kein Jahresentgelt. Dafür können jedoch andere Kosten anfallen. Andere Anbieter verzichten bei einem bestimmten Mindestumsatz auf das Jahresentgelt.
- Fremdwährungsentgelt: Wenn du außerhalb des Euro-Raums mit deiner Kreditkarte bezahlst oder Bargeld abhebst, kann es sein, dass dein Kartenanbieter dir für die Umrechnung von Euro in die fremde Währung ein Fremdwährungsentgelt berechnet.
- Auslandseinsatzentgelt: Bei vielen Kreditkarten fällt grundsätzlich ein Auslandseinsatzentgelt an, wenn du deine Kreditkarte außerhalb von Deutschland verwendest – also auch innerhalb des Euro-Raums.
- Entgelt für Bargeldabhebung im Inland: Auch das Geldabheben im Inland ist mit manchen Kreditkarten kostenpflichtig.
- Zinsen: Zinsen fallen in der Regel nur bei Revolving-Kreditkarten oder Kreditkarten mit Teilzahlungsfunktion an, wenn du einen Teil des offenen Betrags in Raten zurückzahlst. Diese Zinsen sind teilweise sehr hoch und können bis zu 20 % oder mehr betragen.
Vor- und Nachteile: Wie sinnvoll ist eine Kreditkarte?
Wie sinnvoll eine Kreditkarte ist, hängt davon ab, wofür du sie nutzt. Die wichtigsten Vor- und Nachteile einer Kreditkarte haben wir in dieser Tabelle für dich zusammengefasst:
Pro Kreditkarte
- Bargeldloses Zahlen:
Mit einer Kreditkarte kannst du im In- und Ausland sowie online bequem bargeldlos zahlen. - Flexibilität:
Durch den Kreditrahmen bist du finanziell flexibel, weil du Waren und Dienstleistungen sofort kaufen und erst später bezahlen kannst. - Bequeme Beantragung:
Eine Kreditkarte kannst du bequem entweder einzeln oder bei der Eröffnung eines Girokontos beantragen. - Freiwillige Nutzung:
Auch wenn du eine Kreditkarte beantragst oder dich für ein Girokonto mit Kreditkarte entscheidest, kannst du selbst entscheiden, ob du damit zahlen möchtest oder nicht. Für das alltägliche bargeldlose Bezahlen im Geschäft kannst du auch deine Debitkarte benutzen. - Bezahlen und Geldabheben im Ausland:
Gerade außerhalb von Europa benötigst du zum Bezahlen und Geldabheben im Ausland häufig eine Kreditkarte, weil diese international mehr Akzeptanz genießt als eine nationale Debitkarte. - Verfügungsrahmen:
Der Verfügungsrahmen von Kreditkarten kann im Urlaub ein Vorteil sein, da er häufig als Sicherheit bei Hotel- oder Mietwagenbuchungen dient. - Sicherheit:
Eine Kreditkarte kannst du über die einheitliche Notrufnummer 116 116 schnell und einfach sperren lassen. Sollte es trotzdem zu einer Abbuchung kommen, ist die Haftung per Gesetz auf 50 Euro beschränkt, sofern du nicht fahrlässig gehandelt hast. - Chargeback-Verfahren:
Per Chargeback kannst du fehlerhafte oder betrügerische Kreditkartenzahlungen zurückholen.
Contra Kreditkarte
- Verschuldungsgefahr:
Bei einer Kreditkarte besteht die Gefahr, dass du mehr Geld ausgibst, als dir aktuell zur Verfügung steht. - Entgelte bei Auslandseinsatz möglich:
Wenn du im Ausland Bargeld abhebst, können zum Teil Kosten in Form von Auslandseinsatzentgelt und Fremdwährungsentgelt anfallen. Manchmal berechnen die Automatenbetreiber ein zusätzliches Entgelt für jede Abhebung. - Zinsen möglich:
Manche Kreditkarten verfügen über eine sogenannte Teilzahlungsfunktion. Das bedeutet: Ein Teil des Kredits wird von deinem Girokonto ausgeglichen – auf den Rest zahlst du in der Regel hohe Zinsen von 20 % und mehr. - Entgelt bei Nichtnutzung möglich:
Manche Banken oder Kreditkartenanbieter erheben ein Entgelt, wenn du nicht bestimmten jährlichen Mindestumsatz mit deiner Kreditkarte tätigst. - Betrugsgefahr:
Betrüger nutzen Tricks wie Phishing, Skimming oder andere Formen der Abzocke im Internet für Kreditkartenbetrug.
Fazit: Kreditkarte – auf die Konditionen und den Gebrauch kommt es an
Auch wenn die meisten Deutschen im stationären Handel weiterhin am liebsten mit girocard (Debitkarte) bezahlen, hat die Kreditkarte als bargeldloses Zahlungsmittel ihre Vorteile. Vor allem kannst du mit einer Kreditkarte Zahlungen aufschieben, da du mit jeder Bezahlung einen kurzfristigen Kredit aufnimmst. Aufgrund ihrer weltweiten Akzeptanz ist eine Kreditkarte außerdem praktisch, um im Ausland zu bezahlen und Bargeld abzuheben. Je nach Anbieter und Art der Kreditkarte fallen jedoch verschiedene Kosten und Entgelte an. Informiere dich deshalb vorab über die Konditionen, bevor du dich für eine Kreditkarte entscheidest.
Wenn du noch Fragen zu den Themen Konto und Karten hast, kannst du gerne unsere Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer kontaktieren – per Telefon unter 04106 – 708 25 00 oder über unser Kontaktformular. Unsere Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer sind rund um die Uhr für dich erreichbar – 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag.

