Debitkarten Bargeldlos bezahlen mit Ihrer Bankkarte

Mehrere Kredit- und Debitkarten liegen übereinander.
© Kenishirotie via GettyImages/iStockphoto

Mit einer Debitkarte können Sie bargeldlos bezahlen und Geld abheben. Der englische Begriff „to debit“ bedeutet „belasten“ – beim Bezahlen mit der Debitkarte wird der Betrag direkt von Ihrem Girokonto abgebucht. Die bekannteste Debitkarte in Deutschland ist die girocard. Unter welchen Voraussetzungen Sie eine Debitkarte auch im Ausland nutzen können und welche Unterschiede zu einer Kreditkarte bestehen, erfahren Sie hier.

Was ist eine Debitkarte?

Eine Debitkarte ist eine Zahlungskarte, die Sie von Ihrem Geldinstitut erhalten, um Geld von Ihrem Konto abzuheben oder bargeldlos zu bezahlen. Ihr Girokonto wird dabei unmittelbar oder zeitnah innerhalb weniger Tage belastet. Am verbreitetsten in Deutschland ist die girocard, die häufig auch als Scheckkarte oder EC-Karte bezeichnet wird. Mit einer girocard kann man meist nur dann im Ausland bargeldlos zahlen, wenn die Karte über ein V-Pay oder ein Maestro-Logo verfügt. Debitkarten sind im Unterschied zur girocard generell für den Einsatz im Ausland geeignet. Weitere Informationen zu den Unterschieden finden Sie in den folgenden Abschnitten.

Der Vorgänger der Debitkarte war die EC-Karte, wobei EC für „Electronic Cash“ steht. Bis zum Jahr 2007 war „Electronic Cash“ das in Deutschland gängige Debitzahlungssystem, das dann durch das System „girocard“ abgelöst wurde. Für den Verbraucher hat die Umstellung keine Änderungen mit sich gebracht; die girocard wird deshalb weiterhin von vielen als EC-Karte bezeichnet.

Wie funktioniert eine Debitkarte?

Die Debitkarte ist direkt mit einem Girokonto verknüpft. Sie ist mit einem Magnetstreifen sowie einem Chip versehen. Mit Karte und dazugehöriger PIN bzw. Unterschrift des Karteninhabers können Verbraucher so bargeldlos bezahlen. Voraussetzung ist, dass das Konto über ein Guthaben verfügt bzw. ein Dispositionskredit eingeräumt wurde.

Ist eine Debitkarte eine EC-Karte?

Bei der EC- bzw. girocard handelt es sich um eine Form der Debitkarte. Die girocard ist das deutsche Debitzahlungssystem. Wer sich im deutschen Inland aufhält und im stationären Handel bezahlt, dem wird das vollkommen reichen. Andere Länder im europäischen und außereuropäischen Ausland verwenden allerdings andere Debitzahlungsverfahren. Es gilt also: Eine girocard ist zwar eine Debitkarte, doch eine Debitkarte muss umgekehrt nicht unbedingt eine girocard sein.

Achtung: Möchten Sie Ihre girocard auch im Ausland nutzen, sollten Sie auf das V-Pay- oder Maestro-Zeichen achten. Ansonsten sind Sie auf das sogenannte Co-Badging angewiesen. Hierbei wird die Karte auch für die Nutzung eines Debitkartensystems eines internationalen Finanzdienstleisters freigeschaltet.

Kann man mit einer Debitkarte im Ausland zahlen?

Um die Karte auch im Ausland nutzen zu können, verknüpfen die deutschen Banken die Debitkarte mit einem internationalen Debitkartensystem. Die bekanntesten und verbreitetsten sind Maestro von Mastercard (weltweit) und V-PAY von VISA (europaweit). Ob Ihre Karte auch im Ausland einsetzbar ist, erkennen Sie am aufgedruckten V-Pay- oder Maestro-Logo bzw. am Aufdruck „Debit“.

Möchten Sie beispielsweise ein Auto im Ausland mieten, klären Sie aber trotzdem besser vorab, ob eine Zahlung mit Debitkarte möglich ist. In einigen Geschäften, Hotels und Restaurant kann nämlich nur mit Kreditkarte gezahlt werden.

Achtung: Während im europäischen Ausland meist keine Gebühren für das Bezahlen oder Abheben von Bargeld anfallen, können im außereuropäischen Ausland aufgrund der Fremdwährungsentgelte teils hohe Kosten anfallen. Hier empfiehlt sich der Blick in das jeweilige Preis- und Leistungsverzeichnis.

Kann man mit einer Debitkarte online bezahlen?

In Deutschland kann man nicht mit allen Debitkarten online bezahlen. Auch mit V-Pay- oder Maestro-Funktion ist dies nicht immer möglich – obwohl die Karten theoretisch dafür vorgesehen sind. Vor einigen Jahren wurde beschlossen, diese Funktion nicht freizuschalten, da es alternative Verfahren wie das Lastschriftverfahren oder die Überweisung gibt.

Inzwischen bieten viele Banken jedoch auch Debitkarten mit Onlinezahlfunktion an. Diese sind mit entsprechenden Zusatzfunktionen versehen, sodass Kunden beim Onlineshopping völlig flexibel sind und doch die volle Kostenkontrolle behalten. Weit verbreitet sind jedoch noch klassische Debitkarten ohne solche Funktionen. In diesen Fällen ist dann eine Kreditkarte notwendig, um online bezahlen zu können.

Was ist der Unterschied zwischen einer Kreditkarte und einer Debitkarte?

Im Wesentlichen gibt es einen Unterschiede zwischen einer Debitkarte und einer Kreditkarte:

Beim Bezahlen mit einer Kreditkarte begleicht zunächst die Kreditkartengesellschaft die Rechnungen; sie gewährt dem Kunden somit Kredit in einem zuvor festgelegten Rahmen. In der Regel erhalten Kunden eine monatliche Sammelrechnung der Kreditkartengesellschaft, die sie dann inklusive anfallender Zinsen begleichen muss. Im Gegensatz dazu wird beim Bezahlen mit der Debitkarte das Geld vom Girokonto abgebucht. Es kann also nur das Geld ausgegeben werden, was der Kunde auf dem Girokonto zur Verfügung hat (inkl. Dispo-Kreditrahmen).

Unterschiede zwischen Kreditkarte und Debitkarte
Unterschiede beim Bezahlen mit Kreditkarte und Debitkarte

Die Vor- und Nachteile von Debitkarten im Überblick:

VorteileNachteile
Kostenkontrolle durch Kontobindung & direkte Abbuchungen – Einsicht in Umsätze jederzeit möglichNutzung im Ausland in der Regel nur eingeschränkt möglich
Bargeldloses Zahlen möglichKeine Zusatzleistungen wie Versicherungen, Vergünstigungen etc.
Flexibilität durch Dispositionskredit möglichSollzinsen für Nutzung des Kreditrahmens

Sind Mastercard Debit und Visa Debit Kreditkarten?

Nein. Nicht selten werden sie jedoch mit den Kreditkarten verwechselt, denn: Neben den klassischen Kreditkarten bieten Mastercard und Visa auch Debitkarten an, die dementsprechend mit dem Logo des Kreditkarten-Unternehmens versehen sind – und das reicht häufig schon aus, um für Verwirrung zu sorgen. Im Unterschied zu V-Pay und Maestro können Verbraucher mit diesen Debitkarten jedoch meist problemlos online einkaufen und kontaktlos bezahlen. Sie sind Kreditkarten also ähnlicher als andere Debitkarten, jedoch wird auch bei ihnen der Betrag direkt abgebucht.

Gut zu wissen: Bei comdirect erhalten Sie zu Ihrem Girokonto eine kostenlose Bankkarte (Visa-Debitkarte) mit der Sie im Euroraum kostenlos bezahlen können und zudem weltweit 3-mal mtl.- kostenlos an allen Geldautomaten mit Visa-Zeichen Geld abheben könnnen.1 Mit dem Girokonto Plus oder Bargeld Plus können Sie unbegrenzt Geld abheben. Jetzt informieren und Girokonto eröffnen.

Kann eine Debitkarte mit Google Pay und Apple Pay verwendet werden?

Die Voraussetzung, um mit dem Smartphone mobil bezahlen zu können, ist sowohl bei Google Pay als auch bei Apple Pay eine Visa-Kreditkarte oder eine Debitkarte. comdirect-Kunden profitieren von der kostenlosen Bankkarte (Visa-Debitkarte), sodass mobiles Bezahlen unabhängig von Ihrem Endgerät unkompliziert möglich ist.
Sie haben noch Fragen rund um das Thema Debitkarte oder zu unseren Kontomodellen?

Kontaktieren Sie jederzeit unsere Kundenbetreuer – per Telefon unter 04106 – 708 25 00, über unser Kontaktformular oder per Live-Chat. Unsere Kundenbetreuer sind rund um die Uhr für Sie erreichbar – 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag.

1 Mit der Bankkarte (Visa-Debitkarte) 3-mal mtl. kostenlos – ab der 4. Transaktion fällt ein Entgelt von 4,90 Euro an. Mit Bargeld Plus oder Girokonto Plus können Sie uneingeschränkt oft Bargeld abheben.

Folgendes gilt für die comdirect Bankkarte (Visa-Debitkarte), girocard (Debitkarte) und Visa-Kreditkarte: Der Betreiber des Geldautomaten kann Ihnen ein direktes Entgelt berechnen. Dieses wird Ihnen zusätzlich zu dem Auszahlungsbetrag belastet. Die Höhe des Entgeltes wird mit dem Kunden vor der Auszahlung des Betrages am Geldautomaten vereinbart und vom Automatenbetreiber erhoben. Auf die Höhe bzw. die Vorgehensweise hat comdirect keinen Einfluss.