- Mit einem Haushaltsbuch verschaffst du dir einen Überblick über deine Finanzen.
- Am meisten geben Studierende für die Miete aus.
- Schon als Student oder Studentin solltest du anfangen, Geld fürs Alter zurückzulegen.
Wie viel Geld brauche ich als Studentin oder Student im Monat?
Laut der 22. Sozialerhebung des Deutschen Studierendenwerks von 2021 gaben Studierende durchschnittlich 1.036 Euro pro Monat aus. Durch die Inflation sind die Verbraucherpreise in den letzten Jahren jedoch noch gestiegen. Wie viel Geld du als Studentin oder Student monatlich genau brauchst, hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab – z. B. dem Semesterbeitrag und der Miete.
Tatsächlich macht die Miete den höchsten Anteil an den Lebenshaltungskosten für Studierende aus. 2021 zahlten Studierende durchschnittlich 410 Euro Miete einschließlich Nebenkosten. Je nach Studienort zahlst du jedoch manchmal deutlich mehr. In München kostete ein WG-Zimmer im Wintersemester 2024/2025 durchschnittlich 790 Euro. Weitere große Posten sind die Kosten für Mobilität, Ernährung und Krankenversicherung.
Finanztipp 1: Haushaltsbuch führen
Hier der Coffee to go, da das Sandwich vom Bäcker – oftmals sind es die kleinen Ausgaben, die sich zu einem stattlichen Betrag summieren und das Portemonnaie spürbar schmälern. Daher lautet der Spartipp Nr. 1 für dich als Student oder Studentin: Verschaffe dir zunächst einen Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben. Dies geht am besten mit dem klassischen Haushaltsbuch – handschriftlich oder in Excel – oder mit einer Budget-App.
Halte über einen längeren Zeitraum fest, wie viel Geld dir monatlich zur Verfügung steht und wieviel du wofür ausgibst. So bekommst du einen Einblick in dein Konsumverhalten und findest heraus, wo du noch Geld im Alltag sparen kannst.

Wenn du als Studierender unter 25 bist und monatlich nicht mehr als 556 Euro (Minijob) oder 535 Euro (Werkstudentenjob) verdienst, kannst du dich bei deinen Eltern familienversichern lassen und brauchst keine eigene Krankenversicherung.
Finanztipp 2: Nebenjob mit Uni-Bezug
Ob als Hiwi oder in der Bibliothek – ein Nebenjob an der Uni bringt nicht nur Geld in die Kasse, sondern bietet noch weitere Vorteile:
- Du hast einen kurzen Arbeitsweg, weil du in der Regel ohnehin viel Zeit auf dem Campus verbringst.
- Die Arbeitszeiten sind oftmals flexibel und gut mit dem Studium vereinbar.
- Du sammelst einschlägige Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten oder in der Lehre, die für deinen späteren Berufsweg nützlich sind und sich auch im Lebenslauf gut machen.

Wenn du als Studierender BAföG beziehst, darfst du 2025 monatlich 556 Euro oder jährlich 6.672 Euro hinzuverdienen, ohne dass dir deine monatlichen BAföG-Bezüge gekürzt werden.
Finanztipp 3: Auf Stipendien bewerben
Versuche, deine Einnahmen aus Nebenjob oder BAföG durch ein Stipendium aufzustocken. Der Vorteil: Stipendiengelder musst du in der Regel nicht zurückzahlen. In Deutschland gibt es ein breites Angebot an Stipendien für unterschiedliche Zielgruppen und Bedürfnisse.
Dabei ist der Notendurchschnitt oftmals nicht das entscheidende Kriterium. Manche Stiftungen fördern Studierende aufgrund ihres privaten oder familiären Hintergrunds oder honorieren soziales oder politisches Engagement.
Konzentriere dich bei der Stipendiensuche deshalb nicht nur auf die großen, bekannten Stipendienwerke – insbesondere kleinere Stiftungen können ihre Stipendienplätze häufig nicht vergeben, weil es an Bewerbungen mangelt.
Das comdirect Konto
Für Studierende unter 28 Jahren ist das comdirect Girokonto kostenlos1 – und bei aktiver Nutzung auch danach.
Finanztipp 4: Kostenloses Studentenkonto
Auch beim Girokonto können Studentinnen und Studenten sparen. Die Stiftung Warentest hat festgestellt, dass Kontoinhabende im Schnitt 120 Euro pro Jahr für ihr Girokonto zahlen. So viel kannst du also sparen, wenn du dich für ein kostenloses Studentenkonto entscheidest. Denn als Studierender zahlst du bis zu einem bestimmten Alter in der Regel 0 Euro für die Kontoführung.
Spartipp 5: Rabatte für Studierende
Ob Computer, Software oder Streaming-Dienste – viele Unternehmen gewähren Rabatte für Studierende, um diese frühzeitig an ihre Marken zu binden. Zur Legitimierung genügt in der Regel der Studierendenausweis oder eine Immatrikulationsbescheinigung.
Mit dem Studierendenausweis bekommst du in der Regel auch Ermäßigungen für den Besuch von kulturellen Veranstaltungen, z. B. Eintrittskarten für Theatervorstellungen, Museumsbesuche oder Konzerttickets.

Im Ausland wird der deutsche Studierendenausweis nicht immer akzeptiert. Die „International Student Identity Card“ (ISIC) ist ein international anerkannter Studentenausweis, mit dem du auch auf Reisen außerhalb Deutschlands von deinem Studentenstatus profitieren und als Studierender Geld sparen kannst. Die ISIC bekommst du gegen ein Entgelt von 18 Euro.
Spartipp 6: Hochschulsport statt Fitnessstudio
Der Hochschulsport ist eine günstige Alternative zum Fitnessstudio. Denn selbst wenn du im Fitnessstudio einen vergünstigten Tarif für Studierende bekommst, sind die Sportkurse an der Uni meistens günstiger oder sogar umsonst. Zudem gibt es keine lange Vertragsbindung, sodass du Semester für Semester entscheiden kannst, welchen Sportkurs du belegen möchtest.
Auch die soziale Komponente ist beim Unisport stark ausgeprägt: Du kannst nicht nur viele verschiedene Sportarten ausprobieren, sondern lernst auch noch mühelos neue Leute kennen.
Da die Sportkurse für Studierende in der Regel auf dem Campus stattfinden, sparst du außerdem Zeit und Geld für die Anfahrt, weil du Univeranstaltungen und Sport einfach miteinander verbinden kannst.
Spartipp 7: WG oder Wohnheim statt Einzelwohnung
Wohnen ist teuer. Gerade in Groß- und Unistädten liegen die Mieten häufig über dem Durchschnitt. Für ein WG-Zimmer oder eine Wohnung im Studierendenwohnheim zahlst du in der Regel weniger für Miete und Nebenkosten und wohnst günstiger als in einer Einzelwohnung.
Doch auch bei den Preisen für ein WG-Zimmer gibt es deutschlandweit große Unterschiede. Studierende mit kleinem Budget sollten bei der Wahl ihres Studienorts deshalb auch die Mietpreise für WG-Zimmer berücksichtigen. Am teuersten sind die Mieten in München, Frankfurt und Berlin. Die günstigsten Städte sind Chemnitz, Freiberg und Mittweida.

Wenn du BAföG empfängst und nicht mehr bei deinen Eltern wohnst, kannst du dich von den GEZ-Entgelten befreien lassen.
Finanztipp 8: Mensa oder selbst kochen anstatt Essen gehen oder liefern lassen
Die Ernährung ist nach der Miete der zweitgrößte Posten bei den Lebenshaltungskosten für Studierende. Regelmäßig auswärts zu essen oder Essen zu bestellen, geht auf Dauer ins Geld. Wenn du stattdessen in die Mensa gehst, kannst du als Student oder Studentin deutlich sparen. Dort bekommst du ausgewogene Mahlzeiten zu günstigen Preisen.
Noch preiswerter ist es, selbst zu kochen. Plane deine Mahlzeiten voraus, richte dich nach aktuellen Angeboten und verwende möglichst saisonale Produkte. So sparst du nicht nur Zeit und Geld, sondern verhinderst auch, dass du Lebensmittel verschwendest.

Mit Apps wie „Too Good To Go“ kannst du Lebensmittel online retten und zu günstigen Preisen bei Supermärkten, Cafés oder Restaurants einkaufen. So sparst du nicht nur Geld, sondern tust auch aktiv etwas gegen Lebensmittelverschwendung.
Finanztipp 9: Stromtarife, Internet- und Handyverträge vergleichen
Auch bei Stromtarifen sowie Internet- und Handyverträgen kannst du während des Studiums Geld sparen. Manche Stromanbieter bieten Tarife mit niedrigen Grundpreisen oder spezielle Studierendentarife. Bei einem Stromtarif mit Preisgarantie kannst du dich für einen bestimmten Zeitraum vor Preiserhöhungen schützen.
Nutze Vergleichsportale, um verschiedene Stromtarife miteinander zu vergleichen und wähle den Tarif, der am besten zu dir und deinen besonderen Bedürfnissen als Student oder Studentin passt.
Auch Internet- und Handyverträge gibt es für Studentinnen und Studenten günstiger. Die meisten Anbieter haben spezielle Tarife mit günstigen Preisen und mehr Datenvolumen für junge Leute und Studierende bis zu einem bestimmten Alter. Auch hier lohnt sich ein Vergleich der verschiedenen Anbieter und Tarife.
Finanztipp 10: Frühzeitig Geld zurücklegen und Vermögen aufbauen
Während des Studiums solltest du anfangen, den obligatorischen Notgroschen aufzubauen, um bei unerwarteten Ausgaben ein finanzielles Polster zu haben. Darüber hinaus ist es wichtig, frühzeitig Geld für die private Altersvorsorge zurückzulegen. Je früher du damit anfängst, desto leichter wird es, die Rentenlücke zu schließen und drohender Altersarmut vorzubeugen.
Dabei musst du nicht gleich dem Frugalismus verschreiben. Informiere dich über die passenden Anlagemöglichkeiten für Studierende. Mit einem regelmäßigen Sparplan kannst du schon ab kleinen Beträgen die Altersvorsorge mit ETFs oder Fonds umsetzen. Um deine Finanzen sinnvoll zu organisieren und deine Sparziele zu erreichen, kann es sinnvoll sein, die 50-30-20-Regel anzuwenden.

Wertvolle Tipps zum Sparen fürs Alter für Studierende und Berufseinsteigende findest du ebenfalls im comdirect Magazin.
Finanztipp 11: Freiwillige Steuererklärung abgeben
Als Studentin oder Student musst du in der Regel keine Steuererklärung abgeben. Wenn du dich im Zweitstudium befindest – und dazu zählt auch das Masterstudium –, kann es sich möglicherweise jedoch lohnen, eine freiwillige Steuererklärung beim Finanzamt einzureichen. Denn dann kannst du alle Kosten fürs Studium steuerlich geltend machen und von Jahr zu Jahr verschieben, bis du etwas verdienst. Das nennt man Verlustvortrag.
Studienkosten, die du steuerlich geltend machen kannst, sind z. B.:
- Semesterbeiträge
- Arbeitsmittel wie Fachliteratur, Laptop oder Büromaterial
- Zinsen für einen Bildungskredit
Beachte: Etwaige Einkünfte aus Nichtselbständiger Arbeit (z. B. Lohn für Praktika und Nebenjobs) sind jedoch zu versteuern und wirken sich im Einzelfall den Verlust mindernd aus.
Fazit: Mit einfachen Finanztipps können Studierende Geld sparen
Studierende sind ständig knapp bei Kasse? Das muss nicht so sein. Denn mit einfachen Maßnahmen kannst du als Studentin oder Student einiges an Geld sparen. Verschaffe dir am besten zunächst einen Überblick über deine Finanzen und finde heraus, wo du noch Sparpotenzial hast.
Gerade bei den großen Posten wie Wohnen oder Ernährung kannst du Geld sparen, wenn du in eine WG ziehst und selbst kochst, anstatt Essen zu gehen oder liefern zu lassen. Außerdem solltest du die zahlreichen Studierendenrabatte nutzen, die Unternehmen anbieten.
Es ist sinnvoll, mit dem Geld, das du monatlich einsparst, einen Notgroschen aufzubauen und frühzeitig anzufangen, fürs Alter vorzusorgen – z. B. mit einem ETF-Sparplan.
1 Nach 3 Jahren bleibt die Depotführung kostenlos, wenn du mindestens 2 Trades pro Quartal tätigst, ein Girokonto bei comdirect führst oder regelmäßig in einen Wertpapiersparplan einzahlst (mindestens 1 Ausführung pro Quartal).
Die steuerliche Behandlung hängt von den persönlichen Verhältnissen der jeweiligen Kundin oder des jeweiligen Kunden ab. Die Rechtsgrundlagen für die Besteuerung von Kapitaleinkünften können sich ändern. Die Commerzbank AG übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen auf dem Gebiet des Steuerrechtes. Die zur Verfügung gestellten Informationen ersetzen keine persönliche Steuer‐ oder Rechtsberatung.
Wenn du noch Fragen zu den Themen Konto und Karten hast, kannst du gerne unsere Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer kontaktieren – per Telefon unter 04106 – 708 25 00 oder über unser Kontaktformular. Unsere Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer sind rund um die Uhr für dich erreichbar – 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag.

