- Eine Kredit- oder Debitkarte wird heute in den meisten Ländern der Welt akzeptiert.
- Eine kleine Menge Bargeld empfiehlt sich z. B. für Trinkgelder oder abgelegene Regionen.
- Informiere dich vor der Abreise über Entgelte und prüfe deinen Verfügungsrahmen.
Welche Reisezahlungsmittel gibt es?
Um im Urlaub oder auf Geschäftsreisen zu bezahlen, stehen dir verschiedene Reisezahlungsmittel zur Verfügung. Die wichtigsten sind:
- Bargeld
- Kreditkarte
- Debitkarte
- Mobiles Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch
- Reisechecks
Jedes Reisezahlungsmittel hat seine Vor- und Nachteile. Neben Faktoren wie eventuell anfallenden Kosten spielt vor allem die Akzeptanz der verschiedenen Reisezahlungsmittel eine Rolle.
Sollte man Bargeld mit in den Urlaub nehmen?
Im Urlaub und auf Reisen ist es sinnvoll, eine kleine Menge Bargeld in der Landeswährung bei sich zu haben – zumindest für die ersten Stunden im Reiseland oder für den Notfall. Mit Bargeld lassen sich beispielsweise Trinkgelder bezahlen oder kleinere Einkäufe tätigen, falls für Kartenzahlungen ein Mindestbetrag vorgeschrieben ist.
Es gibt aber auch Länder, in denen überwiegend mit Karte bezahlt wird und Bargeld kaum noch nötig ist. Ein Beispiel für eine solche bargeldlose Gesellschaft ist Schweden. Skandinavien plant sogar, das Bargeld gänzlich abzuschaffen.

Bei der Ausreise aus der EU darfst du höchstens 10.000 Euro in bar bei dir tragen. Dasselbe gilt für den entsprechenden Gegenwert – z. B. in Fremdwährung, Gold oder Reisechecks. Wenn du mehr bei dir trägst, musst du den Betrag schriftlich beim Zoll melden. Innerhalb der EU gilt kein Limit, ab 10.000 Euro musst du jedoch auf Anfrage des Zolls Angaben zur Herkunft und Verwendung machen.
Was sind die Vor- und Nachteile von Bargeld auf Reisen?
Pro Bargeld als Reisezahlungsmittel
- Weltweit hohe Akzeptanz:
Bargeld wird noch immer fast überall akzeptiert und macht in manchen Ländern den größten Anteil an alltäglichen Zahlungen aus. - Unabhängig von Technik:
Mit Bargeld kannst du auch dann zahlen, wenn das Kartengerät ausfällt, dein Akku leer ist oder es keine Internetverbindung gibt. - Keine Gebühren:
Bei Barzahlungen fallen keine Entgelte an.
Contra Bargeld als Reisezahlungsmittel
- Gefahr von Verlust oder Diebstahl:
Bargeld kannst du verlieren oder es kann dir gestohlen werden. Auch besteht die Gefahr, Falschgeld in die Hände zu bekommen. - Hohe Gebühren:
Ein Geldwechsel ist teilweise teurer als das Abheben von Bargeld am Automaten.
Kreditkarte und Debitkarte – weltweit bezahlen und Geld abheben
Die Kreditkarte im Urlaub ist heutzutage praktisch unerlässlich. Gerade in wohlhabenden Ländern ist die Zahlung mit Kredit- oder Debitkarte inzwischen der Standard, sodass Karten weltweit eine ähnlich hohe Akzeptanz bieten wie Bargeld.
- Beim Bezahlen mit Kreditkarte profitierst du je nach Konditionen von Gutschriften, Rabatten oder Bonusprogrammen.
- Wenn du oft reist oder auf Nummer sicher gehen willst, kann sich eine Kreditkarte mit Reiseversicherungen wie einer Reiserücktrittsversicherung für dich lohnen.
- Häufig brauchst du eine Kreditkarte in der Regel, um vor Ort einen Mietwagen zu mieten, da diese häufig nur mit Kreditkartengarantie verliehen werden.

Mit der comdirect Visa-Debitkarte zahlst du kostenlos im Euroraum. Außerhalb des Euroraums werden 1,75 % auf den jeweiligen Umsatz erhoben. Außerdem kannst du an allen Geldautomaten mit Visa-Zeichen weltweit kostenlos¹ Geld abzuheben. Es können jedoch Entgelte durch Dritte (Automatenbetreiber) erhoben werden.
Was sind die Vor- und Nachteile von Kredit- und Debitkarte als Reisezahlungsmittel?
Pro Kredit- und Debitkarte als Reisezahlungsmittel
- Weltweit bargeldlos zahlen:
Mit der Kredit- oder Debitkarte kannst du in vielen Ländern der Welt unkompliziert bargeldlos bezahlen. - Weltweit Geld abheben am Automaten:
Auch das Geldabheben im Ausland ist mit deiner Kredit- oder Debitkarte normalerweise problemlos möglich. - Günstiger als Geldwechsel:
Für das Abheben von Bargeld am Automaten zahlst du in der Regel weniger hohe Entgelte als für den Geldwechsel. - Kann gesperrt werden:
Bei Verlust oder Diebstahl kannst du deine Kredit- oder Debitkarte sofort sperren lassen, um Missbrauch zu verhindern. - Prämien nutzen:
Beim Bezahlen mit der Kreditkarte profitierst du häufig von Vergünstigungen, Cashback oder Bonuspunkten. - Chargeback möglich:
Fehlerhafte Kreditkartenbuchungen kannst du dir im Chargeback-Verfahren zurückholen. - Reiseversicherungen inklusive:
Eine Kreditkarte mit Reiserücktrittsversicherung schützt dich vor Kosten bei Nichtantritt, verspätetem Antritt oder Reiseabbruch.
Contra Kredit- und Debitkarte als Reisezahlungsmittel
- Kartenzahlung nicht immer möglich:
Gerade in ländlichen oder abgelegenen Regionen ist Kartenzahlung häufig nicht möglich, weil keine Internetverbindung besteht oder es an der entsprechenden Bezahlinfrastruktur fehlt. - Mindestbeträge können gelten:
Manchmal gelten bestimmte Mindestbeträge für die Kartenzahlung. - Teils hohe Gebühren:
Für das Geldabheben am Automaten fallen variierende, teilweise sehr hohe Entgelte an. - Geldautomaten nicht verfügbar:
Nicht überall sind Geldautomaten flächendeckend verfügbar.
comdirect Girokonto Plus
Nicht nur für Vielreisende: Das Girokonto Plus inklusive Visa-Kreditkarte und Reise-Sorglos-Paket.
Mobile Payment – das Smartphone als Reisezahlungsmittel
Mobile Payment, also das Bezahlen per mobilem Endgerät wie Handy oder Smartwatch, erfreut sich weltweit immer größerer Beliebtheit und bietet auf Reisen ein hohes Maß an Flexibilität und Komfort. In manchen Ländern ist es heutzutage an der Kasse sogar schon üblich, anstatt Bargeld das Smartphone zu zücken, um den Einkauf oder die Rechnung per App zu bezahlen.
Der Nachteil dieser Zahlungsart, insbesondere im Urlaub oder auf Geschäftsreise, liegt auf der Hand: Bei Verlust oder Diebstahl droht die „Zahlungsunfähigkeit“ – zumindest vorübergehend.
Was sind die Vor- und Nachteile von Mobile Payment als Reisezahlungsmittel?
Pro Mobile Payment als Reisezahlungsmittel
- Hohe Akzeptanz:
In Europa und den USA ist die NFC-Technologie schon weit verbreitet; weltweit wächst die Akzeptanz von Mobile Payment stetig an. - Hoher Komfort:
Mobile Payment ist sehr bequem, weil man das Smartphone in der Regel bei sich hat und schnell kontaktlos zahlen kann – bei kleineren Beträgen auch ohne Eingabe der PIN. - Geringe Kosten:
Mobile Payment ist häufig günstiger als Bargeldwechsel oder Geldabheben am Automaten.
Contra Mobile Payment als Reisezahlungsmittel
- Begrenzte Verfügbarkeit:
In Entwicklungsländern und ländlichen Regionen ist Mobile Payment noch nicht so weit verbreitet. - Abhängigkeit von Technik:
Für Mobile Payment benötigst du ein aufgeladenes Handy und eine funktionierende Internetverbindung. - Risiko von Verlust oder Diebstahl:
Bei Verlust oder Diebstahl deines Handys bist du zumindest vorübergehend „zahlungsunfähig“.
Wo kann man noch Reiseschecks kaufen und einlösen?
Reiseschecks oder Traveller Checks zählten früher zu den beliebtesten und sichersten Zahlungsmitteln bei Auslandsreisen, werden jedoch seit 2015 in Deutschland nicht mehr verkauft.
Wer noch alte Reiseschecks in der Schublade liegen hat, kann diese in Deutschland bei der Reisebank in Bargeld tauschen oder im Ausland einlösen – zum Beispiel bei Wechselstellen von American Express oder großen US-Banken.
Allerdings wird das Einlösen im Ausland immer schwieriger. Die besten Chancen bestehen in den USA, in Teilen Asiens, Afrikas und in Südamerika.
Welche Zahlungsmittel soll ich im Ausland nutzen?
Welche Zahlungsmittel auf Reisen empfehlenswert sind, hängt stark davon ab, wohin die Reise geht. Informiere dich am besten vor deiner Reise, welche Zahlungsmittel vor Ort üblich sind. Entsprechende Informationen bekommst du beim Veranstalter, in einem Reiseführer, online oder direkt bei deiner Hausbank.
Unsere Tabelle gibt einen Überblick über die 10 beliebtesten Reiseziele der Deutschen und die Reisezahlungsmittel, mit denen du dort problemlos bezahlen kannst.
Die klügste Strategie auf Auslandsreisen ist immer ein Mix aus verschiedenen Reisezahlungsmittel, da Akzeptanz, Technik und Kosten je nach Zahlungsmittel und Land variieren.
Die 10 beliebtesten Reiseziele mit Informationen zur Landeswährung und zu den gängigsten Zahlungsmitteln
| Land | Währung | Zahlungsmittel |
| Benelux | 1 Euro = 100 Cent | Flächendeckende Akzeptanz von Debitkarte, auch Kreditkarten weit verbreitet. Die Niederlande haben die höchste Akzeptanz an bargeldlosen Zahlungen per Karte; viele Orte sind sogar „card-only“. In Belgien kann ein kleiner Bestand an Bargeld sinnvoll sein. |
| Dänemark | 1 Dänische Krone = 100 Öre | Dänemark gehört zur EU, hat aber eine eigene Währung. Bargeld zum Bezahlen kleinerer Beträge; die Visa-Karte ist als Reisezahlungsmittel in Dänemark am weitesten verbreitet. |
| Frankreich | 1 Euro = 100 Cent | Bargeld ist für Kleinstbeträge oder auf Märkten sinnvoll; Kredit- und Debitkarte weit verbreitet und oft beliebter als Bargeld; kontaktloses Bezahlen bis 50 Euro ist Standard. |
| Griechenland | 1 Euro = 100 Cent | Bargeld dominiert kulturell bedingt noch den Zahlungsverkehr, gerade in Tavernen und ländlichen Regionen; Kredit- und Debitkarte sind in Städten, Hotels und Touristenorten weit verbreitet; Mobile Payment nimmt ebenfalls stetig zu. |
| Italien | 1 Euro = 100 Cent | Bargeld, Debit- und Kreditkarte; besonders in Großstädten und Touristengebieten wird weitgehend auch Mobile Payment akzeptiert. |
| Kroatien | 1 Euro = 100 Cent | Bargeld ist wichtig für den Alltag, besonders in ländlichen Regionen oder auf kleineren Inseln; Debit- und Kreditkarte werden fast überall akzeptiert. |
| Österreich | 1 Euro = 100 Cent | Debitkarte ist die gängigste Methode; Kreditkarte wird weithin akzeptiert; Bargeld ist in ländlichen Regionen oder auf Hütten wichtig. |
| Spanien | 1 Euro = 100 Cent | Zahlung mit Kredit- oder Debitkarte sowie Mobile Payment weit verbreitet; häufig wird bei der Kartenzahlung ein Ausweis oder Reisepass verlangt. |
| Thailand | 1 Baht = 100 Satang | Gerade in ländlichen Regionen benötigst du Bargeld; ansonsten kannst du fast überall bequem mit Kreditkarte bezahlen und Geld abheben. |
| Türkei | 1 Türkische Lira = 100 Kurus | Bargeld ist das beliebteste Zahlungsmittel in der Türkei; aber auch Kreditkarten werden weitestgehend akzeptiert. |
3 Tipps: Was sollte ich beim Bezahlen im Ausland beachten?
Hier noch 3 Tipps, die du vor deiner Reise oder beim Bezahlen im Ausland beachten solltest.
- „Dynamic Currency Conversion“ vermeiden: Wähle bei Kartenzahlungen am Terminal oder Geldautomaten immer die Abrechnung in der lokalen Währung. Eine Umrechnung in Euro erfolgt oft zu sehr ungünstigen Wechselkursen.
- Verfügungsrahmen prüfen: Passe vor deiner Reise das Auslandslimit deiner Karten an.
- Notfall-Sperrung: Speichere die zentrale Sperr-Notrufnummer +49 116 116 für Bankkarten in deinem Handy.
FAQ: Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Reisezahlungsmitteln
Beim Bezahlen auf Reisen ist eine Kombination aus Bargeld und Karten häufig die beste Lösung. Kredit- und Debitkarten sind weit verbreitet und die Zahlung damit ist bequem, sicher und häufig günstiger als Bargeldabhebungen oder Geldwechsel. Für kleine Beträge, Trinkgelder sowie auf Märkten oder in abgelegenen Regionen bleibt Bargeld aber weiterhin wichtig.
Mit einer EC-Karte oder girocard, wie sie seit 2007 offiziell heißt, kannst du im Ausland bezahlen – häufig auch kontaktlos.
In welchen Ländern deine girocard gültig ist, hängt davon ab, welches System zum Einsatz kommt. Das „V Pay“-Symbol steht für das entsprechende Zahlungssystem von Visa – diese girocard kann europaweit genutzt werden. Eine Karte mit dem „Maestro“-Zeichen von Mastercard ist sogar weltweit gültig.
Eine Bezahlung mit der girocard (EC-Karte) ist nach dem Brexit weiterhin möglich.
Wenn die girocard im Ausland nicht funktioniert, musst du auf Alternativen ausweichen, zum Beispiel auf eine Kreditkarte oder Bargeld. Daher empfiehlt es sich, auf Auslandreisen einen Mix aus unterschiedlichen Reisezahlungsmitteln mitzunehmen.
Bargeldloses Bezahlen und Bargeldauszahlungen sind im Ausland sowohl mit der girocard (früher EC) als auch mit der Kreditkarte möglich. Es kann sein, dass die girocard im europäischen und außereuropäischen Ausland nicht akzeptiert wird. Zudem könnten im Vergleich zur Kreditkarte höhere Kosten anfallen.
Im Ausland wird mit der Kreditkarte wie im Inland bezahlt. Es kann jedoch sein, dass in Nicht-Euro-Ländern ein Serviceentgelt für die Umrechnung in die jeweilige Landeswährung anfällt. In manchen Ländern wird zudem ein Identifikationsnachweis verlangt.
In Euro-Ländern ist der Einsatz der Kreditkarte kostenlos. In Nicht-Euro-Ländern kann ein sogenanntes Auslandseinsatzentgelt anfallen. Die Kundin oder der Kunde wird in der Bank oder am Geldautomaten über die Höhe informiert.
Die Mastercard ist eine Kreditkarte, mit der im Ausland grundsätzlich bezahlt werden kann. Der Verkäufer muss diese jedoch nicht akzeptieren.
Die Visa-Karte ist eine Kreditkarte, mit der im Ausland grundsätzlich bezahlt werden kann. Der Verkäufer muss diese jedoch nicht akzeptieren.
Fazit: Ein Mix aus Reisezahlungsmitteln ist die beste Lösung
Kredit- und Debitkarten sind für die meisten Reiseziele im Ausland die gängigsten Zahlungsmittel. Auch Mobile Payment ist inzwischen weit verbreitet. Für Kleinstbeträge und Trinkgelder, auf Märkten oder in ländlichen Regionen solltest du immer auch eine kleine Menge an Bargeld in der Landeswährung bei dir haben.
Jedes Reisezahlungsmittel hat seine Vor- und Nachteile. Bargeld wird fast immer akzeptiert, kann aber verloren gehen oder gestohlen werden. Karten können bei Verlust gesperrt werden, sind aber nicht überall verbreitet. Die beste Lösung im Urlaub und auf Auslandsreise ist daher eine Mischung aus verschiedenen Reisezahlungsmitteln.
1 Mit der Visa-Debitkarte beim Girokonto Aktiv 3-mal mtl. und beim Girokonto Extra 5-mal mtl. kostenlos – ab der 4. bzw. 6. Transaktion fällt ein Entgelt von 4,90 Euro an. Mit dem Girokonto Plus kannst du uneingeschränkt oft Bargeld abheben. Das Limit am Geldautomaten beträgt 1.000 Euro pro Tag und 5.000 Euro pro Woche. Bei anderen Transaktionen wird die Verfügbarkeit deines Girokontos herangezogen.
Folgendes gilt für die comdirect Visa-Debitkarte, girocard (Debitkarte) und Visa-Kreditkarte: Der Betreiber des Geldautomaten kann dir ein direktes Entgelt berechnen. Das Entgelt wird dir immer vor der Auszahlung am Geldautomaten angezeigt – du hast dann die Möglichkeit, den Vorgang kostenfrei abzubrechen. Wenn du die Auszahlung fortsetzt, wird dein Girokonto mit dem Entgelt und dem Abhebungsbetrag belastet. Auf die Höhe bzw. die Vorgehensweise hat comdirect keinen Einfluss.
Die veröffentlichten Konditionen richten sich an Kundinnen und Kunden mit einem neuen Konditionsmodell. Alle Konditionen und Entgelte findest du in unserem Preis- und Leistungsverzeichnis (PDF).
Wenn du noch Fragen zu den Themen Konto und Karten hast, nutze gerne unsere Volltextsuche auf www.comdirect.de. Dort findest du schnell und einfach viele Antworten auf die häufigsten Fragen. Solltest du dort keine passende Antwort finden, stehen wir dir gerne zur Verfügung – entweder über unser Kontaktformular auf der Website oder telefonisch unter 04106 – 708 25 00. Als comdirect Kundin oder Kunde halte bitte deine Zugangsdaten bereit.

