Finanztipps für Studenten Geld sparen als Student: Finanztipps, Beispiele und Checkliste

Finanztipps Studenten
© sturti via Getty Images/iStockphoto

Als Student ist das Geld fast immer knapp, doch mit den richtigen Tipps ist auch am Ende des Monats noch ein kleiner Luxus drin. Denn Sparen heißt nicht geizig zu sein, sondern einfach nur clever. Und als Student ist das besonders einfach, denn viele Unternehmen buhlen mit satten Rabatten um die Gunst der Studierenden.

Hier sind die besten Tipps, um den Studenten‐Geldbeutel voll zu halten.

Finanztipp 1: Den Studentenstatus richtig nutzen

Studenten gelten für viele Unternehmen als die Gutverdienenden der Zukunft. Aus diesem Grund bieten sie Studierenden oft Sonderkonditionen an, um sie früh an ihre Marken zu binden. Weitere Rabatte gibt es in vielen öffentlichen Einrichtungen, die aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit versuchen, Gruppen mit niedrigeren Einkommen auch Zugang zu kulturellen Dienstleistungen zu gewähren. Und dann gibt es da noch Bars und Nachtclubs, die genau wissen, dass gerade Studenten auch gerne schon mal vor dem Wochenende feiern wollen und dabei lieber etwas weniger Geld ausgeben.

Zusammengefasst heißt das: Studentenrabatte gibt es fast überall – und das gilt es zu nutzen! Der Studierendenausweis gehört deshalb immer in den Geldbeutel, denn er ist an vielen Orten bares Geld wert.

Im Ausland werden deutsche Ausweise leider oft nicht anerkannt. Doch es gibt die Möglichkeit, sich einen internationalen Studierendenausweis ausstellen zu lassen. Der kostet zwar eine kleine Gebühr, macht sich aber bei einer längeren Auslandsreise oft bezahlt. Der internationale Studierendenausweis gilt jeweils für ein Jahr – übrigens unabhängig davon, ob das Studium in der Zwischenzeit beendet wurde.

Finanztipp 2: Ein spezielles Konto für Studenten eröffnen

Als Student clever Geld zu sparen bedeutet auch, unnötige Kosten zu vermeiden. Kontogebühren sind unnötigen Kosten, denn kostenlose Girokonten werden mittlerweile von vielen Banken angeboten. Allerdings ist Girokonto nicht gleich Girokonto und manche sind nur unter bestimmten Bedingungen kostenfrei.

Das sollte ein gutes Studierendenkonto können:

  • Keine Kontoführungsgebühren
  • Kein Mindestgeldeingang
  • Keine Gebühren für EC‐ und Kreditkarte
  • Keine Gebühren für Abhebungen
  • Praktisches Online Banking statt Filialbesuche

Darüber hinaus ist es ein großer Vorteil, wenn man sogar weltweit kostenlos Bargeld abheben kann. Mit dem kostenlosen Girokonto von comdirect ist das kein Problem, solange das Institut vor Ort keine eigenen Gebühren erhebt. Hier wird Ihnen sogar beim Kontowechsel geholfen, damit die Formalitäten nicht zu viel Zeit fressen.

Finanztipp 3: Für genügend Einkommen sorgen

Sparen ist nur die eine Seite der Medaille! Wenn am Ende des Monats noch Geld übrig sein soll, muss am Anfang auch genug drin gewesen sein.

Für viele Studenten ist BAföG das Mittel der Wahl, um das eigene Einkommen zu sichern. Wichtig ist dabei vor allem, rechtzeitig alle Unterlagen bereitzustellen. Das ist nicht immer einfach, aber leider notwendig! Also gilt: informieren und rechtzeitig drum kümmern. Denn wenn die Grundlage fehlt, hilft auch alles Sparen nichts mehr.

Ein anderer Weg ist ein Nebenjob im Studium. Die zwei Klassiker sind der 450 € Job und die Werkstudentenstelle. Die Tätigkeiten bei der ersten Variante sind in der Regel sehr einfach und leider oft nicht gut bezahlt. Dafür sind die Jobs oft zeitlich flexibel und leicht zu bekommen. Einen 450 € Job zu wechseln fällt nicht besonders schwer, denn man findet bei Bedarf auch schnell einen neuen.

Eine Stelle als Werkstudent ist üblicherweise mit etwas mehr Verantwortung verbunden und besser bezahlt. Dafür sind diese Jobs schwerer zu bekommen und bringen mehr Verpflichtungen mit sich. Es ist zum Beispiel gesetzlich erlaubt, in den Semesterferien Vollzeit zu arbeiten – und viele Arbeitgeber verlangen das von ihren Werkstudenten. Hier gilt es abzuwägen, was wichtiger ist: Berufserfahrung und Geld oder Zeit für das Studium und Freiheit?

Lohnt sich ein Studienkredit?

In den USA sind Studienkredite ganz normal. Allerdings werden davon in erster Linie die horrenden Studiengebühren bezahlt und US‐Amerikaner haben ohnehin eher ein offenes Verhältnis zu Krediten. Hierzulande gilt das andere Extrem: Schulden gelten schon fast als persönliche Schande und werden als große persönliche Belastung wahrgenommen.

Und natürlich sollte man nicht ohne guten Grund einen Studienkredit aufnehmen. Anders sieht das aber aus, wenn man bereits alles versucht hat und merkt, dass das Studium oder das eigene Wohlbefinden unter ständiger Geldknappheit oder zu hoher Arbeitsbelastung leidet. Warum sollte man dann nicht einen moderaten Kredit aufnehmen, um das Studium mit deutlich weniger Sorgen im Gepäck zum Erfolg zu bringen? Geld zu verdienen ist mit einem abgeschlossenen Studium deutlich einfacher.

Finanztipp 4: Mit der richtigen Geldanlage bereits im Studium Geld ansparen

Wer als Student gut mit seinem Geld haushaltet, kann sich davon sogar vielleicht noch etwas zurücklegen und für größere Ausgaben sparen. Ein längerer Auslandsaufenthalt, eine Reise oder vielleicht sogar ein eigenes Auto lassen sich damit in relativ kurzer Zeit finanzieren.

Geldanlagen für Studenten sollten meistens kurz‐ bis mittelfristig orientiert sein. Das Thema Sicherheit spielt ebenfalls eine Rolle, da in der Regel das finanzielle Polster fehlt, um Misserfolge zu verkraften oder vorübergehend fallende Kurse einfach auszusitzen.

Kurz‐ bis mittelfristige Geldanlagen mit mittlerer bis hoher Sicherheit haben leider einen Nachteil: Die Rendite‐Erwartungen sind eher gering. Der größte Spareffekt für Studenten ist deshalb ein psychologischer: Jeden Monat etwas zur Seite zu legen erfordert ein bewusstes Kaufverhalten und führt zu größerer finanzieller Disziplin.

Jetzt zu Sparplänen für Aktien, Fonds & ETFs von comdirect informieren

Um diesen Effekt zu nutzen, sind monatliche Sparpläne das ideale Mittel. Monat für Monat werden die gewählten Beträge automatisch vom Girokonto abgebucht und direkt in Sparkonten, Aktien, Fonds oder ETFs angelegt. Aktien sind aufgrund des hohen Risikofaktors für Studenten weniger ratsam, Fonds und ETFs sind dagegen etwas wertstabiler. Sparkonten wie Tagesgeldkonten hingegen bieten vergleichsweise mehr Sicherheit, allerdings leider auch nahezu keine Rendite.

Finanztipp 5: Als Student Geld sparen bei der Steuererklärung

Steuern sind ein kompliziertes Thema, für das sich eher wenige Studenten begeistern können. Doch das ist ein großer Fehler. Denn auch bei der Einkommensteuer gibt es saftige “Studentenrabatte”. Gerade Geringverdiener können sich in vielen Fällen die gesamte Lohnsteuer zurückholen. Besonders bei bezahlten Praktika oder Ferienjobs lohnt sich das.¹

Darüber hinaus lassen sich auch viele Ausgaben steuerlich geltend machen. Dazu gehören zum Beispiel Semesterbeiträge, Studiengebühren, Laptop, Lernmaterialien und Kosten für Bewerbungen. Hier können Studenten schnell viel Geld sparen.

Es lohnt sich also auch als Student, eine freiwillige Steuererklärung abzugeben. Einfacher wird das übrigens mit Hilfe von Onlinediensten, die sich auf Steuererklärungen von Studenten spezialisiert haben. Hier lässt sich Schritt für Schritt eine Steuererklärung zusammenklicken, ohne sich intensiv in amtliche Vorgaben einlesen zu müssen.

Verwandte Themen bei comdirect

Sie möchten sich weiter über verschiedene Themen der Geldanlage informieren? Hier finden Sie weitere Artikel zu nachhaltigen Geldanlagen, Girokonten mit Kreditkarte oder auch Cannabis‐Aktien.

Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie einfach unsere Kundenbetreuer! Per Telefon unter 04106 — 708 25 00 oder über unser Kontaktformular. Von Montag bis Freitag sind unsere Kundenbetreuer von 8–18 Uhr für Sie da.

comdirect Finanztipps für Studenten – Checkliste

Checkliste Geld sparen als Student

¹ Die steuerliche Behandlung hängt von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden ab. Die Rechtsgrundlagen für die Besteuerung von Kapitaleinkünften können sich ändern. Die comdirect bank AG übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen auf dem Gebiet des Steuerrechtes. Die zur Verfügung gestellten Informationen ersetzen keine persönliche Steuer‐ oder Rechtsberatung.