VDAX-New

Der VDAX-New ist ein Volatilitätsindex, der von der Deutschen Börse AG berechnet und veröffentlicht wird. Marktbeobachter nennen ihn oft auch das „Angstbarometer“ der Börse. Der VDAX-New misst die implizite Volatilität, also die erwartete Schwankungsbreite, die am Markt für den Deutschen Aktienindex für den Zeitraum der nächsten 30 Tage erwartet wird. Die Berechnung beruht auf DAX-Optionen, die an der Terminbörse „at the money“ (also zum aktuellen DAX-Kurs) oder „out of the money“ (abweichend vom aktuellen DAX-Kurs) notiert sind.

Niedrige VDAX-New-Werte signalisieren den Anlegern, dass der Markt aktuell ruhig und nur mit geringen Schwankungen nach oben oder unten verläuft. Steigende Werte des VDAX-New dagegen weisen auf einen zunehmend unruhigeren Markt hin. Den bislang höchsten Wert erzielte der VDAX-New im März 2020 während der aufziehenden Corona-Krise. Damals stieg der Index, der in normalen Zeiten tendenziell zwischen zehn und 30 Punkten schwankt, auf ein Allzeithochhoch von 93,3 Punkten.

Der VDAX-New und seine Punktestände geben keine Marktrichtung an. Die reale Notierung des DAX kann also entweder steigen oder fallen. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit lässt sich aber schließen, dass steigende Marktphasen eher mit niedrigeren Volatilitätswerten verbunden sind. Der Grund: Selbst in einer Hausse legen die Kurse selten mit mehr als 3 % pro Tag oder mit zweistelligen Monatsraten zu. Einbrüche oder Abwärtsphasen fallen dagegen an der Börse in der Regel deutlich stärker aus. Das haben die hohen Anstiege des VDAX-New während der Finanzkrise im Jahr 2008 und in der Corona-Virus-Pandemie unterstrichen.

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