SWIFT-Code – Die internationalen Bankidentifizierungsnummer

Wer eine Auslandsüberweisung tätigen will, benötigt häufig einen SWIFT-Code. Aber was genau ist das? Wie kann ich meinen SWIFT-Code ermitteln? Und was muss ich bei einer Überweisung mit SWIFT beachten? Von der Suche nach dem SWIFT-Code bis hin zur Abgrenzung zum BIC und zur IBAN finden Sie hier alle Informationen.

SWIFT-Code: Bedeutung, Verwendung, Aufbau und Zusammensetzung

Was ist der SWIFT-Code?

Der SWIFT-Code ist ein international standardisiertes Bankkennzeichen. Vergeben wird die Nummer von der SWIFT, kurz für Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Die SWIFT organisiert den internationalen Zahlungs- und Nachrichtenverkehr zwischen Geldinstituten, Börsen, Brokern und anderen Finanzdienstleistern. Die SWIFT weist jedem angeschlossenen Finanzinstitut einen in der ISO 9362 definierten SWIFT-Code zur eindeutigen Identifizierung zu.

BIC ist die Abkürzung für Business Identifier Code. Der Begriff wird häufig synonym zum SWIFT-Code verwendet und beschreibt ebenso das standardisierte Bankkennzeichen.

Verwendung des SWIFT-Codes

Möchten Sie Geld innerhalb des SEPA-Raumes überweisen, ist lediglich die IBAN des Empfängers notwendig. Bei einer Überweisung ins außereuropäische Ausland wird zusätzlich zur IBAN der SWIFT-Code benötigt.

IBAN ist die Abkürzung für International Bank Account Number. Sie setzt sich aus Länderkennzeichen, Prüfziffer, Bankleitzahl und Kontonummer zusammen. Die IBAN dient der eindeutigen Identifizierung von Konten und wird bei allen nationalen wie internationalen Transaktionen benötigt. Die internationale Bankkontonummer IBAN wird durch die ISO-Norm ISO 13616-1:2007 Teil 1 beschrieben und wie der BIC bei der SWIFT registriert.

SEPA ist die Abkürzung für Single Euro Payments Area. In diesem einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum gilt das standardisierte SEPA-Verfahren. Bei SEPA-Überweisungen und -Lastschriften wird kein SWIFT-Code benötigt – hier ist die Angabe der IBAN ausreichend.

Europa-Karte mit den 34 Mitgliedsstaaten der Single Euro Payments Area SEPA in Blau markiert

Aufbau und Zusammensetzung des SWIFT-Codes

Der SWIFT-Code bzw. BIC wird in der Norm ISO 9362 geregelt und ist deshalb international gültig. Der 11-stellige SWIFT-Code kann sowohl aus Buchstaben als auch aus Ziffern bestehen und setzt sich wie folgt zusammen:

  • 4-stelliger Bankcode
  • 2-stelliger Ländercode
  • 2-stellige Orts- bzw. Regionsangabe
  • 3-stelliger Filialkennzeichen
Zusammensetzung BIC

Hier sehen Sie, wie sich der SWIFT-Code bei comdirect zusammensetzt. Bei comdirect gibt es 4 verschiedene SWIFT-Codes, bei denen nur die Zeichen der Filiale variieren. Die restliche Zusammensetzung des SWIFT-Codes bleibt gleich: Bankcode „COBA“ + Ländercode „DE“ + Regionsangabe „HD“.

Die Suche nach dem SWIFT-Code

Suchen Sie den SWIFT-Code, dann schauen Sie am besten zuerst hier:

  • auf Ihrer Bankkarte
  • auf Ihren Kontoauszügen
  • beim Online-Banking in Ihrem persönlichen Bereich
  • auf der Website Ihrer Bank

Wenn Sie die SWIFT-Adresse für ein internationales Finanzinstitut suchen, können Sie die Nummer oft im Internet finden. Speziell für die SWIFT-Code-Suche von Banken und Finanzdienstleistern innerhalb von Deutschland bietet die Deutsche Bundesbank eine Bankleitzahlen-Suche an. Alternativ können Sie SWIFT-Rechner im Internet nutzen, um den SWIFT-Code bzw. BIC einer Bank zu ermitteln. SWIFT-Rechner benötigen für die Suchanfrage meist den korrekten Namen der Bank und/oder eine korrekte IBAN sowie das Land.

Hinweis: Bei der Eingabe von IBAN oder dem Namen eines Finanzdienstleisters können schnell Fehler passieren. Da SWIFT-Rechner nicht überprüfen, ob alle Angaben in der Suchmaske korrekt sind, kann es hier zu Fehlern kommen. Überprüfen Sie daher einen per Rechner ermittelten SWIFT-Code im Zweifel noch einmal.

Überweisungen mit SWIFT-Code bzw. BIC und IBAN

Um Überweisungen in Fremdwährungen oder in Länder außerhalb des SEPA-Bereiches zu tätigen, benötigen Sie neben der IBAN auch den SWIFT-Code bzw. BIC des empfangenden Geldinstituts.

Beachten Sie mögliche Gebühren bei Auslandsüberweisungen

Hinweis: Bei Auslands­über­weisungen in Fremdwährungen sowie in Länder, die nicht am SEPA-Verfahren teilnehmen, können eventuell Kosten anfallen. Vor einer Auslandsüberweisung empfiehlt es sich daher, mögliche Kosten vorab zu klären.

Für Zahlungsverkehr ins Ausland können Fremdwährungsentgelte, SWIFT-Entgelte und ggf. Kosten für zwischengeschaltete Banken (Korrespondenzbanken) anfallen. SEPA-Überweisungen innerhalb des einheitlichen europäischen Zahlungsraumes der SEPA-Länder sind hingegen meist entgeltfrei. Lediglich bei Beträgen über 50.000 Euro sowie bei SEPA-Überweisungen, die nicht in der Währung Euro getätigt werden, können Kosten entstehen.

Welche Möglichkeiten zur Kostenverteilung gibt es bei Auslandsüberweisungen?

Für die Entgelt- und Kostenregelung stehen Ihnen bei Auslandsüberweisungen 3 Möglichkeiten zur Auswahl:

  • SHARE (Entgeltteilung): Hier teilen sich der Zahlende und der Zahlungsempfänger die Überweisungskosten. Sie als Auftraggeber tragen die Kosten Ihrer eigenen Bank, während der Empfänger die Kosten seiner eigenen Bank übernimmt. Eventuelle Gebühren für zwischengeschaltete Korrespondenzbanken werden vom Überweisungsbetrag abgezogen.
  • OUR (Auftraggeber trägt Entgelte): Hier übernehmen Sie die gesamten Überweisungskosten selbst
  • BEN (Empfänger trägt Entgelte): Hier übernimmt der Empfänger alle Kosten der Auslandsüberweisung

Tipp: Klären Sie bei einer Auslandsüberweisung am besten im Vorfeld mit dem Empfänger die Verteilung der anfallenden Kosten.

Hinweis: Auslandsüberweisungen ab 12.500 Euro unterliegen der Meldepflicht des Außenwirtschaftsverkehrs (AWV) und müssen der Bundesbank mitgeteilt werden. Kommen Sie der Meldepflicht nicht nach, droht Ihnen ein Ordnungsgeld.

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