STOXX 50

Jüngere Anleger können sich nicht erinnern. Aber bis zur Einführung des Euro schauten Deutsche, Franzosen oder Italiener selten auf Aktien im Nachbarland. Das hat sich mit dem Euro geändert. Die Euro-STOXX-Familie wurde im Jahr 1998 eingeführt, also etwas früher als der Euro. Zur Jahrtausendwende hatte sie sich neben den jeweiligen nationalen Indizes etabliert. Der bekannteste Index aus dieser Familie ist der Euro STOXX 50. Eine noch breitere Abdeckung der größten europäischen Unternehmen bietet aber der STOXX 50 Europe.

Der STOXX 50 Europe enthält die Aktien der 50 größten Unter­nehmen aus Europa. Bewertungsmaßstab für die Aufnahme ist die jeweilige Marktkapitalisierung der Aktien im Streubesitz. Einmal pro Jahr wird die Auswahl aktualisiert. Anders als im Euro STOXX 50 ist die Mitgliedschaft in der Eurozone keine Voraussetzung für den Indexzugang. Entsprechend ist zwar ein großer Teil der Aktien des Euro STOXX 50 auch im STOXX 50 Europe vertreten, aber längst nicht alle. Die kleineren Werte werden hier von den traditionell starken und hoch bewerteten britischen und Schweizer Unternehmen verdrängt. So gehören zum STOXX 50 Europe bekannte Bluechips wie die britischen BP, Shell und British American Tobacco oder die Schweizer Nestlé, Novartis und Roche.

Wie bei allen Mitgliedern der Euro-STOXX-Familie werden auch beim STOXX 50 Europe Kursindex und Performanceindex berechnet, der Kursindex ist jedoch auch hier die gängigere Variante. Das heißt: Anders als im DAX werden hier Dividenden nicht in die Indexent­wicklung eingerechnet. Eine noch breitere Anlagebasis für den gesamten Kontinent bietet der STOXX 600 Europe mit den 600 größten europäischen Unternehmen. Aus diesem Index werden auch die 19 europäischen Branchenindizes berechnet. Sie enthalten im Durchschnitt rund 30 Werte und geben einen Einblick in die Sektorenperformance. In den STOXX 50 Europe und auch in die Branchenindizes können Anleger mit kostengünstigen ETF-Indexfonds investieren.

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