SMI

Was dem deutschen Anleger der DAX ist für den Schweizer der SMI – der Swiss Market Index. Dieser Leitindex der Schweizer Börse besteht aus den 20 größten und liquidesten Aktien des Landes – darunter weltweit bekannte Bluechips wie Nestlé, Roche und Novartis, die zusammen rund 50 % des Index ausmachen. In dem deutlich kleineren Nachbarland umfassen die 20 Aktien des Leitindex rund 90 % der gesamten Marktkapitalisierung des Landes. Entscheidend für die Zugehörigkeit der Unternehmen zum SMI ist die Rangfolge, die nach der durchschnittlichen Kapitalisierung und dem Börsenumsatz eines Jahres festgelegt wird.

Der SMI wurde 1988 und damit im selben Jahr eingeführt wie der DAX. Anders als der deutsche Leitindex wurde seine Basis aber nicht auf den Jahreswechsel 1987/1988 zurückdatiert. Die Indexbasis zur Jahresmitte 1988 lag bei 1.500 Punkten. Im Jahr 2019 überschritt der SMI erstmals die Marke von 10.000 Punkten. Gemessen an der geringen Größe der Schweiz spielt der Schweizer Aktienmarkt im internationalen Umfeld eine wichtige Rolle. Auch im europäischen Auswahlindex STOXX 50 sind Schweizer Werte prominent vertreten. Nestlé etwa war im Jahr 2020 die Aktie mit dem höchsten Gewicht im STOXX 50.

Dass der SMI noch nicht die Punkte-Bestmarke des DAX erreichen konnte, ist nicht verwunderlich. Denn anders als das deutsche Pendant ist der Schweizer Index ein sogenannter Kursindex. Das bedeutet: Dividenden, die in der Schweiz wie in Deutschland eine wichtige Rolle für die Gesamtperformance spielen, werden in die Berechnung nicht einbezogen. Für einen korrekten Vergleich mit dem deutschen Aktienmarkt müsste man also den hierzulande weniger gebräuchlichen DAX-Kursindex heranziehen.

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