Russell-Indizes

Die Indizes von Dow Jones und Standard & Poor’s sind weltweit führend. Im amerikanischen Markt stark beachtet werden aber auch die sogenannten Russell-Indizes. Sie wurden im Jahr 1984 von der Investment- und Beratungsfirma Russell Investment Group aufgelegt. Es gibt drei Indizes: den Russell 1000, den Russell 2000 und den Russell 3000. Zugang zu den Indizes haben prinzipiell alle Unternehmen mit Sitz in den USA. Die Gewichtung erfolgt nach der Marktkapitalisierung. Über eine Aufnahme in den Index entscheidet Russell.

Als Basisindex dient der besonders breite Russell 3000. Er vereinigt die 3.000 größten amerikanischen Unternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung und ist nach der Höhe der jeweiligen Marktkapitalisierung gewichtet. Der Russell 3000 spiegelt 98 % des gesamten Börsenwertes der Vereinigten Staaten wider. Der Index ist, wie die meisten US-Indizes, als Kursindex konzipiert, Dividendenzahlungen bleiben also anders als bei Performanceindizes unberücksichtigt.

Der Russell 1000 und der Russell 2000 sind Subindizes des Russell 3000. Der Russell 1000 spiegelt hierbei die 1.000 größten Unternehmen wider. Seine Marktkapitalisierung umfasst rund 90 % des US-Börsenwertes. Er konkurriert mit dem noch bekannteren S&P 500, der weltweit als wichtigste Messlatte für den US-Markt gilt.

Keine echte Konkurrenz unter den amerikanischen Indizes hat dagegen der Russell 2000. Er repräsentiert die anderen kleineren zwei Drittel des Russell 3000. Damit ist er ein sehr breit gefächerter Small-Cap-Index, zu dem es etwa in Europa kein echtes Pendant gibt. Die Entwicklung des Russell 2000 gibt Investoren einen guten Überblick über die Breite des amerikanischen Aktienmarktes und die aktuelle Entwicklung der Small Caps.

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