Pfandbrief

Pfandbriefe sind festverzinsliche Anleihen mit Besicherung, also gedeckte Schuldverschreibungen. Die Ausgabe von Pfandbriefen ist durch das Pfandbriefgesetz (PfandBG) geregelt, das nur bestimmten Pfandbriefbanken die Emission erlaubt. Durch Pfandbriefe refinanzieren Kreditinstitute Darlehen, die sie an staatliche Stellen oder für Immobilien, Flugzeuge und Schiffe gewähren. Die Darlehensforderungen bilden die Deckungsmasse für die Pfandbriefe.

Emittenten von Pfandbriefen

Pfandbriefe werden von sogenannten Realkreditinstituten wie Hypothekenbanken, Pfandbriefanstalten, öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten und Landesbanken herausgegeben. Mehr als 90 % der deutschen Emittenten sind im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) e. V. mit Sitz in Berlin zusammengeschlossen.

Arten von Pfandbriefen

Am Pfandbriefmarkt werden Pfandbriefe auch als Covered Bonds bezeichnet, da es sich um gedeckte Anleihen handelt. Institutionelle und private Anleger haben die Wahl zwischen diesen Covered Bond Gattungen:

  • Hypothekenpfandbriefe
  • Schiffspfandbriefe
  • Flugzeugpfandbriefe
  • öffentliche Pfandbriefe

Wenn ein Pfandbrief ein Marktvolumen von mehr als 1 Milliarde Euro erzielt, sprechen die Emittenten von einem Jumbo-Pfandbrief oder kurz Jumbo.

Besicherte langfristige Geldanlage

Das Kongruenzprinzip im Pfandbriefgesetz hält fest, dass die Summe der Sicherheiten den Nennwert, der sich im Umlauf befindlichen Pfandbriefe, um mindestens 2 % übersteigen muss. Deckungswerte sind die finanzierten Immobilien, Schiffe und Flugzeuge. Pfandbriefbanken tragen die Sicherheiten in ein Deckungsregister ein. Ein Treuhänder überwacht das Register und führt es gesondert vom Vermögen der Pfandbriefbank. Das garantiert den Gläubigern von Pfandbriefen auch bei Insolvenz der Pfandbriefbank eine Rückzahlung der angelegten Gelder. Dennoch sind auch Pfandbriefe nicht frei von Risiken.

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Deutsche Pfandbriefe weisen in der Regel eine höhere Verzinsung auf als die jeweiligen Bundesanleihen. Allerdings sind die Laufzeiten der Pfandbriefe zu berücksichtigen. Diese liegen bei 3 bis 30 Jahren. Die Anleger haben kein Kündigungsrecht, sondern müssen bis zur Rückzahlung durch Auslosung oder durch eine globale Kündigung warten. Die Rückzahlung erfolgt spätestens zum Ende der Laufzeit. Anleger können die Anleihen vorzeitig an der Börse verkaufen oder bis zur Fälligkeit im Depot behalten.

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